17 Monate Altes Kind Schläft Nicht Alleine
Kennt ihr das? Der kleine Schatz ist 17 Monate alt, super süß, voller Energie – und schläft einfach nicht alleine ein. Nicht, ohne Protestgeschrei, das Herz zerbricht. Nicht, ohne eine halbe Stunde am Bettchen zu stehen, leise zu summen und zu hoffen, dass die Augen endlich zufallen. Nicht, ohne dass Mama oder Papa irgendwann komplett entnervt aufgeben und das kleine Menschlein doch ins elterliche Bettchen wandert. Ja, wir reden vom 17 Monate alten Kind und dem abendlichen Kampf um den Schlaf.
Die Geheimnisse des 17-Monate-alten Schlaf-Rebellen
Es ist ja nicht so, dass wir es nicht versucht hätten. Von sanften Schlafliedern bis zu ausgeklügelten Gute-Nacht-Geschichten, in denen der tapfere Ritter (oder die mutige Prinzessin) ganz alleine den Drachen (oder das Monster unter dem Bett) besiegt. Aber irgendwie scheint der kleine Racker immun gegen alle erprobten Einschlaftechniken. Manchmal habe ich das Gefühl, er versteht genau, was ich vorhabe, und grinst mich innerlich aus, während er seine kleinen Ärmchen nach mir ausstreckt. "Mama!", flüstert er dann, mit diesem Blick, dem man einfach nicht widerstehen kann.
Und dann beginnt das Verhandeln. Eine extra Kuscheleinheit? Gerne! Noch ein Schluck Wasser? Aber natürlich! Eine Runde "Hoppe Hoppe Reiter" im Dunkeln? Ähm… nun ja, auch das machen wir. Hauptsache, die Augen bleiben noch ein bisschen offen und Mama/Papa bleibt in Reichweite. Es ist fast schon ein kleines, abendliches Ritual geworden. Ein liebevolles Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der kleine Terrorist eindeutig die Oberhand hat.
Die elterliche Kapitulation (oder auch nicht ganz…)
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt: Wer von uns beiden ist hier eigentlich das Kind? Bin ich es, weil ich so leicht nachgebe? Oder ist es der 17-Monate-alte Zwerg, der mit seiner unbändigen Willenskraft die ganze Familie um den Finger wickelt? Vermutlich beides. Und ganz ehrlich? Manchmal genieße ich es sogar. Diese kostbaren Momente der Nähe, wenn er sich an mich kuschelt und mir leise ins Ohr flüstert, sind unbezahlbar. Ich weiß, dass diese Zeit nicht ewig währt. Irgendwann wird er selbstständig ins Bett gehen und keine Mama/Papa-Gesellschaft mehr brauchen.
Aber bis dahin? Bis dahin üben wir uns in Geduld. Wir lesen Bücher, singen Lieder, kuscheln und schmusen. Und wenn das alles nichts hilft, dann machen wir eben noch eine Runde "Hoppe Hoppe Reiter" im Dunkeln. Denn am Ende zählt nur eins: dass unser Kind sich geborgen und geliebt fühlt. Und wenn das bedeutet, dass er ab und zu im elterlichen Bett landet, dann ist das eben so. Hauptsache, alle schlafen irgendwann – und wenn es erst nach Mitternacht ist.
"Schlaf ist überbewertet", sagte der 17-Monate-alte Experte und kletterte auf Mamas Kopf.
Es gibt natürlich auch die Nächte, in denen es ausnahmsweise mal klappt. Der kleine Mann ist müde vom Tag, kuschelt sich an sein Lieblingskuscheltier und schläft friedlich ein. Dann stehen wir Eltern ratlos am Bettrand und fragen uns: Was haben wir anders gemacht? War es das neue Schlaflied? Die entspannende Massage mit Lavendelöl? Oder einfach nur Glück? Wahrscheinlich letzteres. Denn Kinder sind nun mal unberechenbar – und das ist auch gut so. Sonst wäre das Leben ja langweilig.
Strategien für mehr Schlaf (oder zumindest weniger Stress)
Auch wenn wir die nächtlichen Eskapaden unseres Sohnes mit Humor nehmen, so ist klar: Auf Dauer zehrt das Schlafmangel an den Nerven. Deshalb haben wir uns ein paar Strategien zurechtgelegt, die uns helfen, die Situation etwas zu entspannen. Eine davon ist, sich gegenseitig abzuwechseln. Mal ist Mama für das Zubettgehen zuständig, mal Papa. So kann jeder von uns mal durchatmen und neue Kraft tanken. Eine andere Strategie ist, die Erwartungen herunterschrauben. Anstatt zu erwarten, dass unser Kind von Anfang an alleine einschläft, konzentrieren wir uns darauf, ihm eine entspannte und liebevolle Atmosphäre zu schaffen. Und wenn er dann doch mal wieder ins elterliche Bett wandert? Dann machen wir es uns eben gemütlich und genießen die Nähe.
Und wer weiß, vielleicht ist das ja auch nur eine Phase. Vielleicht wacht unser Sohn eines Tages auf und beschließt, dass er ab sofort ganz alleine in seinem Bett schlafen möchte. Bis dahin lassen wir uns überraschen und genießen die Zeit mit unserem kleinen Schlaf-Rebellen. Denn auch wenn es manchmal anstrengend ist, so ist es doch auch eine unglaublich wertvolle und schöne Zeit. Und wer weiß, vielleicht vermissen wir die nächtlichen Kuscheleinheiten ja eines Tages sogar ein bisschen.
Also, an alle Eltern von 17 Monate alten Kindern, die nicht alleine schlafen: Ihr seid nicht alleine! Wir sitzen alle im selben Boot. Und vielleicht können wir uns ja gegenseitig ein bisschen Mut machen und uns über die kleinen und großen Herausforderungen des Elternseins austauschen. Denn gemeinsam ist alles leichter – auch das Einschlafen.
