2 Euro Münze Bertha Von Suttner 2002
Habt ihr euch jemals gefragt, wer eigentlich auf euren 2-Euro-Münzen abgebildet ist? Klar, der Adler auf der deutschen oder die Sissi auf der österreichischen kennt man vielleicht. Aber habt ihr jemals genauer auf die österreichische 2-Euro-Münze aus dem Jahr 2002 geschaut? Da grinst einem nämlich eine Dame entgegen, die mehr drauf hat, als man auf den ersten Blick vermutet: Bertha von Suttner.
Die Friedens-Oma mit Biss
Okay, "grinsen" ist vielleicht übertrieben. Sie schaut eher... entschlossen. Und das passt! Denn Bertha von Suttner war keine zarte, blümchenpflückende Romantikerin, sondern eine Powerfrau, die den Frieden wollte – und dafür kämpfte wie ein Löwe. Stellt sie euch vor, wie sie auf einer Demo steht, ihr Schild hochhält und lauthals "Nie wieder Krieg!" brüllt. Nur dass sie das Ganze eben im eleganten Kleid und mit hochgesteckten Haaren gemacht hat. Eine Friedens-Oma mit Biss, sozusagen.
Und warum ist sie jetzt auf der 2-Euro-Münze? Weil sie etwas wirklich Besonderes geschafft hat: Sie hat 1905 den Friedensnobelpreis bekommen! Und zwar als erste Frau überhaupt. Das ist so, als würde man als erste Frau auf dem Mond landen – nur eben mit dem Ziel, die Welt friedlicher zu machen. Ziemlich cool, oder?
Eine späte Berufung
Das Lustige ist, dass Bertha von Suttner nicht von Anfang an Friedensaktivistin war. Im Gegenteil! Sie war eigentlich eher so der Typ gelangweilte Adelige, die einen reichen Mann heiraten wollte. Ihr erster Job war sogar Hauslehrerin. Und ratet mal, bei wem! Ausgerechnet bei der Familie von Alfred Nobel, dem Stifter des Nobelpreises. Irgendwie ironisch, oder?
Die Liebelei mit Alfred Nobel selbst ging zwar nicht auf (dafür war sie zu jung und er zu alt), aber die beiden blieben in Kontakt. Und Bertha inspirierte ihn wohl dazu, einen Preis für Frieden zu stiften. Man könnte also sagen: Ohne Bertha von Suttner gäbe es keinen Friedensnobelpreis. Das ist doch mal ein Fun Fact für die nächste Party!
Später heiratete sie dann doch noch ihren Baron – entgegen dem Willen seiner Familie (Skandal!). Und zusammen mit ihrem Mann schrieb sie dann ihr berühmtestes Buch: "Die Waffen nieder!". Ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg, das die Leute aufrüttelte und sie über Nacht berühmt machte. Man kann sich das vorstellen wie ein virales Video von heute, nur eben in Buchform.
Die Nervensäge der Generäle
Bertha von Suttner war nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Netzwerkerin. Sie reiste durch die Welt, hielt Vorträge, gründete Friedensgesellschaften und nervte die Generäle so lange, bis sie sich am liebsten in den nächsten Panzer verkrochen hätten. Sie war die personifizierte Mahnung, dass es auch anders geht als mit Krieg und Gewalt.
Sie war eine absolute Überzeugungstäterin. Sie hat ihre Stimme erhoben, als Frauen noch nicht viel zu sagen hatten. Sie hat sich mit den Mächtigen angelegt, als das noch viel gefährlicher war als heute. Und sie hat sich nicht entmutigen lassen, auch wenn der Krieg immer wieder über die Welt hereinbrach.
Manchmal denke ich, dass Bertha von Suttner die heutige Welt brauchen würde. Mit all den Kriegen und Konflikten, die es noch immer gibt. Aber vielleicht braucht die heutige Welt auch eine Bertha von Suttner. Eine Frau, die uns daran erinnert, dass Frieden möglich ist – wenn wir nur mutig genug sind, dafür zu kämpfen.
Mehr als nur eine Münze
Wenn ihr also das nächste Mal eine österreichische 2-Euro-Münze in der Hand habt, schaut sie euch genauer an. Da ist mehr als nur eine Zahl drauf. Da ist die Geschichte einer mutigen Frau, die für den Frieden gekämpft hat. Eine Frau, die uns auch heute noch inspirieren kann.
Und wer weiß, vielleicht inspiriert euch die Münze ja auch dazu, selbst ein bisschen mehr Frieden in die Welt zu bringen. Sei es nur, indem ihr euch mit euren Nachbarn versöhnt oder euch für eine gerechtere Welt einsetzt. Denn wie Bertha von Suttner schon sagte: "Die Waffen nieder!".
Also, haltet die Augen offen und freut euch, wenn ihr sie entdeckt! Die Bertha von Suttner auf eurer 2-Euro-Münze. Sie ist mehr als nur Kleingeld. Sie ist ein kleines Stück Geschichte – und ein Ansporn, die Welt ein bisschen friedlicher zu machen. Eine kleine, aber feine Erinnerung daran, dass jeder von uns etwas bewegen kann. Und wenn nicht, dann hat man zumindest eine coole Story, die man beim Bezahlen erzählen kann!
"Nach dem Kriege, wenn die Helden heimkehren, da werden sie dann ja so reich belohnt und gefeiert. Der Friede aber bringt keine Belohnung, er ist schon Belohnung an sich." - Bertha von Suttner
