200 Gramm Mehl Ohne Waage
Herzlich willkommen in der Welt des Backens ohne Waage! Vielleicht bist du auf Reisen, hast eine kleine Küche in deiner Ferienwohnung oder einfach keine Waage zur Hand, aber trotzdem Lust auf frische Brötchen, einen leckeren Kuchen oder knusprige Kekse. Keine Sorge, 200 Gramm Mehl abmessen ist auch ohne Waage kinderleicht. Dieser Guide zeigt dir, wie's geht!
Warum überhaupt 200 Gramm Mehl?
200 Gramm Mehl sind eine häufige Mengenangabe in vielen Rezepten, besonders in der deutschen Küche. Ob für einfache Rührkuchen, Pizzateig, Pfannkuchen oder sogar für das Andicken von Soßen, 200 Gramm Mehl sind oft der Schlüssel zu einem gelungenen Ergebnis. Und weil wir wissen, dass nicht jeder eine Küchenwaage besitzt oder mit sich herumschleppt, zeigen wir dir hier die besten Alternativen.
Die wichtigste Zutat: Dein Messbecher
Der einfachste Weg, 200 Gramm Mehl ohne Waage abzumessen, ist die Verwendung eines Messbechers. Achte darauf, dass es sich um einen trockenen Messbecher handelt, um genaue Ergebnisse zu erzielen. Die meisten Standard-Messbecher haben eine Kapazität von 250 ml. Damit kommen wir unserem Ziel schon sehr nahe!
Schritt-für-Schritt-Anleitung mit dem Messbecher:
- Mehl auflockern: Bevor du anfängst, lockere das Mehl in deiner Packung oder Dose mit einer Gabel oder einem Löffel auf. Das ist wichtig, weil Mehl sich im Laufe der Zeit verdichten kann, was zu ungenauen Messungen führt.
- Mehl einfüllen: Nimm einen Löffel und fülle das Mehl locker in den Messbecher. Vermeide es, das Mehl in den Becher zu schaufeln oder zu pressen. Das würde das Mehl zu stark verdichten und du hättest am Ende mehr als 200 Gramm.
- Abstreichen: Wenn der Messbecher voll ist, nimm ein Messer oder einen geraden Gegenstand (z.B. einen Pfannenwender) und streiche das überschüssige Mehl vorsichtig ab. Ziehe das Messer flach über die Oberkante des Messbechers, sodass die Oberfläche eben ist.
- Fast fertig: Ein voller Messbecher (250 ml) enthält etwas mehr als 200 Gramm Mehl. Um die richtige Menge zu erhalten, nimmst du etwa 2 Esslöffel Mehl wieder aus dem Messbecher heraus.
- Kontrolle ist besser: Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du den Messbecher einmal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen und schauen, ob noch etwas Platz ist. Wenn ja, fülle vorsichtig noch etwas Mehl nach, bis die Oberfläche wieder eben ist.
Wichtig: Diese Methode ist ungefähr. Die genaue Menge kann je nach Mehlsorte und der Art und Weise, wie du das Mehl in den Messbecher füllst, variieren. Für sehr präzise Rezepte (z.B. beim Brotbacken) ist eine Waage natürlich immer die beste Wahl.
Alternativen, wenn du keinen Messbecher hast
Kein Messbecher zur Hand? Kein Problem! Auch mit anderen Küchenutensilien lässt sich die Menge von 200 Gramm Mehl einigermaßen genau bestimmen.
Mit dem Esslöffel
Eine etwas ungenauere, aber dennoch praktikable Methode ist die Verwendung eines Esslöffels. Ein gehäufter Esslöffel enthält etwa 15 Gramm Mehl. Das bedeutet, dass du ungefähr 13-14 gehäufte Esslöffel benötigst, um auf 200 Gramm Mehl zu kommen.
- Mehl auflockern: Wie beim Messbecher, lockere das Mehl vorher auf.
- Esslöffel befüllen: Nimm einen Esslöffel und fülle ihn gehäuft mit Mehl. Achte darauf, dass das Mehl nicht zu stark gepresst wird.
- Zählen: Zähle die Esslöffel sorgfältig ab, bis du etwa 13-14 erreicht hast.
Achtung: Die Größe von Esslöffeln kann variieren. Verwende am besten einen standardisierten Esslöffel (15 ml) für genauere Ergebnisse.
Mit der Tasse (Kaffeetasse oder Teetasse)
Wenn du auch keinen Messbecher besitzt, kannst du dir mit einer Tasse behelfen. Eine normale Kaffeetasse oder Teetasse (ca. 200-250 ml) ist eine gute Annäherung.
- Mehl auflockern: Nicht vergessen, das Mehl vorher aufzulockern.
- Tasse befüllen: Fülle die Tasse wie beim Messbecher locker mit Mehl.
- Abstreichen: Streiche das überschüssige Mehl mit einem Messer oder einem anderen geraden Gegenstand ab.
- Anpassen: Da eine Tasse meistens mehr als 200 Gramm Mehl fasst, nimmst du vorsichtig etwa 1-2 Esslöffel Mehl wieder heraus.
Hinweis: Die Größe von Tassen kann stark variieren. Je genauer du arbeiten möchtest, desto wichtiger ist es, die Füllmenge deiner Tasse zu kennen. Im Zweifelsfall lieber etwas weniger Mehl nehmen und später bei Bedarf noch etwas hinzufügen.
Tipps und Tricks für präzisere Ergebnisse
- Mehlsorte beachten: Unterschiedliche Mehlsorten haben unterschiedliche Gewichte. Vollkornmehl ist zum Beispiel schwerer als Weizenmehl Type 405. Wenn du eine andere Mehlsorte verwendest als im Rezept angegeben, kann das Ergebnis leicht abweichen.
- Feuchtigkeit beachten: Die Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls einen Einfluss auf das Gewicht von Mehl haben. Bei hoher Luftfeuchtigkeit nimmt Mehl Feuchtigkeit auf und wird schwerer.
- Übung macht den Meister: Je öfter du Mehl ohne Waage abmisst, desto besser wirst du darin, die richtige Menge einzuschätzen.
- Lieber etwas weniger: Im Zweifelsfall ist es immer besser, etwas weniger Mehl zu verwenden als zu viel. Du kannst später immer noch etwas Mehl hinzufügen, wenn der Teig zu flüssig ist.
- Teigkonsistenz ist entscheidend: Achte mehr auf die Konsistenz des Teigs als auf die genaue Menge des Mehls. Der Teig sollte die richtige Konsistenz haben, auch wenn du etwas mehr oder weniger Mehl verwendet hast.
Zusammenfassung
200 Gramm Mehl ohne Waage abzumessen ist zwar nicht exakt, aber durchaus möglich. Mit einem Messbecher, Esslöffel oder einer Tasse kannst du die Menge gut annähern. Wichtig ist, das Mehl vorher aufzulockern, es locker in das Messgefäß zu füllen und überschüssiges Mehl abzustreichen. Achte auf die Konsistenz des Teigs und passe die Mehlmenge bei Bedarf an. Und vor allem: Hab Spaß beim Backen!
"Backen ist wie Liebe: Man sollte sich ganz darauf einlassen." - Unbekannt
Wir hoffen, dieser Guide hat dir geholfen und wüschen dir viel Erfolg beim Backen deiner Lieblingsrezepte, auch ohne Waage! Guten Appetit!
