3 Axiom Paul Watzlawick
Okay, Freunde, mal ehrlich. Kommunizieren wir wirklich? Oder tanzen wir nur umeinander rum wie Katzen um den heißen Brei?
Axiom Nummer Eins: Man kann nicht nicht kommunizieren!
Watzlawick sagt, Schweigen ist Gold. Oder eben eine Aussage. Ich sage: Schweigen ist meistens peinlich. Stell dir vor, du sitzt im Aufzug mit deinem Chef. Totenstille. Seine Augen huschen nervös von der Decke zu seinen Schuhen. Du versuchst, die Anzahl der Knöpfe zu zählen. Kommuniziert ihr nicht? Doch! Er kommuniziert "Bitte rede mich nicht an!" und du kommunizierst "Ich will hier lebend rauskommen!".
Unpopuläre Meinung: Manchmal wünschte ich, ich könnte nicht kommunizieren. Gerade dann, wenn die Schwiegermutter zu Besuch ist. Oder wenn der Staubsaugervertreter klingelt.
Ich meine, ist es wirklich nötig, dass mein genervtes Augenrollen beim Anblick der verbrannten Lasagne meiner Schwiegermutter so lautstark "Ich hätte lieber Pizza bestellt" schreit? Kann ich das nicht einfach...unterdrücken? Nein, sagt Watzlawick. Verdammt.
Die Wahrheit liegt im Blick des Betrachters… oder im genervten Augenrollen.
Also, Leute, üben wir uns im Pokerface. Für den Frieden im Familienkreis. Und für den Schutz vor Staubsauger-Invasionen.
Axiom Nummer Zwei: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
Das ist das mit dem "Wie" und dem "Was". Stell dir vor, dein Partner sagt: "Schatz, du hast zugenommen". Der Inhalt: Du hast zugenommen. Autsch. Der Beziehungsaspekt: Könnte alles sein! "Ich mache mir Sorgen um deine Gesundheit", "Ich finde dich trotzdem sexy", oder "Ich beobachte deine Gewichtszunahme schon seit Monaten kritisch".
"Die Beziehungsebene bestimmt die Inhaltsebene." - Irgendwer Schlaues, wahrscheinlich Watzlawick.
Unpopuläre Meinung: Ich glaube, die Beziehungsebene bestimmt ALLES. Inhalte sind Schall und Rauch. Wer erinnert sich schon an den genauen Wortlaut eines Streits? Aber das Gefühl, verletzt oder missverstanden zu sein, bleibt ewig hängen.
Deswegen: Lieber einmal zu viel "Ich liebe dich" als einmal zu wenig "Du hast zugenommen". Auch wenn es stimmt. (Vorsicht vor verbrannter Lasagne!)
Kommunikation ist wie ein Eisberg: Das Sichtbare ist nur die Spitze des "Wie geht's?".
Also, achtet darauf, WIE ihr etwas sagt. Nicht nur WAS. Sonst gibt's Eiszeit im Wohnzimmer.
Axiom Nummer Drei: Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
Das ist wie beim Huhn und dem Ei. Wer hat angefangen? Keiner weiß es! Du sagst: "Du hörst mir nie zu!" Er sagt: "Weil du immer nur redest!" Wer hat angefangen? Keine Ahnung! Laut Watzlawick befinden wir uns in einem Teufelskreis. Jeder reagiert auf das Verhalten des anderen, und das verstärkt die Spirale.
Unpopuläre Meinung: Manchmal ist es total egal, wer angefangen hat. Hauptsache, man hört irgendwann auf! Vielleicht einfach mal sagen: "Okay, ich hab keine Ahnung, wer Schuld ist. Aber ich will Frieden!" (Funktioniert nicht immer, aber einen Versuch ist es wert.)
Watzlawick nennt das "Interpunktion". Wir strukturieren die Kommunikationsabläufe und machen den anderen für unseren Teil verantwortlich. "Ich bin nur so, weil DU so bist!" Ja klar. Und die Erde ist eine Scheibe.
Also, wer hat nun angefangen? Wahrscheinlich Watzlawick mit seinen Axiomen!
Fazit: Kommunikation ist kompliziert. Aber auch ziemlich lustig, wenn man genauer hinschaut. Vielleicht sollten wir alle öfter mal überlegen, WAS wir WIE sagen und WER eigentlich angefangen hat. Oder einfach eine Pizza bestellen.
In diesem Sinne: Kommuniziert fleißig, aber mit Köpfchen! Und vergesst das Augenrollen nicht… innerlich natürlich!
