5 Säulen Des Islam Kindern Erklärt
Hallo liebe Reisefreunde! Ich bin’s, eure Sarah, wieder unterwegs in den faszinierendsten Ecken unserer Welt. Heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Reise – eine Reise in das Herz des Islam, um die fünf Säulen dieser Religion zu erkunden, aber auf eine Art und Weise, die auch Kinder verstehen können. Denn Wissen ist die beste Souvenir, das wir von unseren Reisen mitbringen können, und es gibt kaum etwas Wertvolleres, als das Verständnis anderer Kulturen.
Stellt euch vor, ihr seid in einem wunderschönen, farbenfrohen Land, vielleicht Marokko, die Türkei oder Indonesien. Überall duftet es nach Gewürzen, die Moscheen rufen zum Gebet und die Menschen sind unglaublich gastfreundlich. Um dieses Land und seine Bewohner wirklich zu verstehen, ist es wichtig, die Grundlagen ihres Glaubens zu kennen. Und genau da kommen die fünf Säulen des Islam ins Spiel. Sie sind wie die Grundpfeiler eines Hauses, die alles zusammenhalten.
Die 5 Säulen: Ein Haus des Glaubens bauen
Ich habe versucht, die fünf Säulen so zu erklären, dass sie auch für meine Nichte Emma (8) verständlich sind. Und ich hoffe, dass sie euch genauso helfen, diese wichtigen Aspekte des Islam zu verstehen.
1. Die Schahada: Das Glaubensbekenntnis – Der Schlüssel zum Islam
Stellt euch vor, ihr wollt einem exklusiven Club beitreten. Der erste Schritt ist immer eine Art Aufnahmezeremonie, oder? Im Islam ist das die Schahada, das Glaubensbekenntnis. Es ist wie ein Versprechen, das man abgibt. Es lautet: "Aschhadu an la ilaha illa-llah, wa aschhadu anna Muhammadan rasulu-llah." Was so viel bedeutet wie: "Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist."
Emma fand das etwas kompliziert, aber ich habe ihr erklärt, dass es im Grunde bedeutet, dass Muslime an einen einzigen Gott glauben – Allah – und dass sie Muhammad als seinen wichtigsten Propheten ansehen. Es ist wie ein Bekenntnis zur Liebe zu Allah und dem Weg, den Muhammad gezeigt hat. Die Schahada ist also der Schlüssel, der die Tür zum Islam öffnet.
2. Salat: Das Gebet – Eine tägliche Unterhaltung mit Allah
Muslime beten fünfmal am Tag: vor Sonnenaufgang (Fajr), mittags (Dhuhr), am Nachmittag (Asr), nach Sonnenuntergang (Maghrib) und in der Nacht (Isha). Das Gebet ist wie ein Gespräch mit Allah. Man dankt ihm für alles, was man hat, bittet ihn um Hilfe und Führung und erinnert sich daran, was im Leben wirklich wichtig ist.
Emma fragte mich, warum fünfmal am Tag? Ich erklärte ihr, dass es wie eine Erinnerung ist, den ganzen Tag über an Allah zu denken. Es ist wie eine kleine Pause vom Alltag, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vor dem Gebet waschen sich Muslime, um sich rein zu fühlen. Dann beten sie in Richtung Mekka, der heiligsten Stadt des Islam, und rezitieren Verse aus dem Koran. Es ist ein sehr friedliches und besinnliches Ritual.
3. Zakat: Die Almosensteuer – Teilen macht Freude
Zakat ist wie eine Spende, die Muslime an Bedürftige geben. Es ist nicht nur eine freiwillige Spende, sondern eine Pflicht für diejenigen, die es sich leisten können. Es ist wie eine Steuer, die dazu dient, die Armen und Schwachen in der Gesellschaft zu unterstützen. Man kann es sich wie eine Art Robin-Hood-Prinzip vorstellen: Die Reichen geben etwas von ihrem Reichtum ab, um den Armen zu helfen.
Ich erklärte Emma, dass es wichtig ist, zu teilen und an andere zu denken. Zakat hilft, Ungleichheit zu verringern und die Gemeinschaft zu stärken. Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe und des Mitgefühls. Und es erinnert uns daran, dass wir alle Teil einer großen Familie sind und füreinander verantwortlich sind.
4. Saum: Das Fasten im Ramadan – Ein Monat der Besinnung
Ramadan ist der Fastenmonat im Islam. Während dieses Monats fasten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das bedeutet, sie essen und trinken nichts. Es ist wie eine Art Selbstdisziplin-Training. Aber es geht nicht nur ums Hungern und Dursten. Es geht auch um Besinnung, Gebet und Nächstenliebe.
Emma war etwas schockiert, als ich ihr vom Fasten erzählte. Aber ich erklärte ihr, dass es eine besondere Zeit ist, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich bewusst zu machen, wie gut es uns geht. Es ist auch eine Zeit, um sich in die Lage derer zu versetzen, die nicht genug zu essen haben. Am Ende des Ramadan feiern Muslime das Zuckerfest (Eid al-Fitr), ein großes Fest mit viel Essen und Freude. Es ist wie eine Belohnung für die Anstrengungen des Fastens.
5. Hadsch: Die Pilgerfahrt nach Mekka – Eine Reise zum Herzen des Islam
Die Hadsch ist die Pilgerfahrt nach Mekka, der heiligsten Stadt des Islam. Sie ist eine Pflicht für alle Muslime, die gesund und finanziell in der Lage sind, sie zu unternehmen, mindestens einmal im Leben. Es ist wie eine riesige Reise, bei der Millionen von Muslimen aus der ganzen Welt zusammenkommen, um gemeinsam zu beten und Allah zu ehren.
Ich habe Emma ein Bild von der Kaaba gezeigt, dem heiligen Schrein in Mekka. Ich erklärte ihr, dass Muslime bei der Hadsch um die Kaaba herumlaufen und verschiedene Rituale durchführen. Es ist eine sehr emotionale und spirituelle Erfahrung. Die Hadsch ist wie eine Reise zu den eigenen Wurzeln und eine Möglichkeit, die Verbundenheit mit der muslimischen Gemeinschaft zu spüren. Nach der Hadsch fühlen sich die Pilger gereinigt und erneuert.
Warum es wichtig ist, die 5 Säulen zu verstehen
Ich hoffe, diese kleine Reise durch die fünf Säulen des Islam hat euch gefallen und euch ein besseres Verständnis für diese wichtige Religion vermittelt. Es ist wichtig, die Grundlagen anderer Kulturen zu kennen, um Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Und gerade auf Reisen können wir so viel lernen und unseren Horizont erweitern.
Wenn ihr also das nächste Mal in einem muslimischen Land seid, nehmt euch die Zeit, die Menschen kennenzulernen, ihre Kultur zu erkunden und mehr über ihren Glauben zu erfahren. Ihr werdet feststellen, dass es viel mehr Gemeinsamkeiten gibt, als Unterschiede. Und vielleicht werdet ihr sogar einige neue Freunde finden!
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem kleinen Ausflug in die Welt des Islam inspirieren. Bis zum nächsten Mal und denkt daran: Die Welt ist ein Buch, und wer nicht reist, liest nur eine Seite!
