7 Ssw Kein Embryo Zu Sehen Aber Dottersack
7. Schwangerschaftswoche. Sieben verdammt lange Tage mal sieben. Und was sehen wir beim Ultraschall? Einen Dottersack. Ja, super. Einen Dottersack. Nicht, dass ich ihn nicht zu schätzen wüsste, den kleinen, gelblichen Retter in der Not. Aber ehrlich? Ich will ein Embryo sehen! Am besten schon mit Mini-Ärmchen und Beinchen, die wild strampeln. Ist das zu viel verlangt?
Der Dottersack-Blues
Ich weiß, ich weiß. Der Dottersack ist wichtig. Er nährt das Baby in spe, bevor die Plazenta ihren Job übernimmt. Er ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Aber ganz ehrlich? Er ist auch ein bisschen langweilig. Er sieht aus wie ein Spiegelei, das in einem Mini-Aquarium schwimmt. Und ich bin hier, um BABYFOTOS zu sehen, nicht Eier!
Ich hab's ja verstanden: "Jedes Baby entwickelt sich anders." Klar. Aber in meinem Kopf rennt schon ein kleines Wesen Marathon und baut mit Lego das Taj Mahal nach. Und dann… Dottersack. Da ist er wieder. Freundlich, gelb und... einfach nur da.
"Kein Embryo in Sicht? Kein Problem!" – Echt jetzt?
Das Internet ist voll von beruhigenden Artikeln. "7. Woche und nur Dottersack? Keine Panik!" "Späte Einnistung? Alles im grünen Bereich!" Ich liebe ja Optimismus. Aber wenn ich innerlich schon die Geburtsanzeigen entwerfe und mir Namen ausdenke, dann möchte ich auch Beweise dafür haben, dass da tatsächlich jemand wohnt! Der Dottersack allein überzeugt mich da leider nicht ganz. Er ist wie die leere Pizzaschachtel nach einer Party. Ein Indiz, ja. Aber wo ist die Pizza, bitte?
Unpopuläre Meinung: Ich finde, der Dottersack bräuchte einen besseren PR-Berater. Vielleicht mit einem kleinen Hut und einem flotten Spruch?
Ich meine, es gibt ja auch Leute, die sagen: "Oh, guck mal, ein Dottersack! So süß!" Denen würde ich am liebsten meinen Mutterpass in die Hand drücken und sagen: "Komm, in zwei Wochen wieder. Wenn da kein kleiner Mensch mit Herzschlag zu sehen ist, reden wir nochmal über 'süß'."
Die Geduldsprobe
Und jetzt kommt der schlimmste Teil: Warten. Die nächsten ein, zwei Wochen fühlen sich an wie eine Ewigkeit. Jeder kleine Stich, jedes Ziehen im Bauch wird analysiert und interpretiert. "War das jetzt ein Wachstums-Schub? Oder nur Luft im Bauch wegen der Aufregung?" Google wird zum besten Freund (und schlimmsten Feind). Man liest Horrorgeschichten und Erfolgsstorys, bis einem schwindelig wird. Und am Ende ist man genauso schlau wie vorher. Nur nervöser.
Ich sitze hier, trinke Himbeerblättertee (der wahrscheinlich gar nichts bringt) und versuche, positiv zu bleiben. Ich rede meinem imaginären Baby gut zu: "Zieh dich an, Kind! Die Kamera läuft! Zeig dich!" Ob es hilft? Keine Ahnung. Aber es fühlt sich besser an, als nur stumpf auf den nächsten Ultraschall zu warten.
Was, wenn...?
Natürlich ist da immer dieses kleine "Was, wenn…?" im Hinterkopf. Was, wenn es doch nicht geklappt hat? Was, wenn es eine Fehlgeburt wird? Diese Ängste sind normal. Aber ich versuche, sie zu verdrängen. Denn Panik hilft jetzt auch nicht weiter. Lieber konzentriere ich mich auf die positiven Dinge: Ich bin schwanger. Ich habe einen Dottersack (ja, ich gebe es zu, er ist wichtig). Und in ein paar Wochen werde ich hoffentlich einen kleinen, strampelnden Mensch auf dem Ultraschall sehen. Bis dahin übe ich mich in Geduld. Und schimpfe heimlich über Dottersäcke.
Also, liebe Mit-Mamis in spe, die ihr auch gerade auf den großen Auftritt eures Embryos wartet: Wir schaffen das! Lasst uns zusammen jammern, lachen und uns gegenseitig Mut zusprechen. Denn am Ende zählt nur eins: Dass unser kleiner Schatz gesund und munter ist. Auch wenn er sich gerade noch hinter einem Dottersack versteckt.
Und wenn er dann endlich da ist, dann verspreche ich, nie wieder schlecht über Dottersäcke zu reden. Vielleicht.
