A Raisin In The Sun Play Summary
Eine Zusammenfassung des Theaterstücks "A Raisin in the Sun"
"A Raisin in the Sun", geschrieben von Lorraine Hansberry, ist ein bahnbrechendes Werk der amerikanischen Theatergeschichte. Das Stück, uraufgeführt im Jahr 1959, behandelt die Träume und Konflikte einer schwarzen Familie in Chicago der Nachkriegszeit, die mit Rassismus, Armut und der Suche nach einem besseren Leben konfrontiert ist. Die Geschichte ist tiefgründig und relevant, selbst heutzutage, und bietet einen Einblick in die Kämpfe und Hoffnungen vieler Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten.
Die Handlung
Die Handlung dreht sich um die Familie Younger, die in einer beengten Zweizimmerwohnung im South Side von Chicago lebt. Die Familie besteht aus Lena Younger (die Matriarchin, oft "Mama" genannt), ihrem Sohn Walter Lee Younger, seiner Frau Ruth und ihrer gemeinsamen Sohn Travis. Walters Schwester, Beneatha, eine junge Studentin, wohnt ebenfalls bei ihnen.
Die Familie wartet auf eine Lebensversicherungssumme von 10.000 Dollar, die nach dem Tod von Lenas Ehemann, Walters Vater, ausgezahlt wird. Jeder in der Familie hat seine eigenen Träume und Vorstellungen, wie das Geld verwendet werden soll. Diese unterschiedlichen Vorstellungen führen zu Spannungen und Konflikten innerhalb der Familie.
Lena träumt davon, mit dem Geld ein Haus mit einem Garten in einer besseren Gegend zu kaufen. Sie möchte der Familie ein stabileres und angenehmeres Leben ermöglichen, insbesondere für ihren Enkel Travis. Ein eigenes Haus symbolisiert für sie Sicherheit und die Möglichkeit, ihren Kindern und Enkelkindern eine bessere Zukunft zu bieten. Der Gedanke, in ein eigenes Haus zu ziehen, ist tief in ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit und Würde verwurzelt.
Walter Lee hat grosse Ambitionen. Er träumt davon, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, genauer gesagt einen Spirituosenladen, zusammen mit zwei Partnern. Er glaubt fest daran, dass er durch dieses Geschäft seine Familie aus der Armut befreien und seinen eigenen Wert beweisen kann. Walter fühlt sich in seinem derzeitigen Job als Chauffeur unterdrückt und sucht nach einer Möglichkeit, seine finanzielle Situation zu verbessern und seine Männlichkeit zu behaupten. Sein Traum ist stark von dem Wunsch nach Erfolg und dem Abbau von finanziellen Beschränkungen geprägt.
Ruth, Walters Frau, ist erschöpft von dem täglichen Kampf ums Überleben und der Enge in ihrer Wohnung. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ein besseres Zuhause für ihre Familie und ein stabiles Umfeld für ihren Sohn Travis. Sie unterstützt Lenas Plan, ein Haus zu kaufen, da sie glaubt, dass dies die beste Option für die gesamte Familie ist. Ruth ist zudem schwanger und überlegt, ob sie das Kind abtreiben soll, da die finanzielle Belastung der Familie bereits sehr hoch ist. Ihre grösste Sorge gilt dem Wohl ihrer Familie.
Beneatha, Walters Schwester, ist eine progressive und intellektuelle junge Frau, die Medizin studiert. Sie hat den Wunsch, Ärztin zu werden und in Afrika zu arbeiten. Sie ist auf der Suche nach ihrer Identität und experimentiert mit verschiedenen kulturellen Einflüssen, darunter afrikanische Kleidung und Frisuren. Sie distanziert sich von den konservativen Ansichten ihrer Familie und kritisiert Walter für seine materialistischen Träume. Ihr Traum ist von einem Wunsch nach Selbstverwirklichung und sozialer Gerechtigkeit geprägt.
Die Konflikte
Der grösste Konflikt entsteht, als Lena beschliesst, einen Teil des Geldes für den Kauf eines Hauses in einer überwiegend weissen Nachbarschaft namens Clybourne Park zu verwenden. Diese Entscheidung stösst auf Widerstand von Walter, der das Geld für sein Geschäft verwenden wollte. Er fühlt sich übergangen und glaubt, dass seine Träume ignoriert werden. Der Kauf des Hauses in Clybourne Park löst auch Spannungen innerhalb der Familie aus, da sie sich mit Rassismus und Vorurteilen auseinandersetzen müssen.
Ein weiterer Konflikt entsteht zwischen Beneatha und ihren beiden Verehrern: George Murchison, einem wohlhabenden und assimilierten Afroamerikaner, und Joseph Asagai, einem nigerianischen Studenten. Beneatha fühlt sich von Georges materialistischen Ansichten abgestossen, während sie sich zu Asagais Idealismus und seinem Engagement für Afrika hingezogen fühlt. Diese Beziehungen spiegeln Beneathas Suche nach ihrer Identität und ihrem Platz in der Welt wider.
Die Situation verschärft sich, als Walter heimlich einen Teil des Geldes, das Lena für Beneathas Ausbildung zurückgelegt hat, in sein Geschäft investiert. Sein Geschäftspartner verschwindet jedoch mit dem gesamten Geld, wodurch die Familie in eine tiefe Krise gestürzt wird. Walter fühlt sich schuldig und verzweifelt, da er nicht nur sein eigenes Glück, sondern auch die Zukunft seiner Schwester aufs Spiel gesetzt hat.
Die Lösung und das Ende
Trotz des Verlusts des Geldes beschliesst die Familie, nach Clybourne Park zu ziehen. Ein Vertreter der Nachbarschaft, Mr. Lindner, bietet ihnen Geld an, um sie davon zu überzeugen, nicht in die Nachbarschaft zu ziehen. Walter ist zunächst versucht, das Angebot anzunehmen, um das verlorene Geld zurückzugewinnen. Im letzten Moment jedoch besinnt er sich und lehnt das Angebot ab. Er erkennt, dass Würde und Selbstachtung wichtiger sind als Geld. Seine Entscheidung zeigt, dass er als Mensch gewachsen ist und gelernt hat, die wahren Werte im Leben zu schätzen. Dieser Moment markiert einen Wendepunkt für Walter und die gesamte Familie. Sie entscheiden sich, gemeinsam für ihre Träume und ihre Würde einzustehen.
Das Ende des Stücks zeigt die Familie Younger, wie sie ihre Sachen packen und sich auf den Umzug in ihr neues Zuhause vorbereiten. Obwohl sie vor neuen Herausforderungen stehen, sind sie voller Hoffnung und Entschlossenheit. Sie haben gelernt, zusammenzuhalten und für ihre Träume zu kämpfen, trotz der Widrigkeiten, die ihnen in den Weg gestellt werden.
Themen
"A Raisin in the Sun" behandelt eine Vielzahl von wichtigen Themen, die bis heute relevant sind:
- Der amerikanische Traum: Das Stück untersucht die Frage, ob der amerikanische Traum für alle zugänglich ist, unabhängig von Rasse oder sozialem Status. Die Familie Younger kämpft darum, ihre Träume zu verwirklichen, stösst aber auf Hindernisse aufgrund von Rassismus und Armut.
- Rassismus und Diskriminierung: Das Stück zeigt die alltäglichen Formen von Rassismus und Diskriminierung, mit denen Afroamerikaner in den 1950er Jahren konfrontiert waren. Die Familie Younger wird aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert und muss sich gegen Vorurteile und Ungerechtigkeit wehren.
- Familie und Zusammenhalt: Das Stück betont die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten. Trotz ihrer Konflikte hält die Familie Younger zusammen und unterstützt sich gegenseitig.
- Identität und Selbstachtung: Das Stück untersucht die Frage der Identität und Selbstachtung, insbesondere im Kontext von Rassismus und Diskriminierung. Die Charaktere kämpfen darum, ihre Identität zu definieren und ihre Würde zu bewahren.
- Geld und Materialismus: Das Stück thematisiert die Bedeutung von Geld und Materialismus im Leben. Die Charaktere haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie das Geld verwendet werden soll, was zu Konflikten führt. Das Stück wirft die Frage auf, ob Geld wirklich glücklich macht oder ob es andere Werte im Leben gibt, die wichtiger sind.
Bedeutung und Einfluss
"A Raisin in the Sun" war ein bahnbrechendes Werk, da es eines der ersten Theaterstücke war, das das Leben und die Erfahrungen von Afroamerikanern auf realistische und würdevolle Weise darstellte. Das Stück trug dazu bei, das Bewusstsein für die Probleme und Herausforderungen zu schärfen, mit denen Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten konfrontiert waren, und spielte eine wichtige Rolle in der Bürgerrechtsbewegung. Es gilt als ein Meisterwerk der amerikanischen Literatur und wird bis heute auf der ganzen Welt aufgeführt und studiert.
Das Stück hat auch einen grossen Einfluss auf die afroamerikanische Kultur und Kunst gehabt. Es hat zahlreiche andere Schriftsteller, Künstler und Filmemacher inspiriert und dazu beigetragen, die Vielfalt und Komplexität der afroamerikanischen Erfahrung zu zeigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "A Raisin in the Sun" ein kraftvolles und bewegendes Theaterstück ist, das die Träume, Kämpfe und Hoffnungen einer afroamerikanischen Familie in den 1950er Jahren schildert. Das Stück ist bis heute relevant und bietet einen wichtigen Einblick in die Geschichte und Kultur der Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten. Es ist eine Geschichte über Familie, Identität, Träume und den unermüdlichen Kampf für eine bessere Zukunft.
