A Winner Is A Dreamer Who Never Gives Up übersetzung
Okay, Leute, mal ehrlich: Wir alle kennen diesen Spruch, oder? "A winner is a dreamer who never gives up." Klingt gut, nicht wahr? Motivierend! Inspirierend! Aber... ich habe da so meine Zweifel.
Auf Deutsch heißt das ja so viel wie: "Ein Gewinner ist ein Träumer, der niemals aufgibt." Und da fängt das Problem schon an. Niemals? Niemals? Ist das nicht ein bisschen... viel?
Ich meine, stellt euch vor: Ihr träumt davon, der nächste Johann Wolfgang von Goethe zu werden. Ihr schreibt Gedicht um Gedicht, Kurzgeschichte um Kurzgeschichte. Aber nach zehn Jahren merkt ihr: Irgendwie... ist das nicht so euer Ding. Eure Gedichte reimen sich auf "Liebe" und "Taube", und eure Kurzgeschichten sind so spannend wie eine Steuererklärung. Gebt ihr dann wirklich niemals auf? Oder sagt ihr irgendwann: "Okay, vielleicht werde ich doch lieber Bäcker?"
Ich behaupte ja: Manchmal ist Aufgeben der größte Sieg überhaupt. Unpopuläre Meinung, ich weiß. Aber hört mir zu!
Die Sache mit den Träumen
Träume sind super. Sie geben uns Richtung, Motivation, das Gefühl, dass etwas Großartiges möglich ist. Aber Träume sind auch... flexibel. Sie können sich ändern. Sie *dürfen* sich ändern! Wer sagt denn, dass der Traum, den man mit 16 hatte, auch noch mit 36 der Richtige ist?
Die Realität schlägt zurück
Manchmal merkt man einfach: Der Traum ist unrealistisch. Oder er passt nicht mehr zu dem, was man wirklich will. Oder er macht einen einfach nur unglücklich. Ist es dann wirklich "Gewinnen", wenn man krampfhaft an etwas festhält, das einem schadet?
Ich denke nicht. Ich glaube, ein echter Gewinner ist derjenige, der erkennt, wann es Zeit ist, loszulassen. Der mutig genug ist, seinen Traum zu überdenken. Der sich erlaubt, einen neuen Weg einzuschlagen.
Denn mal ehrlich: Wie viele Leute kennen wir, die an einem Traum festgehalten haben, der sie völlig unglücklich gemacht hat? Die in einem Job geblieben sind, den sie hassen? Die an einer Beziehung festgehalten haben, die schon lange kaputt war? War das wirklich "Gewinnen"?
Ich sage: Nein. Das war Sturheit. Das war Angst. Das war die Angst, sich einzugestehen, dass man vielleicht falsch gelegen hat.
Also, was ist jetzt "Gewinnen"?
Für mich ist Gewinnen nicht, stur an einem Traum festzuhalten, egal wie unrealistisch er ist. Für mich ist Gewinnen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Seine Stärken und Schwächen zu kennen. Und den Mut zu haben, seinen Weg zu gehen, auch wenn er anders ist, als man sich das ursprünglich vorgestellt hat.
Gewinnen ist, glücklich zu sein. Zufrieden zu sein. Und das bedeutet manchmal eben auch, einen Traum aufzugeben.
Nelson Mandela hat mal gesagt: "Ich verliere nie. Entweder ich gewinne, oder ich lerne." Und das ist doch die Wahrheit! Jede Erfahrung, egal ob Erfolg oder Misserfolg, macht uns stärker und weiser. Und das ist doch das, was wirklich zählt.
Die neue Definition vom "Gewinner"
Also, lasst uns den Spruch "A winner is a dreamer who never gives up" ein bisschen überarbeiten. Wie wäre es mit: "Ein Gewinner ist ein Träumer, der mutig genug ist, seinen Traum zu hinterfragen und sich gegebenenfalls einen neuen zu suchen"?
Klingt vielleicht nicht ganz so eingängig, aber dafür ehrlich. Und ehrlich, Leute, ist doch das, was wir wirklich wollen, oder?
Also, träumt weiter, aber seid nicht zu hart zu euch selbst. Und wenn ihr merkt, dass ein Traum nicht mehr zu euch passt, dann lasst ihn los. Es gibt noch so viele andere Träume da draußen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Und vielleicht ist der nächste Traum ja der, der euch wirklich glücklich macht.
In diesem Sinne: Aufgeben ist manchmal der größte Gewinn. Prost!
