Ab Wann Darf Man Ein Feuerzeug Kaufen
Feuerzeuge. Kleine, praktische Dinger. Fast jeder hat mal eins in der Hand gehabt, sei es zum Anzünden einer Geburtstagskerze, einer Räucherkerze im Advent, oder, naja, vielleicht auch mal etwas anderem. Aber ab wann darf man sich diese kleinen Flammenwerfer eigentlich selbst kaufen? Die Antwort ist überraschend unspektakulär: ab 18 Jahren.
Ein bisschen mehr als nur "Klick-Klack"
Klingt erstmal logisch, oder? Alles mit Feuer ist potenziell gefährlich, also ab zur Volljährigkeit damit. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist die Sache gar nicht so einfach. Schließlich gibt es ja auch Streichhölzer. Und die sind, zumindest in den meisten Supermärkten, frei verkäuflich. Heißt das, ein 16-Jähriger darf ein ganzes Päckchen Streichhölzer kaufen, aber kein einziges popeliges Bic Feuerzeug?
Irgendwie absurd, oder? Man stelle sich vor: Der Teenager steht an der Kasse, will sich nach dem Kauf von seiner Energy Drink Sammlung noch ein Feuerzeug gönnen, wird aber abgewiesen. "Tut mir leid, mein junger Freund, aber für diese explosive Wundertechnik sind Sie noch nicht reif genug. Aber hier, nehmen Sie doch ein paar Streichhölzer mit, die sind viel harmloser!" (Ironie off).
Klar, die Begründung hinter dem Gesetz ist der Jugendschutz. Man will verhindern, dass Jugendliche leichtfertig mit Feuer spielen oder gar Unsinn anstellen. Das ist natürlich wichtig und richtig. Aber die Realität sieht oft anders aus. Wer wirklich ein Feuerzeug will, der findet auch einen Weg. Entweder leiht man sich eins von einem älteren Freund, oder, noch einfacher, man fragt einfach einen netten Passanten auf der Straße.
Die Grauzone des Internets
Und dann ist da ja noch das Internet. Online-Shops kennen keine Altersgrenzen, zumindest nicht wirklich. Ein paar Klicks, eine falsche Altersangabe, und schon ist das Feuerzeug auf dem Weg nach Hause. Die Kontrolle ist da deutlich schwieriger als im Supermarkt um die Ecke. Da schaut die Kassiererin einem wenigstens noch in die Augen und kann im Zweifelsfall den Verkauf verweigern.
Früher, als es noch keine Einwegfeuerzeuge gab, war das Ganze übrigens noch viel komplizierter. Da gab es Benzinfeuerzeuge, die regelmäßig nachgefüllt werden mussten. Mit Benzin! Das war dann wirklich schon eine andere Hausnummer. Da brauchte man schon ein gewisses Maß an Verantwortung, um damit umzugehen. Heutzutage ist das Bic Feuerzeug aber eher ein Wegwerfprodukt. Leer? Ab in den Müll und ein neues kaufen.
Manchmal frage ich mich, ob die ganze Aufregung um das Feuerzeug nicht ein bisschen übertrieben ist. Klar, Feuer ist gefährlich, und man sollte es nicht unterschätzen. Aber ist es wirklich so viel gefährlicher, ein Feuerzeug zu haben als ein Messer oder eine Schere? Oder ein Auto? Alles Dinge, die in den falschen Händen großen Schaden anrichten können. Und trotzdem sind sie, unter bestimmten Voraussetzungen, ab einem gewissen Alter erlaubt.
Ich erinnere mich an meine eigene Jugend. Ich war wahrscheinlich 14 oder 15, als ich mein erstes Feuerzeug bekommen habe. Von meinem Opa! Er war ein passionierter Pfeifenraucher und fand es irgendwie witzig, mir ein Feuerzeug zu schenken. Er sagte: "Pass gut drauf auf, Junge, und spiel keinen Blödsinn damit!" Ich habe mich gefühlt wie ein kleiner Erwachsener. Und ich habe tatsächlich keinen Blödsinn damit angestellt. Ich habe es meistens nur benutzt, um meine Kerzen anzuzünden.
Die Verantwortung liegt woanders
Vielleicht ist es ja auch gar nicht so wichtig, ab welchem Alter man ein Feuerzeug kaufen darf. Vielleicht ist es viel wichtiger, wie man mit Feuer umgeht. Wie man Kindern und Jugendlichen den Respekt vor dem Element beibringt. Wie man ihnen zeigt, wie man sicher mit Feuer umgeht. Und wie man ihnen klarmacht, dass Feuer kein Spielzeug ist.
Denn letztendlich ist es doch so: Ein Verbot allein löst keine Probleme. Es verlagert sie nur. Wer wirklich etwas will, der findet auch einen Weg. Und wer verantwortungsbewusst ist, der geht auch mit einem Feuerzeug richtig um, egal wie alt er ist. Vielleicht sollten wir also weniger auf das Alter schauen und mehr auf die Reife des Einzelnen. Und vielleicht sollten wir öfter mal mit unseren Kindern und Jugendlichen über die Gefahren von Feuer sprechen. Anstatt ihnen einfach nur das Feuerzeug zu verbieten. Und Opa’s Weisheit im Ohr behalten: "Pass gut drauf auf, Junge, und spiel keinen Blödsinn damit!"
Und wenn man dann doch mal vor der Kasse steht und das Feuerzeug verweigert wird? Dann nimmt man halt Streichhölzer. Oder fragt einen netten Passanten. Oder bestellt es online. Die Welt ist voller Möglichkeiten. Und das Feuerzeug, das kommt schon irgendwann. Wahrscheinlich dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Und dann zündet man sich eine Kerze an. Oder eine Räucherkerze. Oder, naja, vielleicht auch mal etwas anderes. Aber immer mit Respekt vor dem Feuer.
Und denken Sie daran: Feuer kann gefährlich sein! Gehen Sie immer verantwortungsvoll damit um. Und lassen Sie niemals Kinder unbeaufsichtigt mit Feuer spielen.
