Ab Wieviel Dioptrien Gilt Man Als Behindert
Ab wann, liebe Freunde, sind wir eigentlich richtig blind? Also, nicht nur "Oh, ich brauch' 'ne neue Brille"-blind, sondern "Ich brauch' 'nen Blindenhund und 'nen Stock"-blind. Ab wann gilt man offiziell als behindert?
Dioptrien-Dschungel: Eine kleine Reise
Klar, da gibt’s diese offiziellen Tabellen und Gesetze. Irgendwo zwischen 6 und 8 Dioptrien, vielleicht auch erst bei 10? Ich hab's ehrlich gesagt nie genau nachgelesen. Warum auch? Es kommt ja doch auf's Gleiche raus, oder?
Was ich mich nämlich frage: Zählt nur die Dioptrien-Zahl, oder auch das, was man wirklich sieht? Ich meine, ich kenne Leute mit -7 Dioptrien, die ohne Brille noch den Busfahrplan entziffern können. Und dann gibt’s mich, mit "nur" -4,5, die ohne Sehhilfe denken, die Welt ist ein impressionistisches Gemälde.
Das Dilemma der Definition
Ist es fair, jemanden mit -6, der sich super orientieren kann, als "behinderter" einzustufen, während ich mit weniger Dioptrien schon Probleme beim Überqueren der Straße habe? Das ist doch irgendwie Banane, oder?Und was ist mit all den anderen Faktoren? Hornhautverkrümmung? Astigmatismus? Der Augenarzt hat mir mal was von "Visus" erzählt. Keine Ahnung, was das genau ist, aber es klingt wichtig. Spielt das alles keine Rolle? Nur die schnöde Dioptrien-Zahl?
Meine (zugegebenermaßen unpopuläre) Meinung
Okay, hier kommt's: Ich finde, die Dioptrien-Zahl ist total überbewertet. Es ist wie mit dem IQ. Sagt viel, aber nicht alles.Ich behaupte mal ganz frech: Behindert ist man erst, wenn man sich selbst behindert fühlt. Klingt esoterisch? Vielleicht. Aber ist doch was dran, oder? Wenn du mit -8 Dioptrien dein Leben rockst, jeden Berg besteigst und 'nen Roman schreibst, dann bist du eben nicht behindert. Du hast halt 'ne fette Brille. Na und?
Andersrum: Wenn du mit -2 Dioptrien schon Panikattacken beim Gedanken an den Gang zum Bäcker ohne Brille kriegst, dann bist du, rein subjektiv, "be-hinder-t". Nicht im juristischen Sinne, klar. Aber eben in deiner eigenen Wahrnehmung.
Eine kleine Anekdote: Mein Opa hatte fast 10 Dioptrien und hat bis zum Schluss mit dem Traktor das Feld beackert. Er hat sich nie als behindert gesehen. Er war einfach nur "kurzsichtig". Und verdammt nochmal, er war der beste Traktor-Fahrer weit und breit!
Die Gesellschaft und die Norm
Natürlich spielen auch gesellschaftliche Normen eine Rolle. Wenn die Welt für "Normalsichtige" designt ist, dann sind wir Kurzsichtigen (oder Weitsichtigen, oder Astigmatiker, oder...) eben automatisch benachteiligt. Kleine Schrift, blöde Treppenstufen, verwirrende Wegweiser... Alles Dinge, die uns das Leben schwerer machen.Vielleicht wäre es sinnvoller, die Welt inklusiver zu gestalten, anstatt uns Kurzsichtige in Schubladen zu stecken. Mehr barrierefreie Zugänge, größere Schriften, bessere Beleuchtung… Dann wäre die Dioptrien-Zahl vielleicht auch gar nicht mehr so wichtig.
Was lernen wir daraus?
Also, was ist jetzt die Quintessenz dieser kleinen Tirade? Wahrscheinlich, dass es keine einfache Antwort gibt. Die Definition von "Behinderung" ist komplex und subjektiv. Sie hängt von der Dioptrien-Zahl ab, ja. Aber auch von der individuellen Wahrnehmung, den gesellschaftlichen Gegebenheiten und der persönlichen Einstellung.Und vielleicht, ganz vielleicht, sollten wir aufhören, uns gegenseitig zu etikettieren und einfach versuchen, das Beste aus dem zu machen, was wir haben. Egal ob mit 2 oder 20 Dioptrien. Hauptsache, wir können die Welt mit unseren eigenen Augen sehen – und wenn's mit Brille ist, dann ist das eben so.
Ich persönlich finde ja, Kontaktlinsen sind auch 'ne ganz coole Erfindung. Aber das ist wieder 'ne andere Geschichte…
P.S.: Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und keine Juristin. Das hier ist nur meine bescheidene Meinung. Bitte konsultiert bei ernsthaften Fragen einen Fachmann oder eine Fachfrau. Und nehmt das Ganze mit Humor. 😉
