Abc Modell Nach Ellis
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, ihr werdet von euren eigenen Gedanken in den Wahnsinn getrieben? Kenne ich! Stell dir vor, du bist auf einer Party. Musik, Leute, gute Stimmung. Plötzlich sagt jemand etwas, was dich total triggert. Bam! Sofort schlechte Laune, du fühlst dich angegriffen und willst am liebsten im Boden versinken. Aber warte mal! Bevor du jetzt komplett abdrehst, lass uns einen Blick auf das ABC-Modell nach Albert Ellis werfen. Klingt kompliziert? Keine Sorge, ist es nicht!
Was ist dieses ABC-Ding?
Das ABC-Modell ist super simpel und mega hilfreich, um deine Reaktion auf bestimmte Situationen besser zu verstehen. Stell dir vor, es ist wie eine kleine Gebrauchsanweisung für dein Gehirn, wenn es mal wieder Amok läuft. A, B, C – klingt nach Kindergarten, ist aber genial!
A wie Auslöser (Activating Event)
Das ist der Auslöser, das Ereignis, der "Trigger". Auf unserer Party wäre das die Bemerkung von jemandem, die dich so aus der Bahn geworfen hat. Vielleicht hat jemand gesagt: "Dein Kleid sieht aber...interessant aus." (Autsch!) Das ist A. Aber Achtung: A ist nicht der Grund für deine Reaktion. Merkt euch das gut!
B wie Bewertung (Belief)
Hier kommt der Clou! B steht für deine Bewertung des Auslösers. Was denkst du über diese Bemerkung? Interpretierst du sie als fiesen Angriff auf deinen Geschmack? Glaubst du, die Person will dich lächerlich machen? Oder denkst du vielleicht: "Naja, vielleicht ist mein Kleid wirklich nicht jedermanns Sache, aber ich fühle mich wohl darin!" Das ist dein B! Und hier liegt der Knackpunkt!
Hier kommt der Ellis-Zauber ins Spiel. Er sagte quasi: "Hey, warte mal! Die Situation selbst ist nicht das Problem. Das Problem ist, was DU darüber denkst!" Stell dir vor, zwei Leute hören die gleiche Bemerkung über ihr Kleid. Der eine kocht innerlich, der andere zuckt mit den Schultern. Warum? Weil ihre Bewertungen unterschiedlich sind! Der eine denkt: "Oh Gott, alle hassen mein Kleid!", der andere denkt: "Ach, was soll's, ist halt nicht sein Geschmack."
C wie Konsequenz (Consequence)
C ist die Konsequenz. Das sind deine Gefühle und dein Verhalten als Reaktion auf deine Bewertung. Wenn du denkst: "Alle hassen mein Kleid!", fühlst du dich schlecht, schämst dich vielleicht und willst am liebsten nach Hause rennen. Wenn du aber denkst: "Ach, was soll's!", fühlst du dich weiterhin gut und tanzt fröhlich weiter. Die Konsequenz ist also direkt von deiner Bewertung abhängig!
Ein kleines Beispiel gefällig?
A: Dein Chef kritisiert deine Arbeit.
B (Bewertung 1): "Ich bin ein Versager! Ich kann einfach nichts richtig machen!"
C (Konsequenz 1): Du fühlst dich deprimiert, bist demotiviert und hast Angst vor der nächsten Aufgabe.
B (Bewertung 2): "Okay, das ist konstruktive Kritik. Ich kann daraus lernen und mich verbessern."
C (Konsequenz 2): Du fühlst dich motiviert, deine Fehler zu beheben und deine Arbeit zu verbessern.
Wie hilft mir das jetzt konkret?
Das ABC-Modell hilft dir, den Automatismus zu durchbrechen. Wenn du dich das nächste Mal schlecht fühlst, frag dich: Was ist passiert (A)? Was habe ich darüber gedacht (B)? Und was ist die Folge (C)? Meistens ist es unsere Bewertung, die uns das Leben schwer macht.
Indem du deine Bewertungen hinterfragst und versuchst, sie realistischer und positiver zu gestalten, kannst du deine Gefühle und dein Verhalten positiv beeinflussen. Anstatt zu denken: "Ich bin ein Versager!", könntest du dir sagen: "Ich habe einen Fehler gemacht, aber das ist okay. Ich kann daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen."
Klingt einfach, oder? Ist es auch! Mit ein bisschen Übung kannst du zum Meister deiner eigenen Gedanken werden und deine negativen Reaktionen in den Griff bekommen. Stell dir vor, du bist der Regisseur deines eigenen Films und bestimmst, wie die Geschichte weitergeht! Und wer will schon einen Film, in dem der Hauptdarsteller ständig deprimiert ist? Richtig, niemand! Also, los geht's! Hinterfrage deine Gedanken, ändere deine Bewertungen und lebe ein glücklicheres Leben!
Vergiss nicht, das ABC-Modell ist ein Werkzeug. Wie jedes Werkzeug braucht es Übung, bis man es richtig beherrscht. Aber es lohnt sich! Denn mit dem ABC-Modell kannst du lernen, deine eigenen Gedanken zu zähmen und ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Also, ran an die Buchstaben und viel Spaß beim Entdecken deiner eigenen Denkweise!
