Abcs Airway Breathing Circulation
Okay, Leute, mal ehrlich: Haben wir uns nicht alle schon mal gefragt, ob diese ABC-Regel wirklich so heilig ist? Ich meine, Airway, Breathing, Circulation – die heilige Dreifaltigkeit der Ersten Hilfe. Klingt ja alles super logisch, aber ist es wirklich immer die Reihenfolge, die rockt?
Airway: Der Freiraum-Fetisch
Airway first! Ja, ja, wir wissen es. Atemwege frei machen. Logisch, oder? Wer keine Luft bekommt, hat ein Problem. Aber mal Hand aufs Herz: Habt ihr schon mal jemanden gesehen, der bewusstlos war und dessen Atemwege *wirklich* das Hauptproblem waren? Oft ist es doch eher so ein allgemeines "Ist der überhaupt noch da?"-Gefühl, oder?
Ich behaupte mal, der "Airway"-Teil ist oft so eine Art Beruhigungspille für den Ersthelfer. "Okay, ich hab die Atemwege gecheckt, jetzt bin ich ein Held!" Versteht mich nicht falsch, es ist wichtig. Aber manchmal... manchmal scheint es, als würden wir uns zu sehr darauf versteifen.
Mein Unpopular Opinion:
Manchmal ist ein beherzter Rüttler am Arm und ein lautes "HALLO?!" effektiver als das perfekte Anheben des Kinns.
Breathing: Die Sache mit dem Atmen
Breathing! Der nächste Schritt. Funktioniert die Lunge? Atmet die Person überhaupt? Hier wird's dann schon etwas spannender. Weil, ganz ehrlich, *kein* Atmen ist ein ziemlich eindeutiges Zeichen, dass irgendwas nicht stimmt. Aber was, wenn die Person atmet, aber komisch? Flach? Röchelnd?
Da fängt die Verwirrung doch erst richtig an. "Soll ich jetzt beatmen? Oder nicht? Aber wie viel? Und wie oft? Und hab ich überhaupt die richtige Technik drauf?" Plötzlich wird aus der einfachen ABC-Regel ein riesiges Fragezeichen.
Ich sag's ja nur: Der Übergang von "atmet irgendwie" zu "braucht sofort professionelle Hilfe" ist oft fließender, als uns die Lehrbücher weismachen wollen.
Circulation: Der Blutkreislauf-Kandidat
Und dann kommt Circulation! Der Blutkreislauf. Puls fühlen. Aber wo? Am Hals? Am Handgelenk? Und wie lange muss ich fühlen, um sicher zu sein, dass da auch wirklich was ist?
Ganz ehrlich: Ich hab schon bei lebendigen Leuten den Puls nicht gefunden. Und ich wette, das ist nicht nur mir passiert. Manchmal ist es einfach stressig, die Umgebung ist laut, die Person ist vielleicht bleich und schwitzig... Da kann man sich schon mal vertun.
Und was, wenn die Person blutet wie ein Schwein? Soll ich dann wirklich erst den Puls suchen? Oder vielleicht doch lieber versuchen, die Blutung zu stoppen? Nur so eine Idee...
Ein kleines Geständnis:
Ich hab's ehrlich gesagt lieber, wenn jemand laut jammert. Dann weiß ich wenigstens, dass der Kreislauf irgendwie noch funktioniert.
Das große ABC-Fazit (oder auch nicht)
Ich will die ABC-Regel nicht schlechtreden. Sie ist ein guter Ausgangspunkt. Eine Art Gedächtnisstütze, die uns in Paniksituationen helfen kann. Aber sie ist eben auch nur das: Ein Ausgangspunkt.
Die Realität ist oft komplizierter. Menschen sind keine Roboter, die man nach einem Algorithmus reparieren kann. Manchmal muss man eben improvisieren. Manchmal muss man seinem Bauchgefühl vertrauen. Und manchmal muss man einfach nur nicht in Panik geraten.
Also, das nächste Mal, wenn ihr jemanden in einer Notsituation seht, denkt an ABC. Aber denkt auch daran, dass es okay ist, ein bisschen flexibel zu sein. Und dass es okay ist, zuzugeben, wenn man nicht weiterweiß. Denn ehrlich gesagt, das Wichtigste ist doch, dass man überhaupt etwas tut, oder?
Und vielleicht, nur vielleicht, sollte man die Reihenfolge ab und zu mal überdenken. Vielleicht ist CAB, also Circulation, dann Airway und erst am Schluss Breathing, doch die bessere Idee – gerade wenn jemand stark blutet. Aber psst! Das ist nur meine Meinung.
