Absoluter Und Komparativer Kostenvorteil
Okay, Leute, lasst uns mal über etwas sprechen, das klingt wie ein Zungenbrecher: Absoluter und Komparativer Kostenvorteil. Klingt nach BWL-Folter, ich weiß. Aber ich verspreche euch, es ist nicht so schlimm, wie es klingt. Und vielleicht, nur vielleicht, habe ich eine etwas... sagen wir mal... unkonventionelle Meinung dazu.
Stellt euch vor, ihr habt zwei Nachbarn: Bernd und Brunhilde. Bernd kann den besten Apfelkuchen der Welt backen. Und Brunhilde? Die kann Rasen mähen wie eine Weltmeisterin.
Sagen wir mal, Bernd braucht für einen Apfelkuchen 3 Stunden. Brunhilde bräuchte 5 Stunden. Und fürs Rasenmähen braucht Bernd 2 Stunden, Brunhilde nur 1 Stunde. Wer hat den absoluten Kostenvorteil beim Apfelkuchenbacken? Klar, Bernd! Er ist einfach schneller. Und wer beim Rasenmähen? Brunhilde, ganz klar!
Soweit, so gut. Klingt logisch, oder? Aber jetzt kommt der Clou. Der komparative Kostenvorteil. Der ist ein bisschen tricky. Hier geht's darum, wer *relativ* besser ist. Wer verzichtet auf weniger, wenn er sich auf eine Sache konzentriert.
Ich behaupte: Der komparative Kostenvorteil ist das komplizierteste Konzept, das jemals erfunden wurde, um faule Leute zu rechtfertigen. Und das ist meine unpopular opinion! Hört mir zu!
Nehmen wir an, Bernd ist ein Mega-Unternehmer. Jeder Stunde seiner Zeit ist Gold wert, sagen wir 100 €. Brunhilde ist eher so die chillige Künstlerin. Ihre Zeit ist „nur“ 20 € wert.
Bernd, der Apfelkuchen-Gott, könnte in den 3 Stunden, die er für einen Kuchen braucht, 300 € verdienen. Brunhilde könnte in 5 Stunden 100 € verdienen. Bernd ist zwar der bessere Bäcker, aber seine Zeit ist viel wertvoller!
Beim Rasenmähen: Bernd würde in 2 Stunden 200 € verdienen. Brunhilde in einer Stunde 20 €.
Jetzt kommt der komparative Kostenvorteil ins Spiel. Die Theorie sagt: Bernd sollte Brunhilde bezahlen, damit sie seinen Rasen mäht! Warum? Weil Bernd dann Apfelkuchen backen und mehr Geld verdienen kann. Brunhilde kann ihr Rasenmäh-Talent nutzen und auch etwas verdienen. Win-Win, sagt die Theorie!
Und jetzt kommt meine unpopular opinion: Ich finde, diese ganze Rechnerei ist überbewertet! Manchmal will Bernd einfach selbst seinen Rasen mähen! Vielleicht findet er es entspannend! Vielleicht ist es seine Art, sich vom Apfelkuchen-Imperium zu erholen! Vielleicht hasst er Brunhildes Rasenmäh-Technik!
Und ganz ehrlich, manchmal ist es doch viel schöner, etwas selbst zu machen, auch wenn man nicht der Beste darin ist. Man lernt was, man bewegt sich, man fühlt sich nützlich.
Okay, okay, ich gebe zu, im großen Maßstab, in der Wirtschaft, macht der komparative Kostenvorteil Sinn. Länder spezialisieren sich auf das, was sie am besten können, handeln miteinander, alle sind glücklich (theoretisch). Aber im Kleinen? Im persönlichen Bereich? Lasst uns doch einfach das machen, worauf wir Lust haben!
Die Moral von der Geschicht‘
Konzentriert euch nicht so sehr darauf, was ihr am *effizientesten* macht, sondern darauf, was euch *glücklich* macht! Wenn Bernd lieber seinen Rasen selbst mäht, soll er das tun! Wenn Brunhilde lieber Apfelkuchen backt, obwohl sie langsamer ist, dann soll sie das tun!
Ein kleines Gedankenspiel
Und was, wenn Brunhilde gar keinen Bock auf Rasenmähen hat, aber Bernd ihr einfach ein gutes Angebot macht, das sie nicht ablehnen kann? Dann ist der komparative Kostenvorteil doch wieder im Spiel, oder? Oder ist es einfach nur gute Verhandlungstaktik?
Merke: Der komparative Kostenvorteil ist wie ein guter Witz. Manchmal lustig, manchmal kompliziert, und manchmal will man ihn einfach nicht verstehen.
Also, liebe Freunde, lasst uns das Leben genießen, Apfelkuchen backen (oder kaufen, wenn wir faul sind), Rasen mähen (oder mähen lassen, wenn wir reich sind), und uns nicht zu sehr von irgendwelchen Wirtschaftstheorien stressen lassen!
Und wer weiß, vielleicht werde ich ja noch vom Wirtschafts-Nobelpreiskomitee für meine unorthodoxe Sichtweise nominiert! (Okay, wahrscheinlich nicht. Aber träumen darf man ja wohl.)
