Abtei Im Eichwald Bildanalyse
Okay, Leute, seid ehrlich. Wer von euch hat beim Stichwort Abtei im Eichwald Bildanalyse NICHT innerlich geseufzt? Ich bekenne mich schuldig. Ich auch. Es klingt nach trockenem Brot mit Kunststaub. Aber lasst uns mal kurz drüber reden.
Diese eine Abtei...
Da steht sie also, die Abtei im Eichwald. Irgendwo im Nirgendwo. Oder irgendwo in Deutschland. Wer weiß das schon so genau? Jedenfalls steht sie da und strahlt... oder auch nicht. Ich finde ja, sie wirkt eher, als hätte sie ihre besten Tage hinter sich. Sorry, Abtei, aber ist so.
Das Licht. Immer dieses Licht.
Und dann ist da dieses Licht. Experten schwärmen davon. "Oh, das Spiel von Licht und Schatten!" "Die subtile Dramatik!" Ich sag's euch, ich sehe vor allem: ein Gebäude im Gegenlicht. Nichts für ungut, liebe Kunsthistoriker, aber ich brauche keine Analyse, um das festzustellen. Ich brauche einfach nur meine Augen.
Ganz ehrlich, ist es nicht manchmal so, dass wir uns viel zu sehr auf das konzentrieren, *was* wir über ein Bild sagen sollen, anstatt einfach nur zu *fühlen*, was es mit uns macht? Ich meine, wenn ein Bild mich langweilt, dann langweilt es mich halt. Da kann mir auch die ausgefeilteste Bildanalyse nichts dran ändern. Ist das jetzt Ketzerei?
Die Farben. Ein Farbrausch?
Und die Farben? Erdtöne, sag ich mal. Viele Erdtöne. Braun, beige, ein bisschen Grau. Ab und zu ein Grünton vom Wald. Ein Farbrausch ist das jetzt nicht gerade. Aber vielleicht soll es das ja auch gar nicht sein. Vielleicht soll es uns ja gerade die Bescheidenheit und Einfachheit des Klosterlebens vor Augen führen. Oder vielleicht hat der Maler einfach nur keine anderen Farben gehabt. Wer weiß?
Ich habe mal gelesen, jemand hat gesagt, Kunst ist dazu da, Gefühle auszulösen. Bei der Abtei im Eichwald löst das bei mir vor allem Hunger aus. Irgendwie erinnert mich das Braun an Schokolade. Aber das ist vielleicht auch nur meine persönliche Macke.
Die Perspektive. Ein Meisterwerk?
Die Perspektive... Ja, die Perspektive ist da. Sagen wir mal so: Sie ist da. Sie ist nicht umwerfend. Sie ist nicht revolutionär. Sie ist einfach da. Aber vielleicht ist das ja gerade die Kunst. Die Kunst, etwas Alltägliches so darzustellen, dass es... nun ja, alltäglich aussieht.
Vielleicht ist es ja auch so, dass ich einfach nicht qualifiziert genug bin, die ganze Genialität hinter der Abtei im Eichwald zu erkennen. Vielleicht fehlt mir das nötige Wissen. Vielleicht bin ich einfach zu sehr ein Banause. Aber wisst ihr was? Das ist okay. Nicht jedes Bild muss mich vom Hocker hauen. Nicht jede Bildanalyse muss mich begeistern.
Was sehen wir wirklich?
Viel interessanter finde ich ja die Frage, was wir *wirklich* sehen, wenn wir so eine Bildanalyse lesen. Sehen wir wirklich das Bild? Oder sehen wir nur das, was uns die Experten sagen, dass wir sehen sollen? Sind wir überhaupt noch in der Lage, ein Bild unvoreingenommen zu betrachten, ohne gleich an Komposition, Lichtführung und Symbolik zu denken?
Vielleicht sollten wir uns alle mal eine Auszeit von den ganzen Bildanalysen gönnen und einfach nur Bilder auf uns wirken lassen. Ohne den Anspruch, sie zu verstehen. Ohne den Zwang, sie gut finden zu müssen. Einfach nur schauen und fühlen. Das wäre doch mal was, oder?
Und wenn die Abtei im Eichwald mich weiterhin an Schokolade erinnert, dann ist das eben so. Dann ist das meine ganz persönliche, höchst unqualifizierte und wahrscheinlich völlig falsche Interpretation. Aber hey, immerhin ist es *meine* Interpretation. Und das ist doch auch schon mal was, oder?
Ein abschließender Gedanke (oder auch zwei)
Also, liebe Freunde der Kunst und solche, die es vielleicht noch werden wollen: Lasst euch nicht von all den Analysen und Interpretationen einschüchtern. Kunst ist subjektiv. Was dem einen gefällt, findet der andere öde. Und das ist völlig in Ordnung.
Und falls ihr das nächste Mal vor der Abtei im Eichwald steht (oder vor einer Reproduktion davon, je nachdem) und euch denkt: "Meh...", dann ist das auch okay. Dann habt ihr eure Meinung. Und das ist das Wichtigste.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss dringend Schokolade essen. Äh, ich meine, mich weiter mit Kunst beschäftigen. Ja, genau, mit Kunst...
