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Ach Liebste Lass Uns Eilen Gedicht


Ach Liebste Lass Uns Eilen Gedicht

Hallo, liebe Reisefreunde! Ich möchte euch heute mitnehmen auf eine ganz besondere Reise – eine Reise nicht nur durch geografische Landschaften, sondern auch durch die Tiefen der Poesie und der Musik. Es geht um das Gedicht „Ach Liebste, lass uns eilen“ von Martin Opitz, ein Werk, das mich persönlich schon seit meiner Jugend begleitet und das, wie ich finde, perfekt zu vielen Stimmungen passt, die man auf Reisen erlebt.

Vielleicht fragt ihr euch: Ein Gedicht? Was hat das mit Reisen zu tun? Nun, für mich sind Reisen mehr als nur das Abhaken von Sehenswürdigkeiten auf einer Liste. Es geht darum, in eine neue Kultur einzutauchen, neue Perspektiven zu gewinnen und sich selbst besser kennenzulernen. Und manchmal finde ich genau das in Kunst und Literatur.

„Ach Liebste, lass uns eilen“ ist ein Barockgedicht, das um 1624 entstanden ist. Ich weiß, Barock klingt erstmal nach verstaubten Perücken und steifen Kleidern, aber lasst euch davon nicht abschrecken! Opitz war ein Meister der Sprache, und sein Gedicht ist überraschend modern und relevant, gerade weil es ein so universelles Thema behandelt: die Vergänglichkeit der Zeit und die Aufforderung, das Leben voll auszukosten.

Meine erste Begegnung mit dem Gedicht

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung mit dem Gedicht. Es war in der Oberstufe, im Deutschunterricht, und ehrlich gesagt, war ich anfangs wenig begeistert. Barock, Metrum, Alexandriner – alles wirkte so kompliziert und weit weg von meiner Lebensrealität. Aber dann begann unsere Lehrerin, das Gedicht zu interpretieren, und plötzlich öffnete sich eine ganz neue Welt. Wir sprachen über Carpe Diem, über die Bedeutung des Augenblicks und darüber, wie wichtig es ist, die Zeit zu nutzen, bevor sie unwiederbringlich vergangen ist.

Dieser Gedanke hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Gerade auf Reisen wird einem die Begrenztheit der Zeit besonders bewusst. Man hat nur eine bestimmte Anzahl von Tagen, um ein neues Land zu erkunden, neue Menschen kennenzulernen und unvergessliche Erfahrungen zu sammeln. Und dann, viel zu schnell, ist die Reise vorbei und man kehrt zurück in den Alltag.

Der Inhalt des Gedichts – eine kleine Interpretation

Aber genug von meinen persönlichen Erfahrungen. Schauen wir uns das Gedicht einmal genauer an:

Ach Liebste, lass uns eilen! Wir haben Zeit: Es schadet keiner Weilen. Geschwind! Geschwind! Die Wollust abzubrechen, Eh’ denn der Tag zur Nacht wird abgebrochen. Der süsse Mund, die Rosenfarbne Wangen, Die Herzen, so vor Liebe brennen, hangen, An einem Faden, der leicht reissen kann. Und wo wir itzund sind, da kommt man bald nicht an. Drum lasst uns jetzt die güldne Zeit gebrauchen, Eh’ denn die weisse Farb ausbleicht den Brauchen, Der Wangen und der Lippen. Lasst uns küssen, Eh’ denn die Stunden unsers Lebens fliessen. Die Zeit vergeht, die Schönheit wird entstellt, Die Jugend flieht, die Tugend wird gefällt. Was itzund blüht und greiflich vor uns steht, Das wird alsbald zu nichte ganz vergeht. Drum lasst uns Liebchen lieben, weil wir können, Denn wenn wir einmal sterben müssen rennen Von dannen hin, so gibt es keine Stunde, Noch Tag, noch Jahr, noch Zeit noch Stund der Kunde.

Ich weiß, das ist nicht gerade leichte Kost, aber lasst mich euch helfen, den Inhalt zu verstehen. Das Gedicht ist im Grunde eine Liebeserklärung, aber sie ist eng verbunden mit dem Gedanken der Vergänglichkeit. Der Sprecher fordert seine Geliebte auf, die gemeinsame Zeit voll auszukosten, denn die Schönheit und die Jugend sind vergänglich, und der Tod kommt unweigerlich.

Besonders eindrücklich finde ich die Zeilen:

„Der süsse Mund, die Rosenfarbne Wangen, / Die Herzen, so vor Liebe brennen, hangen, / An einem Faden, der leicht reissen kann.“

Diese Zeilen verdeutlichen auf dramatische Weise, wie zerbrechlich das Leben und die Liebe sind. Sie erinnern uns daran, dass wir jeden Moment schätzen und nutzen sollten, solange wir die Möglichkeit dazu haben.

Die Wiederholung des Imperativs "Lass(t) uns" verstärkt den dringenden Appell des Sprechers. Es ist ein Aufruf zur Aktivität, zum Handeln, bevor es zu spät ist. Die Metaphern von "güldner Zeit" und "weissem Farb" unterstreichen die Wertigkeit der Jugend und Schönheit, die es zu geniessen gilt, bevor sie verblassen.

„Ach Liebste, lass uns eilen“ als Reisebegleiter

Wie passt das nun alles zum Reisen? Nun, ich finde, das Gedicht erinnert uns daran, dass auch unsere Reisen begrenzt sind. Wir sollten jeden Tag nutzen, um neue Erfahrungen zu sammeln, neue Kulturen kennenzulernen und die Schönheit der Welt zu bestaunen. Wir sollten uns nicht von der Angst vor dem Unbekannten oder der Sorge um den Alltag davon abhalten lassen, unsere Träume zu verwirklichen.

Ich habe das Gedicht oft im Gepäck, wenn ich unterwegs bin. Manchmal lese ich es abends im Hotelzimmer, manchmal während einer langen Zugfahrt. Es ist wie ein kleiner Anker der Besinnung, der mich daran erinnert, warum ich reise und was ich mir von meinen Reisen erhoffe.

Ich erinnere mich an eine Reise nach Italien. Ich stand vor dem Kolosseum in Rom, überwältigt von der Geschichte und der Schönheit dieses Ortes. Plötzlich schoss mir eine Zeile aus dem Gedicht in den Kopf: "Was itzund blüht und greiflich vor uns steht, / Das wird alsbald zu nichte ganz vergeht." In diesem Moment wurde mir klar, wie vergänglich auch die beeindruckendsten Bauwerke der Welt sind. Und ich beschloss, jeden Moment meines Besuchs in Rom voll auszukosten, so lange ich die Möglichkeit dazu hatte.

Mein Tipp für euch: Nehmt euch Zeit für die kleinen Dinge

Mein Tipp für euch ist also: Nehmt euch auf euren Reisen nicht nur Zeit für die großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch für die kleinen Dinge. Beobachtet das Treiben auf einem lokalen Markt, unterhaltet euch mit Einheimischen, probiert neue Gerichte, lasst euch einfach treiben und genießt den Moment. Denn genau diese kleinen Momente sind es, die eine Reise unvergesslich machen.

Und vielleicht, nur vielleicht, nehmt ihr ja auch ein Gedicht mit auf eure nächste Reise. Es muss ja nicht unbedingt „Ach Liebste, lass uns eilen“ sein. Wichtig ist, dass es ein Gedicht ist, das euch etwas bedeutet und das euch inspiriert.

Ich hoffe, meine kleine Reiseerzählung hat euch gefallen. Ich wünsche euch allen wunderbare Reisen und viele unvergessliche Momente! Und denkt daran: Das Leben ist kurz, also lasst uns eilen!

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