Active To Passive Sentence
Ich habe eine kleine, vielleicht etwas unpopuläre Meinung zu einem Thema, das uns alle betrifft: Aktiv und Passiv im Satzbau. Ja, genau, dieses Grammatik-Ding, das uns in der Schule so gequält hat. Aber keine Angst, ich verspreche, es wird lustig!
Also, mal ehrlich, wer von uns benutzt im Alltag aktiv das Passiv? Außer vielleicht in irgendwelchen Behördenbriefen, wo "Ihr Antrag wurde bearbeitet" klingt, als ob ein Roboter ihn zwischen zwei Kaffeepausen durchgewunken hätte.
Ich finde ja, das Aktiv ist viel ehrlicher. "Ich habe den Kuchen gegessen" ist doch viel direkter als "Der Kuchen wurde von mir gegessen." Klingt irgendwie nach Ausrede, oder? So, als ob man sich nicht traut, die Verantwortung zu übernehmen. "Äh, ja, der Kuchen... der ist plötzlich weg..."
Und das ist ja auch das Problem mit dem Passiv: Es schiebt die Verantwortung gerne ab. "Fehler wurden gemacht" ist so ein Klassiker. Wer hat die Fehler gemacht? Keine Ahnung! Irgendwer halt. So anonym wie möglich. Super, oder?
Die Passiv-Polizei schlägt zurück!
Okay, okay, ich höre schon die Grammatik-Puristen aufschreien. "Aber das Passiv hat doch seine Berechtigung! In wissenschaftlichen Texten! Wenn der Handelnde unwichtig ist!" Ja, ja, schon gut. Ich will ja nicht sagen, dass das Passiv komplett nutzlos ist. Aber im Alltag?
Ich behaupte mal, 90 Prozent der Passivsätze, die wir hören, könnten wir locker durch aktive ersetzen und die Welt wäre ein bisschen klarer und ehrlicher. Und vielleicht auch lustiger.
Ein kleines Gedankenexperiment:
Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant und der Kellner sagt: "Die Suppe wurde Ihnen serviert." Klingt komisch, oder? Viel besser ist doch: "Hier ist Ihre Suppe!" Zack, direkt, freundlich.
Oder im Büro: "Das Projekt wurde von uns erfolgreich abgeschlossen." klingt doch viel selbstbewusster, wenn man sagt: "Wir haben das Projekt erfolgreich abgeschlossen!"
"Das Passiv: Die Kunst, Verantwortung zu vermeiden, ohne zu lügen."
Vielleicht ist das mein unpopulärer Standpunkt: Ich finde, wir sollten alle ein bisschen mehr aktiv sprechen und schreiben. Einfach, weil es direkter ist, ehrlicher und meistens auch kürzer.
Klar, es gibt Ausnahmen. Wenn man nicht weiß, wer etwas getan hat, oder wenn der Handelnde wirklich keine Rolle spielt, dann kann man das Passiv schon mal benutzen. Aber bitte, mit Bedacht!
Mein Appell an die Welt:
Lasst uns das Passiv ein bisschen weniger benutzen. Lasst uns die Dinge beim Namen nennen. Lasst uns die Verantwortung übernehmen für das, was wir tun. Und lasst uns vor allem ehrlicher zueinander sein.
Ich weiß, es ist nur ein kleiner Schritt. Aber vielleicht, nur vielleicht, können wir damit die Welt ein bisschen besser machen. Oder zumindest lustiger.
Ach ja, und falls jemand fragt: Ja, ich habe diesen Artikel geschrieben. Ganz aktiv. Und ich stehe dazu!
Also, was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch andere Passiv-Skeptiker?
Bonus-Material für Aktiv-Fans:
Eine kleine Übung für Zuhause: Versucht mal, einen Tag lang alle Passivsätze, die ihr hört oder lest, in aktive umzuwandeln. Ihr werdet überrascht sein, wie oft das möglich ist. Und wie viel klarer die Botschaften plötzlich werden.
Viel Spaß dabei!
