Aktiv Und Passiv übungen Mit Lösungen
Hallo liebe Reisefreunde! Wisst ihr, was mir oft beim Sprachenlernen geholfen hat, besonders wenn ich mich auf meine Reisen vorbereitet habe? Grammatik! Ja, ich weiß, das klingt erstmal nicht so aufregend wie die Planung der nächsten Wanderung durch die Toskana oder das Aussuchen des besten Gelatos in Rom. Aber glaubt mir, ein gutes Grammatikfundament macht eure Reise viel entspannter. Ihr könnt euch besser verständigen, Missverständnisse vermeiden und die Kultur viel intensiver erleben. Und was ist ein besonders wichtiges Thema in der deutschen Grammatik? Richtig, Aktiv und Passiv! Keine Sorge, ich werde euch nicht mit trockener Theorie langweilen. Stattdessen nehme ich euch mit auf eine kleine Übungsreise durch Aktiv- und Passivsätze, natürlich mit Lösungen, damit ihr direkt euer Wissen testen könnt.
Warum Aktiv und Passiv wichtig sind
Bevor wir loslegen, kurz zur Erklärung: Aktiv und Passiv sind zwei verschiedene Arten, einen Satz zu bilden. Im Aktivsatz steht der Handelnde, also das Subjekt, im Vordergrund. Er führt die Handlung aus. Im Passivsatz hingegen steht die Handlung selbst oder das Objekt der Handlung im Vordergrund. Das Subjekt wird behandelt oder beeinflusst. Warum ist das wichtig für Reisende? Nun, stellt euch vor, ihr wollt in einem Restaurant in Berlin ein Schnitzel bestellen. Im Aktivsatz sagt ihr: "Ich bestelle ein Schnitzel." Im Passivsatz könnte es heißen: "Ein Schnitzel wird bestellt." Beide Sätze sind korrekt, aber sie betonen unterschiedliche Aspekte. Der Aktivsatz betont euren Wunsch, während der Passivsatz eher die Handlung des Bestellens betont. Im Alltag werdet ihr wahrscheinlich eher Aktivsätze verwenden, aber Passivsätze sind wichtig, um Texte zu verstehen, zum Beispiel in Museen oder auf Hinweisschildern. Außerdem werdet ihr feststellen, dass Passiv oft verwendet wird, um etwas unpersönlicher oder formeller auszudrücken. Denk nur an eine Durchsage am Flughafen: "Ihr Gepäck wird abgefertigt" – das klingt anders als "Wir fertigen Ihr Gepäck ab".
Aktiv- und Passiv-Übungen für unterwegs (mit Lösungen!)
Okay, genug geredet, lasst uns üben! Ich habe ein paar Übungen für euch zusammengestellt, die ihr perfekt auf eurer nächsten Zugfahrt oder im Flugzeug bearbeiten könnt. Schnappt euch einen Stift und ein Blatt Papier (oder tippt die Antworten in euer Smartphone) und los geht's!
Übung 1: Aktiv in Passiv umwandeln
Verwandelt die folgenden Aktivsätze in Passivsätze. Achtet dabei auf die korrekte Zeitform. Denkt daran, das Hilfsverb "werden" ist euer bester Freund im Passiv!
- Der Koch bereitet das Essen zu.
- Die Touristen besichtigen das Schloss.
- Die Firma baut ein neues Hotel.
- Der Künstler malt ein wunderschönes Bild.
- Die Kinder essen den Kuchen.
Lösungen:
- Das Essen wird vom Koch zubereitet.
- Das Schloss wird von den Touristen besichtigt.
- Ein neues Hotel wird von der Firma gebaut.
- Ein wunderschönes Bild wird vom Künstler gemalt.
- Der Kuchen wird von den Kindern gegessen.
Übung 2: Passiv in Aktiv umwandeln
Jetzt machen wir das Ganze umgekehrt! Verwandelt die folgenden Passivsätze in Aktivsätze.
- Das Brot wird vom Bäcker gebacken.
- Die Tür wurde vom Wind geöffnet.
- Der Brief war von Maria geschrieben worden.
- Das Auto wird von dem Mechaniker repariert.
- Das Problem war von ihm gelöst worden.
Lösungen:
- Der Bäcker backt das Brot.
- Der Wind öffnete die Tür.
- Maria hatte den Brief geschrieben.
- Der Mechaniker repariert das Auto.
- Er hatte das Problem gelöst.
Übung 3: Aktiv oder Passiv – Entscheide!
Entscheide, ob der folgende Satz im Aktiv oder Passiv steht. Wenn er im Aktiv steht, wandle ihn ins Passiv um. Wenn er im Passiv steht, wandle ihn ins Aktiv um.
- Die Kellnerin serviert den Wein.
- Das Museum wurde von vielen Besuchern besucht.
- Der Hund bellt den Briefträger an.
- Das Fenster war von einem Stein zerbrochen worden.
- Die Sonne scheint.
Lösungen:
- Aktiv. Der Wein wird von der Kellnerin serviert.
- Passiv. Viele Besucher besuchten das Museum.
- Aktiv. Der Briefträger wird von dem Hund angebellt.
- Passiv. Ein Stein hatte das Fenster zerbrochen.
- Aktiv. Hier ist keine Umwandlung möglich, da kein Objekt vorhanden ist. Es handelt sich um einen Zustand.
Übung 4: "Es wird..." - Das unpersönliche Passiv
Eine besondere Form des Passivs ist das unpersönliche Passiv mit "es wird...". Es wird oft verwendet, um allgemeine Aussagen zu treffen. Ergänze die folgenden Sätze mit dem passenden Verb im unpersönlichen Passiv.
(arbeiten, getanzt, gelacht, gesungen, geredet)
- Hier ________ bis spät in die Nacht.
- Auf der Party ________ viel.
- In dem Film ________ und ________.
- Über den Witz ________ laut.
- In Deutschland ________ Deutsch.
Lösungen:
- Hier wird gearbeitet bis spät in die Nacht.
- Auf der Party wurde viel getanzt.
- In dem Film wird gesungen und geredet.
- Über den Witz wurde laut gelacht.
- In Deutschland wird Deutsch geredet.
Tipps für das Lernen von Aktiv und Passiv
So, wie hat es geklappt? Keine Sorge, wenn nicht alles auf Anhieb perfekt war. Grammatik ist wie ein Muskel – je mehr man ihn trainiert, desto stärker wird er! Hier noch ein paar Tipps, die mir beim Lernen von Aktiv und Passiv geholfen haben:
- Lesen! Lesen! Lesen! Achtet beim Lesen von deutschen Texten (Zeitungen, Bücher, Blogs, etc.) auf die Verwendung von Aktiv- und Passivsätzen. Versucht, die Sätze zu analysieren und zu verstehen, warum der Autor die eine oder andere Form gewählt hat.
- Schreiben! Schreiben! Schreiben! Versucht, eigene Texte zu schreiben und bewusst Aktiv- und Passivsätze einzubauen.
- Sprechen! Sprechen! Sprechen! Achtet im Gespräch mit Muttersprachlern darauf, wie sie Aktiv und Passiv verwenden. Scheut euch nicht, Fragen zu stellen!
- Online-Ressourcen nutzen! Es gibt unzählige Webseiten und Apps, die Übungen und Erklärungen zu Aktiv und Passiv anbieten. Nutzt diese Angebote!
- Habt Geduld! Das Lernen einer Sprache braucht Zeit und Übung. Lasst euch nicht entmutigen, wenn es mal nicht so gut läuft. Bleibt dran und ihr werdet Fortschritte machen!
Ich hoffe, diese kleine Übungsreise durch die Welt von Aktiv und Passiv hat euch Spaß gemacht und geholfen, euer Deutsch zu verbessern. Denkt daran, Grammatik ist kein Hindernis, sondern eine Brücke, die euch zu neuen Kulturen und Erfahrungen führt. Also, packt eure Koffer, übt fleißig und genießt eure nächste Reise! Bis zum nächsten Mal!
P.S.: Vergesst nicht, mir von euren Reiseerlebnissen zu erzählen! Ich bin immer auf der Suche nach neuen Inspirationen!
