Alles Fühlt Sich Unecht An
Kennt ihr das? Alles fühlt sich manchmal… komisch an. So ein bisschen wie in einem schlecht synchronisierten Film. Die Lippen bewegen sich, aber irgendwie passt der Ton nicht ganz dazu. Ja, ich rede davon: Alles fühlt sich unecht an!
Und ich weiß, das klingt jetzt super philosophisch, fast schon nach dem nächsten großen Denker à la Nietzsche. Aber hey, wir sind doch ehrlich: Hat nicht jeder von uns schon mal diesen Moment gehabt? Du stehst im Supermarkt, guckst dir die endlosen Reihen von Cornflakes an und denkst: „Ist das wirklich mein Leben? Cornflakes? Ernsthaft?“
Die Sache mit dem Lächeln
Besonders schlimm ist es mit dem Lächeln. Ihr wisst, das freundliche Lächeln, das man Leuten schenkt, die man eigentlich gar nicht kennt oder mag. Das Lächeln, das so perfekt ist, dass es fast schon… verdächtig ist. Als hätte man es irgendwo im Internet bestellt und einfach nur aufgesetzt. Ich persönlich glaube ja, dass die meisten Lächeln in Wahrheit von Robotern geklaut wurden. Die sind einfach viel besser darin, authentisch unauthentisch zu wirken.
Das Büro-Phänomen
Und das Büro! Ach, das Büro… Eine Goldgrube für unechte Momente. Die Smalltalks am Kaffeeautomaten. Die vorgefertigten E-Mails. Die Lobeshymnen auf Projekte, die eigentlich nur halbgar sind. Manchmal fühlt es sich an, als würde man ein Drehbuch für eine Sitcom schreiben, nur ohne Lacher im Hintergrund. (Schade eigentlich!)
Ich behaupte ja: Jeder, der jemals in einem Büro gearbeitet hat, hat mindestens einmal überlegt, einfach aufzustehen, aus dem Fenster zu springen (natürlich im übertragenen Sinne!) und zu rufen: „Ich bin doch kein Schauspieler hier!“
Shakespeare hätte seine wahre Freude an dieser Inszenierung des Alltags gehabt. Ein ganzes Theaterstück voller falscher Bärte und aufgesetzter Fröhlichkeit!
Social Media: Der Meister der Illusion
Und dann gibt es ja noch Social Media. Oh Gott, Social Media. Das Paradies der Unechtheit. Filter, Bearbeitungen, perfekte Posen… Da fragt man sich doch manchmal, ob die Leute überhaupt noch wissen, wie sie im echten Leben aussehen. Ich meine, wer sieht schon jeden Tag aus wie ein Model in einer Hochglanzzeitschrift? Außer vielleicht Heidi Klum, aber die ist ja auch irgendwie… eine Ausnahmeerscheinung.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass wir alle einen Fake-Account bräuchten, auf dem wir einfach mal ehrlich sein können. Wo wir uns nicht für unsere Pickel schämen müssen und auch mal ein Foto vom Mittagessen posten können, das nicht von einem Sternekoch zubereitet wurde. Einfach mal die Realität zeigen! Wäre das nicht befreiend?
„Sei du selbst! Alle anderen gibt es schon.“Dieses Zitat von Oscar Wilde klingt in Zeiten von Instagram fast schon wie eine krasse Provokation.
Die Suche nach dem Echten
Aber was tun, wenn alles unecht erscheint? Die Antwort ist einfach: Das Echte suchen! Sucht nach Momenten, die sich nicht wie ein Drehbuch anfühlen. Umgebt euch mit Menschen, die euch so akzeptieren, wie ihr seid. Macht Dinge, die euch wirklich Spaß machen. Auch wenn sie vielleicht nicht perfekt sind oder auf Instagram gut aussehen. Hauptsache, sie fühlen sich echt an!
Und wenn euch das alles zu anstrengend ist: Cornflakes sind auch okay. Solange sie euch schmecken. Vielleicht ist es ja gerade die kleine, unspektakuläre Realität, die am Ende des Tages am ehrlichsten ist. Und wer weiß, vielleicht ist das alles hier auch nur ein riesiger Traum. Aber hey, selbst Träume können manchmal ganz schön echt wirken.
Also, lasst uns das Unechte feiern! Oder zumindest darüber lachen. Denn am Ende des Tages ist es doch egal, ob alles echt ist oder nicht. Hauptsache, wir haben Spaß dabei. Und ein paar gute Cornflakes im Schrank.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss schnell ein Foto von meinem Mittagessen machen. Aber keine Sorge, ich werde es vorher nicht bearbeiten. Versprochen! (Naja, vielleicht ein bisschen.)
