American Dream Cartoon Analysis
Okay, hört mal zu. Ich hab da so 'ne Theorie. Eine, die vielleicht ein paar Federn aufscheucht. Es geht um Cartoons. Ja, genau, diese bunten, albernen Dinger, die wir als Kinder geliebt haben. Aber eben auch um den amerikanischen Traum.
Ich behaupte: Viele Cartoons sind voll mit versteckten Botschaften über diesen Traum. Und manchmal, ganz ehrlich, sind sie ziemlich zynisch.
Die fleißigen Bienchen und der Kapitalismus
Denkt mal an all die Zeichentrickfiguren, die sich abrackern. Donald Duck zum Beispiel. Der arme Kerl versucht ständig, schnell reich zu werden. Aber es geht immer schief! Ist das nicht eine subtile Kritik am Streben nach Reichtum?
Oder Wile E. Coyote. Er investiert Unsummen in Produkte von ACME. Alles, um den Road Runner zu fangen. Er arbeitet hart, ist kreativ. Aber am Ende? Staub. Nur Staub. Ist das der amerikanische Traum in einer Nussschale? Harte Arbeit, null Erfolg?
Wer hart arbeitet, wird (vielleicht) belohnt?
Dann gibt's die Figuren, die es "schaffen". Dagobert Duck. Er ist der reichste Mann in Entenhausen. Aber... ist er wirklich glücklich? Er badet in Geld, ja. Aber er ist auch geizig und misstrauisch. Zeigt uns das, dass der amerikanische Traum vielleicht gar nicht so erstrebenswert ist, wie er scheint?
Und was ist mit Fred Feuerstein? Er hat einen Job, eine Familie, ein Haus. Klingt gut, oder? Aber er ist auch ständig gestresst, verschuldet und unzufrieden. Ist das die Realität des "erfolgreichen" amerikanischen Lebens?
Die Sache mit dem Versprechen
Der amerikanische Traum verspricht ja, dass jeder es schaffen kann. Egal woher man kommt. Aber guckt euch die Cartoons an! Oft sind die "Erfolgreichen" schon irgendwie privilegiert. Oder sie haben einfach nur Glück. Ist das die Message? Dass harte Arbeit allein nicht reicht? Dass man auch Vitamin B braucht?
Ich will ja nicht alles schlechtreden. Es gibt auch Cartoons, die Mut machen und zeigen, dass man seine Ziele erreichen kann. Aber oft ist da eben dieser Unterton von Skepsis. Diese subtile Kritik an der Idee, dass jeder alles erreichen kann, wenn er sich nur genug anstrengt.
Ist das alles nur Einbildung?
Vielleicht spinne ich auch einfach nur rum. Vielleicht sehe ich Gespenster, wo keine sind. Aber ich finde, es lohnt sich, mal genauer hinzuschauen. Hinter die bunten Bilder, die albernen Gags. Vielleicht steckt da mehr drin, als wir denken.
Denkt mal drüber nach. Das nächste Mal, wenn ihr einen Cartoon schaut. Fragt euch: Was will mir dieser Cartoon eigentlich sagen? Über Arbeit, Erfolg, Glück, und diesen verdammten amerikanischen Traum?
Und wenn ihr dann zu dem Schluss kommt, dass ich total daneben liege? Auch gut. Aber vielleicht... nur vielleicht... habt ihr dann auch ein bisschen was zum Schmunzeln.
PS: Vielleicht sollte ich meine Theorie mal Matt Groening vorstellen. Der muss das doch eigentlich wissen!
