Analyse Non Fictional Text
Mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal ein Sachbuch gekauft, voller guter Vorsätze, nur um nach Seite fünf festzustellen, dass es interessanter wäre, dem Staub beim Fallen zuzusehen?
Ich gebe zu: Ich! Und dann kommt der Punkt, an dem man sich fragt: "Muss ich das wirklich analysieren?"
Die Anatomie der Langeweile (oder: "Analyse!")
Okay, "Analyse" klingt gruselig. Wie eine Matheprüfung in Unterwäsche. Aber was, wenn ich Ihnen sage, dass es gar nicht so schlimm ist? Stell dir vor, du bist ein Superdetektiv, der ein Rätsel löst. Nur dass das Rätsel ein Text über – *räusper* – die Vorzüge von nachhaltiger Landwirtschaft ist.
Ja, ich weiß. Gähn.
Heldentat oder Hirntod?
Hier meine (zugegeben, leicht ketzerische) Meinung: Nicht jede Analyse ist eine Heldentat. Manchmal ist sie eher ein Kampf ums Überleben. Es gibt Texte, die sind so trocken, dass man spontan eine Wüstenwanderung vorzieht. Aber selbst in diesen Fällen kann man etwas finden.
Zum Beispiel: Wie verzweifelt muss der Autor gewesen sein, um DAS Thema so kompliziert zu erklären? Das ist doch schon fast Comedy, oder?
Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen (aka "Informationen")
Was suchen wir überhaupt bei der Analyse? Nun, im Grunde wollen wir herausfinden, was der Autor uns eigentlich sagen will. Und (noch wichtiger): Warum?
Ist es reine Information? Will er uns bekehren? Oder will er uns nur beeindrucken, wie schlau er ist?
Spoiler Alarm: Oft ist es eine Mischung aus allem.
Manchmal stolpert man über Gold. Eine wirklich interessante Information, ein neuer Blickwinkel. Und manchmal findet man nur… mehr Heu.
Unbeliebte Meinung: Struktur ist überbewertet.
Ich weiß, ich weiß. Jeder sagt: "Achte auf die Struktur! Einführung, Hauptteil, Schluss!" Aber ganz ehrlich: Wenn der Text so langweilig ist, dass ich die Struktur nur noch als Folterinstrument wahrnehme, dann ignoriere ich sie einfach.
Lieber picke ich mir die Rosinen raus und bastle mir meine eigene Struktur. Hauptsache, ich bleibe wach!
Der Ton macht die Musik (oder: "Ist der Autor ein Idiot?")
Der Tonfall des Autors ist super wichtig. Ist er arrogant? Freundlich? Wissenschaftlich distanziert? Oder klingt er, als hätte er gerade einen Marathon mit einem Staubsauger hinter sich?
Manchmal verrät der Tonfall mehr über den Autor als der Inhalt selbst. Und manchmal… nun, manchmal bestätigt er nur meine schlimmsten Vorurteile.
Beispiel: Wenn ein Autor ständig Fremdwörter benutzt, nur um zu zeigen, wie gebildet er ist, dann ist das ein Alarmsignal. Vielleicht hat er gar nicht so viel zu sagen, sondern versucht nur, uns zu blenden.
Aber hey, vielleicht irre ich mich ja auch. Vielleicht ist er ja wirklich nur super gebildet. Oder er hat einen Thesaurus gefunden und ist gerade total begeistert.
Und was bringt das Ganze? (Oder: "Warum tue ich mir das an?")
Okay, wir haben analysiert, dekonstruiert und vielleicht sogar ein bisschen gelästert. Aber was haben wir davon?
Im besten Fall haben wir etwas gelernt. Im schlimmsten Fall haben wir gelernt, welche Bücher wir in Zukunft NICHT kaufen werden.
Aber selbst das ist ja schon mal was, oder?
Und mal ehrlich, manchmal ist die Analyse selbst unterhaltsamer als der eigentliche Text. Wie ein schlechter Film, den man mit Freunden schaut und sich dann darüber lustig macht.
Also, beim nächsten Mal, wenn Sie vor einem Sachbuch sitzen, das Sie analysieren müssen, denken Sie daran: Es ist nicht nur Arbeit. Es ist auch eine Chance, Ihren inneren Detektiv (und Comedian) herauszulassen.
Viel Spaß!
