Analyzing A Speech Sample
Okay, stell dir vor, du bist ein Superdetektiv, aber anstatt Fingerabdrücke zu suchen, untersuchst du... Sprache! Klingt verrückt? Vielleicht. Aber auch total spaßig!
Was suchen wir denn da überhaupt?
Na, alles! Denk an einen leckeren Kuchen. Wir wollen die Zutaten, das Rezept und wie der Bäcker (also der Sprecher) alles zusammengemixt hat, analysieren. Ist es ein saftiger Schokoladenkuchen oder eher ein trockener Zwieback?
Die Zutaten: Die einzelnen Wörter
Jedes Wort ist wie eine kleine Zutat. Benutzt der Sprecher viele lange, komplizierte Wörter? Dann klingt's vielleicht total wissenschaftlich und beeindruckend, aber vielleicht auch ein bisschen... aufgesetzt. Oder sind es eher kurze, knackige Wörter? Das wirkt dann direkter und vielleicht sogar ein bisschen frecher. Stell dir vor, jemand sagt ständig "Inangriffnahme der Problematik" anstatt "Wir packen's an!" Na, merkste den Unterschied?
Das Rezept: Die Satzstruktur
Wie sind die Wörter angeordnet? Macht der Sprecher lange, verschachtelte Sätze, bei denen man am Ende schon vergessen hat, wie sie angefangen haben? Oder kurze, prägnante Sätze, die wie kleine Hammerschläge wirken? Manchmal sind lange Sätze wie ein verworrener Wollknäuel, und kurze Sätze sind wie... nun ja, kurze Sätze! Einfach, klar, direkt. Denk an den Unterschied zwischen "Obwohl die Umstände außerordentlich widrig und die vorherrschende Stimmung eher pessimistisch war, gelang es dem Team dennoch, ein bemerkenswertes Ergebnis zu erzielen" und "Trotzdem haben wir's geschafft!"
Der Bäcker: Der Stil
Und dann ist da noch der Stil! Ist der Sprecher witzig? Ernst? Ironisch? Benutzt er viele Metaphern? Oder eher nüchterne Fakten? Der Stil ist wie die persönliche Note des Bäckers. Ist es ein leidenschaftlicher Bäcker, der mit Herz und Seele dabei ist, oder ein akribischer Bäcker, der alles genau abwiegt und vermisst? Manche Leute reden wie aus einem Guss, andere stolpern über jedes zweite Wort. Das ist alles Teil des Stils! Stell dir vor, jemand versucht, witzig zu sein, aber es kommt einfach nicht an. Autsch!
Ab in die Praxis!
Okay, genug Theorie! Nehmen wir mal ein Beispiel:
"Meine werte Damen und Herren, es ist mir eine Ehre, Ihnen heute mitteilen zu dürfen, dass... blablabla... Die fundamentale Neuausrichtung unserer strategischen Ausrichtung..."
Okay, Alarmglocken! "Werte Damen und Herren"? "Fundamentale Neuausrichtung"? Das klingt nach Politiker-Sprech aus dem Lehrbuch. Wahrscheinlich will uns jemand etwas verkaufen oder uns irgendetwas schönreden.
Und jetzt das Gegenteil:
"Leute, hört mal zu! Wir haben ein Problem. Und wir müssen das Ding jetzt rocken!"
Direkt, ehrlich, ein bisschen frech. Hier spricht jemand, der anscheinend keine Zeit für Firlefanz hat.
Der Trick mit den Füllwörtern
Achte auf Füllwörter! "Ähm", "sozusagen", "quasi". Die verraten oft, dass jemand unsicher ist oder gerade erst überlegt, was er sagen will. Klar, jeder benutzt mal ein Füllwort. Aber wenn jemand *ständig* "äh" sagt, dann wird's irgendwann anstrengend. Stell dir vor, du hörst ein Lied, in dem alle zwei Sekunden "Ähm" gesungen wird. Würdest du das bis zum Ende durchhalten?
Sei ein Sprach-Ninja!
Das alles klingt kompliziert, aber im Grunde ist es ganz einfach: Hör genau zu! Frag dich: Wie redet derjenige? Warum redet er so? Und was will er eigentlich von mir?
Wenn du das drauf hast, bist du ein echter Sprach-Ninja! Und wer weiß, vielleicht rettest du damit sogar die Welt... oder zumindest verhinderst, dass du von irgendeinem windigen Verkäufer über den Tisch gezogen wirst!
Kleiner Hinweis zum Schluss
Natürlich ist das Ganze nicht immer schwarz und weiß. Es gibt Graubereiche, Nuancen und natürlich Ausnahmen. Aber das macht das Spiel ja so spannend, oder?
