Anschreiben Bewerbung Schülerpraktikum
Okay, lasst uns ehrlich sein. Das Anschreiben für ein Schülerpraktikum. Puh. Allein der Gedanke... Wer hat sich das eigentlich ausgedacht?
Ich meine, wir sind Schüler. Wir atmen, wir essen, wir überleben Mathe. Ist das nicht schon Leistung genug?
Also, da sitzt man. Vor einem leeren Bildschirm. Der Cursor blinkt höhnisch. Und man soll jetzt erzählen, warum man UNBEDINGT ausgerechnet BEI DIESER Firma Staub wischen möchte?
Das Mysterium der Motivation
"Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen..." Wirklich? Oder hast du einfach nur gegoogelt: "Irgendwas mit Praktikum in meiner Nähe"?
Und dieses "Ich bin hochmotiviert..." Ja, klar. Motiviert, endlich mal nicht für 'ne Klausur lernen zu müssen. Motiviert, vielleicht 'nen coolen Kaffeeautomaten zu entdecken.
Die Sache mit den Stärken
Dann kommt der Teil, wo man seine Stärken aufzählen soll. Teamfähigkeit? Ähm, ja. Wir haben in der Gruppenarbeit gelernt, wie man am besten das Handy zückt, während die anderen alles machen. Ist das eine Stärke?
Und Pünktlichkeit? Wenn der Bus pünktlich ist, bin ich es auch. Gilt das?
Kreativität? Okay, da könnte man vielleicht was basteln. Aber ob die Firma wirklich von meiner Origami-Kunst profitiert?
Ich bin der Meinung, die meisten Anschreiben für Schülerpraktika sind doch eh gleich. Irgendwer hat mal 'ne Vorlage erstellt, und seitdem kopiert die jeder ab.
Der Klassiker: "Ich bin lernbereit." Natürlich bin ich das! Wer nicht lernt, fliegt raus. Ist ja logisch.
Die Kunst der Übertreibung
Und dann diese Übertreibungen! "Ich bin ein echter Teamplayer und kommuniziere gerne." Heißt das nicht einfach nur, ich quatsche gerne mit meinen Freunden?
Oder: "Ich bin belastbar." Ja, ich kann bis spät in die Nacht zocken. Zählt das als Belastbarkeit?
Unbeliebte Wahrheit
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Eigentlich sollte man im Anschreiben einfach ehrlich sein. So ungefähr:
"Hallo! Ich bin [Dein Name] und brauche ein Praktikum, weil die Schule das sagt. Ich bin ganz okay im Sachen lernen, und ich versuche, nicht zu viel Chaos zu verursachen. Außerdem mag ich Pizza. Vielleicht gibt's ja welche."
Okay, vielleicht nicht ganz SO ehrlich. Aber ein bisschen mehr Realismus wäre doch toll, oder?
Ich meine, die Firmen wissen doch auch, dass wir keine Top-Manager sind. Wir sind Schüler! Wir wollen reinschnuppern, lernen und vielleicht ein bisschen Spaß haben.
Vielleicht sollte man das Anschreiben einfach durch ein kurzes Video ersetzen. Einfach kurz erzählen, wer man ist und was man cool findet. Wäre das nicht viel persönlicher?
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Trotz allem: Wir geben natürlich unser Bestes. Wir schreiben brav unsere Anschreiben. Wir versuchen, intelligent und motiviert zu klingen.
Denn tief im Inneren hoffen wir ja doch, dass uns jemand eine Chance gibt. Eine Chance, zu zeigen, dass wir mehr können als nur Schulbücher wälzen.
Eine Chance, zu beweisen, dass wir vielleicht doch ein kleines bisschen motiviert sind. Zumindest genug, um den Kaffeeautomaten zu bedienen.
Also, auf geht's! Stürzen wir uns in die Welt der Anschreiben für Schülerpraktika. Mit einem Augenzwinkern und der Hoffnung, dass die Person, die es liest, auch Humor hat.
Und wer weiß? Vielleicht entdeckt man ja tatsächlich seinen Traumjob. Oder zumindest den coolsten Kaffeeautomaten der Stadt.
