Antonius Stradivarius Cremonensis Faciebat Anno 1713 Preis
Willkommen in Cremona, der Heimat des Geigenbaus! Wenn Sie sich für Musik, Geschichte oder einfach nur für außergewöhnliche Handwerkskunst interessieren, dann sind Sie hier genau richtig. Ein Name, der untrennbar mit Cremona verbunden ist, ist Antonio Stradivari. Und besonders das Jahr 1713 hat eine besondere Bedeutung, denn es markiert eine Periode, in der Stradivari einige seiner berühmtesten Instrumente schuf. Doch was steckt hinter dem lateinischen Satz "Antonius Stradivarius Cremonensis Faciebat Anno 1713" und was bedeutet "Preis" in diesem Kontext? Tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Stradivari-Geigen!
Antonius Stradivarius Cremonensis Faciebat Anno 1713: Was bedeutet das?
Dieser lateinische Satz ist weit mehr als nur eine Signatur. Er ist ein Qualitätsversprechen und ein Stück Geschichte. Lass uns die einzelnen Teile aufschlüsseln:
- Antonius Stradivarius: Dies ist der latinisierte Name von Antonio Stradivari, dem legendären Geigenbauer.
- Cremonensis: Dies bedeutet "aus Cremona", was darauf hinweist, dass die Geige in Cremona, Italien, hergestellt wurde. Cremona war und ist bis heute das Zentrum des Geigenbaus.
- Faciebat: Dies bedeutet "hat gemacht" oder "fertigte an".
- Anno 1713: Dies bedeutet "im Jahr 1713".
Zusammengefasst bedeutet der Satz also: "Antonio Stradivari aus Cremona hat (diese Geige) im Jahr 1713 gefertigt." Dieser Satz, oft in lateinischer Sprache, findet sich auf dem Etikett im Inneren der Geige und dient als Authentizitätsmerkmal. Es ist wie eine Art "Made in Italy" für die Welt der Streichinstrumente.
Das Jahr 1713 ist besonders interessant, denn es fällt in Stradivaris sogenannte "Goldene Periode". In dieser Zeit, etwa von 1700 bis 1720, schuf Stradivari seine Meisterwerke, die bis heute von Musikern und Sammlern auf der ganzen Welt hoch geschätzt werden.
Die "Preis"-Frage: Was kostet eine Stradivari?
Nun kommen wir zum spannenden Teil: dem "Preis". Eine Stradivari-Geige ist nicht einfach nur ein Musikinstrument; sie ist ein Kunstwerk, ein Sammlerstück und ein wertvolles Anlageobjekt. Der Wert einer Stradivari-Geige ist astronomisch hoch und unterliegt ständigen Schwankungen, beeinflusst von verschiedenen Faktoren.
Faktoren, die den Preis beeinflussen:
Mehrere Faktoren spielen eine Rolle bei der Bestimmung des Wertes einer Stradivari:
- Zustand: Der Zustand der Geige ist entscheidend. Je besser der Zustand, desto höher der Preis. Beschädigungen, Reparaturen oder fehlende Originalteile können den Wert erheblich mindern.
- Authentizität: Die Echtheit der Geige muss zweifelsfrei nachgewiesen werden. Hier kommen Expertengutachten ins Spiel. Sie bestätigen, ob es sich tatsächlich um eine echte Stradivari handelt.
- Provenienz: Die Provenienz, also die Herkunftsgeschichte der Geige, spielt eine wichtige Rolle. Wenn die Geige nachweislich im Besitz berühmter Musiker oder Sammler war, kann dies den Wert steigern. Eine lückenlose Dokumentation ist hier unerlässlich.
- Klangqualität: Der Klang ist natürlich ein zentraler Faktor. Stradivari-Geigen sind berühmt für ihren außergewöhnlichen Klang, ihre Projektion und ihre Klangfarbe. Eine Geige mit einem besonders herausragenden Klang erzielt in der Regel einen höheren Preis.
- Seltenheit: Einige Stradivari-Geigen sind seltener als andere, was ihren Wert steigert. Die Anzahl der in einem bestimmten Jahr hergestellten Geigen und ihre spezifischen Merkmale beeinflussen die Seltenheit.
Konkrete Zahlen: Eine Preisspanne
Es ist schwierig, einen genauen Preis für eine Stradivari-Geige des Jahres 1713 anzugeben, da jede Geige einzigartig ist. Allerdings kann man sagen, dass eine authentische und gut erhaltene Stradivari aus dieser Zeit heutzutage Millionen von Euro wert ist. Bei Auktionen haben Stradivaris schon Preise von 10 Millionen Euro und mehr erzielt. Die teuerste je verkaufte Stradivari, die "Messiah" von 1716, befindet sich im Ashmolean Museum in Oxford und ist unverkäuflich. Sie dient als Referenzinstrument für andere Stradivaris.
Wo kann man mehr über Stradivaris erfahren?
Wenn Sie sich für Stradivaris interessieren und in Cremona sind, sollten Sie unbedingt folgende Orte besuchen:
- Museo del Violino: Das Geigenmuseum in Cremona ist ein Muss für jeden Geigenliebhaber. Hier können Sie mehr über die Geschichte des Geigenbaus erfahren, Instrumente von Stradivari und anderen berühmten Geigenbauern bewundern und sogar Konzerte genießen.
- Stradivari-Haus: Besuchen Sie das Haus, in dem Stradivari lebte und arbeitete. Obwohl es nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, ist es ein bedeutender historischer Ort.
- Werkstätten der Geigenbauer: Cremona ist auch heute noch ein Zentrum des Geigenbaus. Besuchen Sie die Werkstätten der Geigenbauer und beobachten Sie, wie diese Meister ihr Handwerk ausüben.
Ein Besuch in Cremona: Mehr als nur Stradivari
Cremona ist mehr als nur Stradivari. Die Stadt bietet eine reiche Geschichte, beeindruckende Architektur und eine lebendige Kulturszene.
Sehenswürdigkeiten in Cremona:
- Piazza del Comune: Der zentrale Platz von Cremona ist ein architektonisches Juwel mit dem Torrazzo (dem Glockenturm des Doms), dem Dom und dem Baptisterium.
- Torrazzo: Besteigen Sie den Torrazzo, den höchsten Glockenturm Italiens, und genießen Sie einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft.
- Dom von Cremona: Der Dom ist ein beeindruckendes Beispiel romanischer Architektur mit gotischen und Renaissance-Elementen.
- Battistero: Das Baptisterium ist ein achteckiges Gebäude aus dem 12. Jahrhundert mit einer romanischen Fassade.
Kulinarische Genüsse in Cremona:
Die Region um Cremona ist bekannt für ihre kulinarischen Spezialitäten. Probieren Sie unbedingt:
- Torrone: Cremona ist berühmt für Torrone, eine Art Mandelgebäck.
- Mostarda di frutta: Mostarda ist eine Art kandierte Frucht, die in Senföl eingelegt ist.
- Salame Cremona: Die Region ist bekannt für ihren hochwertigen Salame.
- Risotto alla milanese: Obwohl Mailand näher liegt, ist Risotto alla milanese auch in Cremona sehr beliebt.
Tipps für Ihren Besuch in Cremona:
Um Ihren Aufenthalt in Cremona optimal zu gestalten, hier noch ein paar Tipps:
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind die besten Jahreszeiten für einen Besuch in Cremona, da das Wetter angenehm ist und die Touristenströme geringer sind.
- Anreise: Cremona ist gut mit dem Zug und dem Auto erreichbar. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Mailand und Bergamo.
- Unterkünfte: In Cremona gibt es eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen.
- Sprache: Die offizielle Sprache ist Italienisch. Englisch wird in den touristischen Gebieten verstanden.
- Währung: Die Währung ist der Euro (€).
Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen einen Einblick in die faszinierende Welt der Stradivari-Geigen und die wunderschöne Stadt Cremona gegeben. Ein Besuch in Cremona ist eine unvergessliche Erfahrung für alle, die sich für Musik, Geschichte und Kultur interessieren. Vergessen Sie nicht, die köstlichen kulinarischen Spezialitäten zu probieren und die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Buon viaggio!
