Apokalypse Z Dunkle Tage Roman Manel Loureiro
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben diese Bücherregal-Leiche im Keller. Ihr wisst schon, das Buch, das uns jemand empfohlen hat, von dem alle schwärmen, das wir angefangen, aber nie beendet haben. Bei mir war das lange Zeit ein bestimmter Zombieroman. Ein spanischer, um genau zu sein. Ihr ahnt es schon...
Apokalypse Z: Dunkle Tage und ich – Eine komplizierte Beziehung
Ja, ich spreche von Apokalypse Z: Dunkle Tage von Manel Loureiro. Ein Bestseller, ein gefeierter Zombieroman aus Spanien. Klingt doch super, oder? Zombies, Spanien, literarischer Anspruch! Was kann da schon schiefgehen?
Nun, ich will nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Aber es ist... sagen wir mal... anstrengend. Ich meine, der Protagonist ist Anwalt. Ein Anwalt im Zombie-Apokalypse-Setting! Normalerweise würde ich sagen: "Brillant! Eine frische Perspektive!" Aber irgendwie hat es bei mir nicht so richtig "Klick" gemacht.
Die Sache mit dem Anwalt
Vielleicht liegt es daran, dass ich Anwälte grundsätzlich etwas... suspekt finde? Nein, Spaß! (Fast.) Aber ernsthaft, ich habe mich oft gefragt: Braucht es wirklich einen Anwalt, um Zombies zu bekämpfen? Hätte da nicht ein Ex-Soldat, ein Überlebenskünstler oder einfach nur ein verdammt zäher Typ besser gepasst? Das ist vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber ich stehe dazu: Ich hätte mir einen anderen Protagonisten gewünscht.
Spanische Zombies – anders, aber nicht unbedingt besser?
Ich muss zugeben, die spanische Atmosphäre des Romans hat mir gefallen. Die Beschreibung der verlassenen Straßen, die Angst, die Hitze – das war alles sehr lebendig. Aber die Zombies selbst? Ich weiß nicht...waren die irgendwie...intellektueller? Oder lag es nur an der Übersetzung? Ich hatte manchmal das Gefühl, die Untoten führten tiefgründigere Gespräche als ich an einem durchschnittlichen Montag.
Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu sehr an die stumpfen, hirnfressenden Zombies aus Hollywood gewöhnt. Wer weiß.
Das ewige Versprechen: Ich lese es irgendwann fertig!
Ich habe das Buch natürlich nicht komplett aufgegeben. Es liegt immer noch auf meinem Nachttisch, blickt mich vorwurfsvoll an, wenn ich mal wieder lieber Netflix schaue. Und ich verspreche ihm (und Manel Loureiro!): Eines Tages werde ich es zu Ende lesen. Vielleicht. Wenn die Zombie-Apokalypse tatsächlich ausbricht, habe ich ja dann zumindest schon mal eine literarische Vorbereitung!
Was ich aber sagen kann: Manel Loureiro kann schreiben. Es ist nur so, dass die Geschichte irgendwie nicht meinen Nerv getroffen hat. Vielleicht erwarte ich von Zombieromanen einfach nur hirnloses Gemetzel und wenig Tiefgang. Schande über mich!
Eine unpopuläre Meinung oder ein stiller Protest?
Vielleicht bin ich mit meiner Meinung ja ganz allein. Vielleicht sind alle anderen Leser von Apokalypse Z: Dunkle Tage total begeistert und finden meinen Geschmack einfach nur unterirdisch. Aber hey, das ist das Schöne an Büchern: Jeder erlebt sie anders. Und manchmal ist es eben auch okay, ein Buch nicht zu mögen, selbst wenn es von allen anderen gefeiert wird.
Also, wer von euch hat das Buch auch angefangen, aber nie beendet? Schreibt es in die Kommentare! Vielleicht gründen wir einen Selbsthilfeverein für gescheiterte "Apokalypse Z"-Leser. Oder wir gucken einfach gemeinsam einen Zombie-Film und lachen über die Klischees. Das wäre doch auch was.
Und Manel Loureiro: Bitte nicht böse sein! Ich gebe zu, ich habe wahrscheinlich einfach nicht verstanden, was du uns mit deinem Anwalt-gegen-Zombies-Meisterwerk sagen wolltest. Aber ich bin offen für eine zweite Chance. Vielleicht mit einem anderen deiner Bücher. Vielleicht. Hauptsache, keine Anwälte mehr, okay?
Abschließend: Lest Bücher! Lest, was euch gefällt! Und scheut euch nicht, eine unpopuläre Meinung zu haben. Das macht das Leben doch erst spannend, oder?
