Arbeitszeugnis Schlussformel Note 1
Stell dir vor, du verlässt deinen Job. Nicht im Bösen, nein, du hast was Besseres gefunden. Oder du gehst in Elternzeit. Oder du wanderst aus, um Alpakas in Peru zu züchten. Völlig egal. Was jetzt kommt, ist in Deutschland Pflicht: ein Arbeitszeugnis. Und das Ding, liebe Leute, ist eine Wissenschaft für sich.
Es gibt da so Formulierungen, die klingen harmlos, sind aber eigentlich vernichtend. Da steht dann: "Er war stets bemüht." Das heißt übersetzt: Er hat's probiert, aber gekonnt hat er nix. Oder: "Sie zeigte Verständnis für ihre Aufgaben." Heißt: Sie hat's zwar verstanden, aber wahrscheinlich nur mit 'ner Bedienungsanleitung in Comicform. Und wehe, da steht was von "gesellig" oder "kontaktfreudig". Das bedeutet meistens: Der hat mehr mit den Kollegen gequatscht als gearbeitet!
Die Macht der Schlussformel
Aber es gibt ein Detail im Arbeitszeugnis, das ist wie das Sahnehäubchen auf der Torte: die Schlussformel. Und genau um die geht's heute. Genauer gesagt, um die Schlussformel mit einer Note 1. Denn die ist nicht einfach nur nett geschrieben, die ist ein Statement. Eine Standing Ovation in Papierform. Ein Konfettiregen der Wertschätzung.
Stell dir vor: Du hast jahrelang geschuftet, Überstunden geschoben, Krisen gemanagt und Kaffee gekocht (für den Chef, versteht sich). Und am Ende steht da: "Wir danken Herrn/Frau [Name] für die stets sehr gute Zusammenarbeit und bedauern sein/ihr Ausscheiden außerordentlich. Für die Zukunft wünschen wir ihm/ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg."
Das "stets sehr gute Zusammenarbeit" ist der Schlüssel. Das ist wie ein Ritterschlag. Das bedeutet: Du warst nicht nur gut, du warst außergewöhnlich. Du warst ein Rockstar im Büro. Ein Ninja der Tabellenkalkulation. Ein Jedi-Meister der Kundenakquise.
Und das "bedauern sein/ihr Ausscheiden außerordentlich" ist die Kirsche auf der Sahne. Das bedeutet: Die Firma weint dir hinterher. Die Kaffeemaschine streikt, weil du nicht mehr da bist, um sie zu bedienen. Der Bürostuhl ist leer und verwaist. Die Kollegen tuscheln wehmütig in der Kaffeeküche: "Weißt du noch, als [Name] damals den Server wieder zum Laufen gebracht hat, nur mit einer Büroklammer und einem Kaugummi?"
Aber warum ist das so wichtig?
Ganz einfach: Weil Deutschland ein Land der Zeugnisse ist. Nicht nur in der Schule, auch im Berufsleben. Dein Arbeitszeugnis ist deine Visitenkarte. Dein Gütesiegel. Dein Beweis, dass du nicht nur eine Arbeitskraft bist, sondern ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, das seinen Job gut gemacht hat. Und eine Schlussformel mit Note 1 ist wie ein Diamant auf dieser Visitenkarte.
Und das Beste daran? Man kann sie sich ein bisschen erarbeiten. Klar, du musst deinen Job gut machen. Aber du kannst auch aktiv daran arbeiten, ein positives Arbeitsverhältnis zu pflegen. Sei hilfsbereit, engagiere dich, bringe Ideen ein. Und vor allem: Sei nett zu den Kollegen. Denn die schreiben vielleicht später dein Zeugnis!
Ich kenne da eine Geschichte von einer Freundin, nennen wir sie mal Frau Müller. Frau Müller war nicht unbedingt die Streberin im Büro. Sie hat ihren Job gemacht, aber sie war auch immer für einen Witz zu haben. Und sie hat immer für gute Stimmung gesorgt. Als sie die Firma verlassen hat, war ihr Chef total traurig. Und er hat ihr ein Arbeitszeugnis mit einer Schlussformel gegeben, die sich gewaschen hat. Note 1, natürlich! Frau Müller hat gelacht und gesagt: "Ich hab einfach nur meinen Job gemacht und versucht, die Leute zum Lachen zu bringen."
Das ist doch eigentlich das Geheimnis, oder? Mach deinen Job gut, sei ein netter Mensch und sorge dafür, dass deine Kollegen dich vermissen, wenn du weg bist. Dann klappt's auch mit der Schlussformel. Und wenn nicht, dann kannst du dein Zeugnis immer noch von einem Anwalt prüfen lassen. Aber hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommt!
"Das Arbeitszeugnis ist mehr als nur ein Stück Papier. Es ist ein Spiegel deiner Arbeitsleistung und deiner Persönlichkeit."
Also, liebe Leser, vergesst nicht: Euer Arbeitszeugnis ist wichtig. Achtet darauf, was drinsteht. Und wenn ihr die Chance habt, eine Schlussformel mit Note 1 zu bekommen, dann gebt alles dafür. Es lohnt sich! Denn am Ende ist es doch ein schönes Gefühl zu wissen, dass man einen guten Job gemacht hat und dass man von seinen Kollegen geschätzt wird. Und wer weiß, vielleicht züchtest du ja wirklich irgendwann Alpakas in Peru. Aber mit einem Arbeitszeugnis mit Note 1 in der Tasche fühlt sich das Ganze gleich viel besser an!
Und denk dran: "stets sehr gute Zusammenarbeit" ist das neue "Ich liebe dich!" im Berufsleben.
