Asus Radeon R9 280x Directcu Ii Top 3gb
Erinnert sich noch jemand an die Asus Radeon R9 280x DirectCU II TOP 3GB? Ja? Gut. Nein? Auch nicht schlimm, es wird trotzdem lustig.
Eine kleine Zeitreise
Stellt euch vor: Wir schreiben das Jahr 2013. Die Welt ist noch nicht ganz so verrückt wie heute. Und Grafikkartenpreise... oh, Grafikkartenpreise waren damals noch einigermassen vernünftig. Die R9 280x war der Star am Gaming-Himmel. Oder zumindest ein sehr, sehr heller Stern. Sie versprach flüssige Bildraten in Full HD. Und, ganz wichtig: Sie sah verdammt gut aus, diese DirectCU II Kühlung von Asus!
Ich weiss, das klingt nach alter Opa erzählt vom Krieg. Aber für uns PC-Enthusiasten war das eine aufregende Zeit. Neue Hardware fühlte sich an wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.
Meine unpopuläre Meinung: Sie war besser als ihr Ruf.
Okay, hier kommt's. Haltet euch fest. Ich behaupte, die R9 280x wurde manchmal unterschätzt. Ja, sie war nicht perfekt. Ja, sie hat Strom gefressen wie ein hungriger Bär Honig. Aber vergesst nicht, was sie geleistet hat! Sie hat viele aktuelle Spiele in hohen Einstellungen gemeistert. Und das für einen Preis, der im Vergleich zu heutigen Grafikkarten lächerlich gering war.
Klar, die Nvidia GeForce GTX 770 war auch eine starke Karte. Aber die R9 280x hatte oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Und mal ehrlich, wer hat sich damals nicht gefreut, wenn AMD mal wieder die Nase vorn hatte?
Es gab auch dieses "kleine" Detail: 3GB VRAM. Damals war das fast schon dekadent! Heute lachen wir darüber, aber 2013 war das ein echtes Verkaufsargument. "Damit kann ich Crysis in Ultra spielen!"... oder zumindest davon träumen.
Hitze, Lautstärke und das olle Taktpotenzial
Ja, die DirectCU II Kühlung von Asus sah schick aus. Aber sie war nicht immer die leiseste. Und die Karte wurde gern mal warm. Sehr warm. Aber hey, das gehörte irgendwie dazu. Man konnte die Abwärme fast schon als Heizung im Winter nutzen.
Und dann war da noch das Übertakten! Die R9 280x war ein dankbares Opfer für Overclocker. Man konnte noch ein paar extra Prozente Leistung herauskitzeln, wenn man mutig war. Und eine gute Kühlung hatte. Sonst endete das im schlimmsten Fall mit Rauchzeichen.
Ich erinnere mich an eine Session, in der ich versucht habe, das letzte Quäntchen Leistung aus meiner R9 280x zu pressen. Am Ende hatte ich mehr Angst um mein Netzteil als um die Grafikkarte selbst.
Die Konkurrenz schläft nicht
Natürlich gab es auch andere tolle Grafikkarten zu der Zeit. Die GTX 780 war schneller, aber auch teurer. Und die R9 290 war ein echter Kracher, aber oft schwer zu bekommen. Die R9 280x war sozusagen der goldene Mittelweg. Genug Leistung für die meisten Spiele, zu einem akzeptablen Preis.
Und wir dürfen auch die Radeon HD 7970 nicht vergessen, denn die R9 280x war im Prinzip eine leicht aufgebohrte Version davon. Aber lasst uns das nicht zu laut sagen, sonst fühlen sich die Besitzer der 7970 noch betrogen.
Ein würdiger Nachfolger?
Die R9 390 und die RX 480 waren dann die würdigen Nachfolger. Aber keine von beiden hatte diesen gewissen Charme der R9 280x. Vielleicht lag es daran, dass wir sie einfach länger hatten. Oder vielleicht daran, dass wir mit ihr so viele tolle Spiele erlebt haben.
Heute ist die Asus Radeon R9 280x DirectCU II TOP 3GB natürlich nicht mehr State of the Art. Aber sie hat ihren Platz in der Gaming-Geschichte verdient. Sie war eine solide, zuverlässige und erschwingliche Grafikkarte, die viele von uns glücklich gemacht hat. Und das ist doch, worauf es ankommt, oder?
Also, wer hat noch eine R9 280x im Schrank liegen? Vielleicht sollten wir sie mal wieder auspacken und eine Runde zocken. Nur so zum Spaß. Und um in Erinnerungen zu schwelgen. An die gute alte Zeit, als Grafikkarten noch bezahlbar waren und Stromverbrauch keine Rolle spielte.
