Attack On Titan Staffel 4 Folge 8
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben Attack on Titan Staffel 4 Folge 8 geschaut, oder? Und ich habe da so ein paar... äh... Gedanken. Sagen wir's mal so: Ich bin vielleicht nicht ganz einer Meinung mit dem Internet.
Die Folge, die die Welt spaltete (zumindest meine)
Es geht um die Folge, in der Eren mal wieder... Eren-Dinge tut. Ihr wisst schon, Eren being Eren. Und ja, ich weiß, viele von euch waren total schockiert. "Wie konnte er nur?!" Blablabla. Aber haltet kurz inne. Atmet tief durch. Und hört mir zu.
Ich finde ja... (flüsternd) ...ich fand's irgendwie... gut? Nicht "gut" im Sinne von "hurra, lasst uns alle jubeln über Krieg und Gewalt". Sondern eher "gut" im Sinne von "Wow, das ist eine Charakterentwicklung, die mich wirklich zum Nachdenken bringt".
Bevor ihr mich steinigt: Ein paar Erklärungen
Okay, ich verstehe eure Einwände. Eren hat Mist gebaut. Richtig viel Mist. Er hat Entscheidungen getroffen, die... sagen wir mal, fragwürdig sind. Aber lasst uns mal kurz überlegen, was er durchgemacht hat. Er ist ein wandelndes Trauma. Ein Titan-besessener Teenager, der die Last der Welt (oder zumindest die von Paradis) auf seinen Schultern trägt.
Ich behaupte nicht, dass seine Taten gerechtfertigt sind. Absolut nicht. Aber ich finde, sie sind... verständlich. In einem verdrehten, düsteren, "Ich brauche dringend einen Therapeuten"-Sinne.
"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." - Eren Yeager (und vielleicht auch ich, wenn ich meine Meinung hier laut ausspreche)
Und außerdem: War nicht jeder von uns schon mal an einem Punkt, an dem er dachte: "Okay, ich muss jetzt etwas radikal verändern, egal was es kostet"? (Okay, vielleicht nicht mit Titan-Transformationen und Völkermord, aber ihr versteht, worauf ich hinaus will). Vielleicht ist das einfach nur meine eigene Lebenseinstellung, aber ich fand die Entwicklung faszinierend.
Armin und Mikasa: Die besseren Menschen (oder so ähnlich)
Natürlich waren Armin und Mikasa wieder die Vernünftigen von uns. Armin, der immer versucht, eine diplomatische Lösung zu finden (auch wenn die Situation absolut hoffnungslos ist). Und Mikasa, die loyalste Person der Welt (auch wenn diese Loyalität manchmal etwas... erdrückend ist). Ich liebe die beiden. Wirklich. Aber manchmal wünschte ich mir, sie würden einfach mal einen Gang runterschalten und ein bisschen mehr... Chaos akzeptieren.
Ich meine, hey, die Welt ist am Arsch. Da kann man sich doch auch mal einen kleinen Spaß erlauben, oder? (Bitte beachtet: Das ist Ironie. Bitte keinen Völkermord begehen. Danke.)
Mein (vielleicht) kontroverses Fazit
Also, um es zusammenzufassen: Ich fand Erens Handlungen in Folge 8 zwar schrecklich, aber auch unglaublich fesselnd. Ich glaube, sie spiegeln die Verzweiflung und die moralische Ambiguität einer Welt wider, die am Rande des Abgrunds steht. Und ich finde, dass Attack on Titan genau das so gut macht: uns dazu zu bringen, über unbequeme Fragen nachzudenken.
Vielleicht liege ich auch komplett falsch. Vielleicht bin ich einfach nur ein hoffnungsloser Fall. Aber hey, das ist meine Meinung. Und ich stehe dazu. (Bis mir jemand beweist, dass ich Unrecht habe. Dann ändere ich meine Meinung sofort. Versprochen.)
Was denkt ihr? War ich zu nachsichtig mit Eren? Oder habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen? Lasst es mich wissen! (Aber bitte seid nett. Ich bin sensibel.)
P.S.: Ich brauche dringend eine neue Lieblingsserie. Vorschläge?
