Audi A4 Avant 2.0 Benzin 2005 Test
Klar, der Audi A4 Avant 2.0 Benzin, Baujahr 2005. Klingt erstmal nach einem Gebrauchtwagen wie jeder andere. Aber lasst euch nicht täuschen! Hinter dieser biederen Fassade versteckt sich ein kleiner Held des Alltags, ein Familienkombi mit Charakter. Und vielleicht sogar ein paar Macken, die ihn erst richtig liebenswert machen.
Ich erinnere mich noch genau, als mein Onkel Helmut sich so ein Ding zugelegt hat. Helmut, der Mann, der seine Socken nach Farben sortiert und dessen Lieblingsbeschäftigung das Putzen des Grillrosts ist. Ein A4 Avant, das passte irgendwie ins Bild. Vernünftig, zuverlässig, deutsch eben. Aber dann passierte es. Helmut, der Pedant, entdeckte seinen inneren Abenteurer. Oder zumindest den Teil von ihm, der nicht sofort in Panik gerät, wenn ein Kaffeefleck auf dem Beifahrersitz landet.
Helmut nutzte seinen A4 Avant nämlich plötzlich für alles. Wirklich alles. Vom Transport von fünf Sack Blumenerde (die natürlich alle einzeln mit Folie umwickelt waren) bis hin zum spontanen Wochenendtrip an die Ostsee. Ich erinnere mich noch an seine Worte: "Der Kofferraum ist ja wie gemacht für zwei Campingstühle und eine Thermoskanne!" Recht hatte er. Der A4 Avant schluckt mehr, als man ihm zutraut. Und das, ohne gleich nach einer Bandscheiben-OP zu schreien.
Die Überraschungen unter der Haube
Okay, der 2.0 Liter Benziner ist jetzt keine Rakete. Aber ehrlich gesagt, wer braucht das schon im Alltag? Man kommt von A nach B, ohne gleich die Tankstelle pleite zu machen. Und das Fahrgefühl? Solide. Bodenständig. Vertrauenserweckend. Wie ein guter Freund, der einem auch dann zur Seite steht, wenn man mal wieder die Ausfahrt verpasst hat.
Und die kleinen Macken?
Ja, die gibt es natürlich auch. Welcher A4 Avant, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, kann schon von sich behaupten, absolut fehlerfrei zu sein? Hier und da ein kleiner Rostfleck, die Klimaanlage, die manchmal ihren eigenen Kopf hat, oder der Fensterheber, der sich denkt: "Heute fahre ich mal nur bis zur Hälfte runter." Aber genau das macht den Charme aus! Diese kleinen Eigenheiten, die jede Fahrt zu einem kleinen Abenteuer machen.
Ich erinnere mich, wie wir mal mit Helmuts A4 Avant auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt waren. Plötzlich ein komisches Geräusch. Helmut, natürlich sofort in Alarmbereitschaft, hielt an und inspizierte den Wagen. Was war passiert? Ein Eichhörnchen hatte sich unter die Motorhaube verirrt und dort ein paar Nüsse versteckt. Ja, wirklich! Ein Eichhörnchen. Unter der Motorhaube eines Audi A4 Avant. Das ist doch mal eine Geschichte, die man nicht alle Tage erlebt.
Der Innenraum: Mehr als nur Sitze und Lenkrad
Der Innenraum des A4 Avant ist natürlich kein Palast. Aber er ist zweckmäßig. Die Sitze sind bequem, das Armaturenbrett übersichtlich und das Soundsystem… naja, es spielt Musik ab. Mehr muss es ja auch nicht. Und ganz ehrlich, wer braucht schon High-End-Lautsprecher, wenn man die Fenster sowieso lieber offen hat, um die frische Luft zu genießen? Oder um das Eichhörnchen unter der Motorhaube besser hören zu können.
"Der A4 Avant ist wie ein Schweizer Taschenmesser auf Rädern" - sagte mal ein Freund von mir. Und ich finde, er hat recht.
Der A4 Avant ist ein Alleskönner. Ein Familienauto, ein Lastesel, ein Reisewagen. Er ist der perfekte Begleiter für alle, die das Leben nicht zu ernst nehmen und die auch mal über eine kleine Panne oder ein quietschendes Geräusch lachen können. Und er ist der Beweis dafür, dass man nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben muss, um ein Auto zu haben, das einem Freude bereitet.
Mein Onkel Helmut fährt seinen A4 Avant übrigens immer noch. Mittlerweile hat er ein paar neue Rostflecken und der Kilometerzähler steht kurz vor der magischen 300.000. Aber Helmut denkt nicht daran, ihn abzugeben. "Der Wagen ist ein Teil der Familie geworden", sagt er. Und wer könnte ihm da widersprechen?
Also, wenn ihr auf der Suche nach einem zuverlässigen, praktischen und vor allem charmanten Gebrauchtwagen seid, dann werft mal einen Blick auf den Audi A4 Avant 2.0 Benzin (2005). Vielleicht findet ihr ja auch euer eigenes Eichhörnchen unter der Motorhaube.
