Audi A5 1.8 Tfsi 170 Ps ölverbrauch
Mein lieber Audi A5, Baujahr irgendwas mit 2010, 1.8 TFSI, 170 PS. Ein Schmuckstück, dachte ich. Elegant, sportlich, genau das Richtige für einen jungen Mann auf dem Weg nach oben. Und dann kam die Öl-Überraschung.
Es begann schleichend. Erst ein kleines Lämpchen, das ab und zu aufleuchtete. „Bitte Ölstand prüfen“, stand da in schnörkelloser Schrift. Ich, natürlich, dachte mir nichts dabei. Ein Schluck Öl nachkippen, kein Problem. Tankstelle, Ölkanister, rein damit. Weiter geht's.
Die erste Begegnung mit dem "Ölfresser"
Doch das Lämpchen kam wieder. Und wieder. Und wieder. Bald war es ein fester Bestandteil meiner Autofahrten, wie das Lenkrad und die Pedale. Ich begann, dem kleinen gelben Licht einen Namen zu geben. Nennen wir es mal liebevoll "Ölfred". Ölfred war mein ständiger Begleiter, mein kleiner Mahner, der mich immer daran erinnerte, dass mein Audi eine besondere Beziehung zu Öl hatte. Eine sehr intime Beziehung, sozusagen.
Ich wurde zum Stammgast an der Tankstelle. Der Tankwart kannte mich schon mit Namen und sagte: "Na, mal wieder Öl für den Durstigen?" Ich nickte nur, kaufte den größten Kanister, den es gab, und dachte: "Das kann doch nicht sein!"
Google war mein bester Freund
Natürlich googelte ich. "Audi A5 1.8 TFSI Ölverbrauch" – das war mein meistgesuchter Begriff. Und was ich fand, war... ernüchternd. Da gab es Foren, in denen sich Leidensgenossen austauschten. Geschichten von Motorschäden, von teuren Reparaturen, von verzweifelten Audi-Besitzern, die ihr letztes Hemd für Öl ausgaben. Ich las von Kolbenringen, von Kurbelgehäuseentlüftung, von irgendwelchen technischen Dingen, die ich nicht verstand, aber die anscheinend alle mit meinem Ölproblem zu tun hatten.
Ich war kurz davor, den Audi zu verkaufen. Ihn mit weinendem Auge abzugeben und mir einen Dacia Sandero zu kaufen, der wahrscheinlich weniger Öl verbrauchen würde als mein Rasenmäher. Aber dann dachte ich: "Nein! Ich lasse mich nicht unterkriegen! Ich kämpfe!"
Der Kampf gegen Ölfred
Ich sprach mit Mechanikern. Der eine sagte dies, der andere das. Die einen wollten den ganzen Motor auseinandernehmen, die anderen rieten zu irgendwelchen Wundermitteln, die das Öl angeblich "abdichten" sollten. Ich war ratlos. Ich probierte alles Mögliche aus. Teureres Öl, billigeres Öl, Öl für Oldtimer, Öl für Raumschiffe – nichts half. Ölfred leuchtete fröhlich weiter.
Es wurde fast schon zur Gewohnheit. Ich fuhr nicht mehr ohne einen Liter Öl im Kofferraum. Ich konnte den Ölstand im Schlaf kontrollieren. Ich kannte die Ölpreise aller Tankstellen im Umkreis. Ich war ein Öl-Experte geworden, wider Willen.
Irgendwann, nach unzähligen Recherchen und Gesprächen, fand ich einen Mechaniker, der sich wirklich auszukennen schien. Er diagnostizierte (ohne den Motor auseinanderzunehmen!) ein Problem mit der Kurbelgehäuseentlüftung. Ein kleines, unscheinbares Bauteil, das aber anscheinend für meinen Öl-Durst verantwortlich war.
Er sagte: "Das ist ein bekanntes Problem bei diesen Motoren. Ist zwar nicht schön, aber lässt sich beheben."
Und tatsächlich, er hatte Recht! Nach dem Austausch dieses kleinen Teils wurde Ölfred etwas ruhiger. Er leuchtete zwar immer noch ab und zu auf, aber nicht mehr so oft und nicht mehr so penetrant. Mein Audi verbrauchte immer noch Öl, aber nicht mehr in dem Maße, dass ich ihn alle 500 Kilometer betanken musste.
Eine seltsame Freundschaft
Ich hatte mich mit meinem Ölverbrauch arrangiert. Ich hatte gelernt, damit zu leben. Es war fast schon eine Art seltsame Freundschaft entstanden. Mein Audi war nicht perfekt, aber er war meiner. Und er hatte mir eines gelehrt: Manchmal muss man einfach mit den Macken leben, die man hat. Und manchmal muss man eben ein bisschen mehr Öl nachkippen.
Heute, Jahre später, fahre ich immer noch meinen Audi. Ölfred leuchtet immer noch ab und zu auf. Aber ich lächle dann nur und sage: "Na, mein Freund, mal wieder Durst?" Und dann kippe ich einen Schluck Öl nach und fahre weiter. Denn eines ist klar: Mein Audi und ich, wir gehören zusammen. Mit allen Macken und mit allem Ölverbrauch.
Und wer weiß, vielleicht wird er irgendwann ein Oldtimer. Ein Oldtimer mit einem ganz besonderen Charme. Ein Oldtimer, der ein bisschen mehr Öl verbraucht als andere. Aber ein Oldtimer, der eine Geschichte zu erzählen hat. Eine Geschichte von Ölfred, von verzweifelten Audi-Besitzern und von einer seltsamen Freundschaft zwischen Mensch und Maschine.
