Auf Wieviel Hügeln Wurde Rom Erbaut
Ciao amici! Rom… allein der Name klingt nach Geschichte, nach Leidenschaft, nach Pizza und Gelato! Ich bin gerade erst von meiner x-ten Reise in diese unglaubliche Stadt zurück und möchte euch heute von etwas erzählen, das mir bei meinen Streifzügen immer wieder begegnet ist: Die berühmten Hügel Roms. Ihr kennt sicher alle den Spruch: "Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut." Aber stimmt das wirklich? Und wenn ja, welche sind das eigentlich?
Die sieben glorreichen Hügel: Ein Muss für jeden Rom-Besucher
Ja, es stimmt tatsächlich! Die offizielle Version besagt, dass Rom auf sieben Hügeln erbaut wurde. Diese Hügel waren nicht nur strategisch wichtig, sondern prägten auch die Entwicklung und das Aussehen der Stadt. Sie boten Schutz vor Überschwemmungen und Angreifern und waren perfekte Standorte für Tempel und Wohnhäuser. Lasst uns diese sieben "Schwester"-Hügel gemeinsam erklimmen!
Der Palatin: Wo Rom begann
Beginnen wir mit dem Palatin (italienisch: *Palatino*), dem wohl wichtigsten der sieben Hügel. Der Legende nach soll hier Romulus, der Gründer Roms, die Stadt im Jahr 753 v. Chr. gegründet haben. Glaubt mir, wenn ihr auf dem Palatin steht und über die Ruinen blickt, spürt ihr die Geschichte förmlich! Hier befanden sich einst die prächtigsten Paläste der römischen Kaiser. Stellt euch vor: Augustus, Tiberius, Domitian – sie alle lebten und regierten hier! Ihr findet hier beeindruckende Ruinen, wie die Domus Flavia (der Palast des Domitian) und die Domus Augustana (die private Residenz des Kaisers Augustus). Plant unbedingt genügend Zeit ein, um diesen geschichtsträchtigen Ort zu erkunden. Besonders empfehle ich, den Palatin am Nachmittag zu besuchen, wenn die Sonne die alten Steine in ein warmes Licht taucht. Der Ausblick auf das Forum Romanum ist einfach unbeschreiblich!
Der Aventin: Ein Hügel der Ruhe und des Duftes
Weiter geht es zum Aventin (italienisch: *Aventino*), dem südlichsten der sieben Hügel. Im Gegensatz zum Palatin ist der Aventin heute ein Ort der Ruhe und Entspannung. Hier findet ihr wunderschöne Gärten, prächtige Kirchen und atemberaubende Ausblicke. Ein absolutes Highlight ist der Giardino degli Aranci, der Orangengarten. Der Duft der Orangenblüten ist betörend und der Blick auf Rom einfach fantastisch. Vergesst nicht, durch das Schlüsselloch des Malteserordens zu schauen! Es bietet einen einzigartigen, gerahmten Blick auf den Petersdom. Der Aventin ist perfekt, um dem Trubel der Stadt für eine Weile zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen.
Der Kapitol: Das Herz der römischen Macht
Der Kapitol (italienisch: *Campidoglio*) ist der kleinste, aber historisch bedeutendste der sieben Hügel. Hier befand sich das politische und religiöse Zentrum des antiken Roms. Heute thront auf dem Kapitol der Piazza del Campidoglio, ein beeindruckender Platz, der von Michelangelo entworfen wurde. Hier findet ihr auch die Kapitolinischen Museen, die eine riesige Sammlung römischer Kunst und Artefakte beherbergen. Der Aufstieg zum Kapitol über die Cordonata Capitolina, eine breite Rampe, ist schon ein Erlebnis für sich. Und auch hier werdet ihr mit einem herrlichen Panoramablick über das Forum Romanum belohnt.
Der Quirinal: Wo die Präsidenten residieren
Der Quirinal (italienisch: *Quirinale*) ist der höchste der sieben Hügel und beherbergt den Palazzo del Quirinale, die offizielle Residenz des italienischen Präsidenten. Die Architektur des Palastes ist beeindruckend und die Gärten sind wunderschön. Es werden auch Führungen durch den Palast angeboten, die ich sehr empfehlen kann. Der Quirinal ist ein eher ruhiger Hügel, aber er bietet dennoch einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie die Fontana di Trevi, die nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt.
Der Viminal: Der kleinste und oft übersehene Hügel
Der Viminal (italienisch: *Viminale*) ist der kleinste der sieben Hügel und wird oft übersehen. Er liegt zwischen dem Quirinal und dem Esquilin und beherbergt heute das Teatro dell'Opera di Roma und das Museo Nazionale Romano (im Palazzo Massimo). Der Viminal ist zwar nicht so spektakulär wie die anderen Hügel, aber er ist dennoch einen Besuch wert, wenn ihr euch für Kunst und Kultur interessiert.
Der Esquilin: Von Gärten und Kirchen
Der Esquilin (italienisch: *Esquilino*) ist der größte der sieben Hügel und war einst für seine prächtigen Gärten bekannt. Heute findet ihr hier die Basilica di Santa Maria Maggiore, eine der wichtigsten Kirchen Roms. Der Esquilin ist ein lebendiger Stadtteil mit vielen Geschäften und Restaurants. Hier könnt ihr das authentische römische Leben hautnah erleben.
Der Caelius: Ein Hügel der Klöster und Kirchen
Der Caelius (italienisch: *Celio*) liegt südlich des Esquilin und ist bekannt für seine vielen Klöster und Kirchen. Hier befindet sich auch das Kolosseum, auch wenn dieses nicht direkt auf dem Hügel selbst steht. Ein absolutes Highlight ist die Basilica di San Clemente, eine Kirche, die über drei Ebenen erbaut wurde und eine faszinierende Reise in die römische Geschichte ermöglicht. Der Caelius ist ein ruhiger und beschaulicher Hügel, der perfekt ist, um dem Trubel der Stadt zu entfliehen.
Mehr als nur sieben Hügel: Ein kleiner Exkurs
Obwohl die sieben Hügel die bekanntesten sind, gibt es in Rom noch viele weitere Hügel, die ebenfalls eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt spielten. Dazu gehören der Vatikanische Hügel (Mons Vaticanus), auf dem sich der Petersdom und die Vatikanischen Museen befinden, und der Monte Mario, der höchste Hügel Roms, der einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt bietet.
Mein Fazit: Rom ist mehr als nur sieben Hügel
Rom ist eine Stadt voller Geschichte, Kultur und Schönheit. Die sieben Hügel sind ein wichtiger Bestandteil dieser Geschichte und prägen das Aussehen der Stadt. Aber Rom ist mehr als nur sieben Hügel. Es ist eine Stadt, die man immer wieder neu entdecken kann. Jeder Hügel hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Nehmt euch die Zeit, diese Hügel zu erkunden und lasst euch von der Schönheit und der Geschichte Roms verzaubern. Und vergesst nicht: Buon viaggio! Ich hoffe, meine kleine Hügel-Reise hat euch inspiriert, selbst nach Rom zu reisen und diese faszinierende Stadt zu entdecken!
P.S. Vergesst nicht, bequeme Schuhe einzupacken! Rom ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß erkundet.
