Auge Tut Weh Beim Schließen
Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Freundin meldet sich wieder! Dieses Mal geht es um ein Thema, das vielleicht nicht so glamourös klingt wie ein Sonnenuntergang in der Toskana oder ein Cocktail am Strand von Bali, aber das uns Reisende alle irgendwann mal treffen kann: Augenschmerzen. Und zwar genauer gesagt, Augenschmerzen beim Schließen. Ja, ich weiß, klingt erstmal nicht nach einem Postkartenmotiv, aber glaubt mir, wenn man's hat, ist es ganz und gar unschön. Und ich spreche aus Erfahrung!
Lasst mich euch erzählen, wie es mir erging. Ich war gerade auf einer aufregenden Backpacking-Tour durch Südostasien. Staubige Straßen in Vietnam, die grelle Sonne Kambodschas, die klimatisierten Busse Thailands – alles war unglaublich und atemberaubend. Aber irgendwann, mitten in Laos, fing es an. Ein leichtes Zwicken im Auge, das ich zunächst ignorierte. Ich dachte, es wäre einfach nur Müdigkeit nach einem langen Reisetag. Doch mit der Zeit wurde das Zwicken zu einem unangenehmen Drücken, besonders eben dann, wenn ich die Augen schloss. Es fühlte sich an, als würde etwas reiben, kratzen, oder leicht brennen.
Zuerst habe ich es mit Ignorieren versucht. Typisch ich, ne? "Wird schon wieder weggehen", dachte ich. Aber es wurde eben nicht besser. Im Gegenteil, es wurde schlimmer. Schließlich konnte ich kaum noch richtig blinzeln, ohne dass es schmerzte. Besonders nachts war es quälend, da selbst das Schließen der Augenlider für den Schlaf unangenehm wurde. Ich lag wach und starrte an die Decke, während meine Mitreisenden friedlich schliefen. Der Schlaf, den ich so dringend brauchte, um fit für die nächsten Abenteuer zu sein, blieb aus.
Die Ursachenforschung: Was war da los?
Klar, im ersten Moment denkt man an alles Mögliche: Bindehautentzündung? Allergie? Vielleicht einfach nur überanstrengt? Ich habe im Internet recherchiert (was man so macht, wenn man weit weg von einem Arzt ist) und bin auf verschiedene mögliche Ursachen gestoßen.
Mögliche Übeltäter:
- Trockene Augen: Das war mein erster Verdacht. Klimaanlagen in Bussen und Hotels, die trockene Luft in Flugzeugen, der Wind beim Mopedfahren – alles Faktoren, die die Augen austrocknen können. Gerade in Südostasien, wo es oft sehr heiß ist, verdunstet die Tränenflüssigkeit schneller.
- Fremdkörper: Ein Staubkorn, ein kleines Insekt, ein Sandkorn – sowas kann sich schnell ins Auge verirren und dort Reizungen verursachen. Gerade beim Backpacking, wo man oft draußen unterwegs ist, ist das Risiko erhöht.
- Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Eine Entzündung der Bindehaut, oft durch Viren, Bakterien oder Allergien verursacht. Typische Symptome sind Rötung, Juckreiz, Tränenfluss und ein Fremdkörpergefühl.
- Allergien: Pollen, Staubmilben, Tierhaare – Allergene gibt es überall, und sie können auch Augenschmerzen verursachen.
- Blepharitis (Lidrandentzündung): Eine Entzündung der Augenlider, die oft mit trockenen Augen einhergeht.
- Überanstrengung: Lange Bildschirmarbeit, Lesen bei schlechtem Licht, Schlafmangel – all das kann die Augen belasten und Schmerzen verursachen.
Ich tippte auf eine Kombination aus trockenen Augen und einem kleinen Fremdkörper. Ich war ja schließlich ständig draußen unterwegs.
Meine Erste-Hilfe-Maßnahmen (und was davon wirklich geholfen hat)
Da ich weit weg von einem Arzt war, musste ich selbst aktiv werden. Ich habe mir in der nächsten Apotheke Augentropfen besorgt, die die Augen befeuchten sollten. Und ich habe versucht, mein Auge vorsichtig auszuspülen, um eventuelle Fremdkörper zu entfernen.
Hier ein paar Dinge, die ich ausprobiert habe und die mir geholfen (oder eben nicht geholfen) haben:
- Augentropfen: Das war definitiv das Wichtigste! Ich habe mir Augentropfen ohne Konservierungsstoffe besorgt, die die Augen befeuchten und beruhigen sollten. Ich habe sie mehrmals täglich angewendet, besonders abends vor dem Schlafengehen. Das hat die Symptome deutlich gelindert.
- Augenspülung: Ich habe versucht, mein Auge mit sauberem Wasser auszuspülen. Aber ehrlich gesagt, das war eher unangenehm und hat nicht viel gebracht. Ich glaube, der Fremdkörper war entweder schon weg oder saß zu fest.
- Warme Kompressen: Manchmal habe ich mir warme Kompressen auf die Augen gelegt. Das hat geholfen, die Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu fördern.
- Sonnenbrille: Unbedingt! Eine gute Sonnenbrille ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern auch ein wichtiger Schutz für die Augen. Sie schützt vor grellem Licht, Wind und Staub.
- Weniger Bildschirmzeit: Ich habe versucht, meine Bildschirmzeit so gut es ging zu reduzieren. Statt stundenlang am Handy zu hängen, habe ich lieber ein Buch gelesen oder einfach nur die Landschaft genossen.
- Mehr Schlaf: Das war leichter gesagt als getan, aber ich habe versucht, so viel wie möglich zu schlafen. Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Regeneration der Augen.
Was mir nicht geholfen hat, waren irgendwelche dubiosen Hausmittelchen, die ich im Internet gefunden habe. Da sollte man wirklich vorsichtig sein und lieber auf bewährte Methoden setzen.
Der Gang zum Arzt (später dann doch)
Nach ein paar Tagen mit Selbstbehandlung wurden die Schmerzen zwar etwas besser, aber sie verschwanden nicht ganz. Als ich dann endlich wieder in einer größeren Stadt war, habe ich beschlossen, doch zum Arzt zu gehen. Er diagnostizierte eine leichte Bindehautentzündung, die wahrscheinlich durch die trockene Luft und die Reizung durch Staub und Wind verursacht wurde. Er verschrieb mir antibiotische Augentropfen, und nach ein paar Tagen war alles wieder gut. Endlich!
Was ich daraus gelernt habe (und was ihr daraus lernen könnt)
Diese Erfahrung hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, auf seinen Körper zu hören und Beschwerden nicht zu ignorieren. Gerade auf Reisen ist es wichtig, gut auf sich zu achten und rechtzeitig zu handeln, wenn etwas nicht stimmt.
Hier sind meine wichtigsten Tipps für euch, damit ihr Augenschmerzen beim Schließen auf Reisen vermeiden könnt:
- Nehmt Augentropfen mit: Augentropfen zur Befeuchtung der Augen sollten in jeder Reiseapotheke enthalten sein.
- Tragt eine Sonnenbrille: Eine gute Sonnenbrille schützt eure Augen vor schädlicher UV-Strahlung, Wind und Staub.
- Vermeidet Zugluft: In klimatisierten Räumen solltet ihr direkte Zugluft vermeiden.
- Achtet auf Hygiene: Wascht eure Hände regelmäßig, besonders bevor ihr eure Augen berührt.
- Reduziert Bildschirmzeit: Gönnt euren Augen eine Pause von Bildschirmen.
- Trinkt ausreichend: Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für die Befeuchtung der Augen.
- Geht rechtzeitig zum Arzt: Wenn die Beschwerden nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern, solltet ihr nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.
Mein Fazit: Augenschmerzen sind zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos und gut behandelbar. Mit ein paar einfachen Maßnahmen könnt ihr ihnen vorbeugen oder sie zumindest lindern. Und wenn es doch mal schlimmer wird, scheut euch nicht, zum Arzt zu gehen. Eure Augen werden es euch danken!
So, das war meine kleine Augen-Odyssee. Ich hoffe, meine Erfahrungen helfen euch weiter. Bleibt gesund und genießt eure Reisen!
