Autor Von Wer Hat Angst Vor Virginia Woolf
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, richtig? Das Stück, das so voller Drama ist, dass es fast schon wieder lustig ist? Aber haben wir uns jemals wirklich mit dem Mann hinter dem Vorhang beschäftigt?
Ich rede natürlich von Edward Albee. Ein Name, der nicht ganz so oft auf Partys fällt wie sagen wir, Shakespeare. Und vielleicht ist das auch gut so. Denn hier kommt meine... sagen wir mal... leicht unpopuläre Meinung.
Albee? Eher Al-bee-ndessen
Ja, ich habe es gewagt! Bevor ihr mich steinigt, hört mich an. Natürlich, Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist ein Meisterwerk. Zwei Paare, ein Haus, ein Haufen Alkohol und jede Menge boshafte Unterhaltung. Ein gefundenes Fressen für jeden Theaterliebhaber.
Aber... ist es nicht auch ein bisschen... anstrengend? Vier Leute, die sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben. Drei Akte voller verbaler Scharmützel. Manchmal möchte man einfach nur sagen: "Leute, nehmt euch mal eine Auszeit! Geht spazieren! Meditiert! Alles ist besser als das!"
Und vielleicht liegt es daran, dass ich ein Mensch bin, der Harmonie liebt (okay, zumindest meistens). Ich mag es, wenn Leute nett zueinander sind. (Ich weiß, schockierend, oder?). Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist das genaue Gegenteil davon.
Die Kunst der Boshaftigkeit
Ich verstehe, was Albee da gemacht hat. Er wollte die Fassade der bürgerlichen Ehe aufbrechen. Die dunklen Geheimnisse unter der Oberfläche ans Licht bringen. Die Wahrheit ist, er hat es verdammt gut gemacht.
Aber ich frage mich manchmal, ob er es nicht ein bisschen zu gut gemacht hat. Ob er nicht ein bisschen zu sehr Freude daran hatte, diese Charaktere leiden zu sehen. War er vielleicht ein bisschen... sadistisch?
Okay, okay, ich gehe vielleicht etwas zu weit. Aber ich kann es nicht leugnen: Nach dem Ansehen von Wer hat Angst vor Virginia Woolf? fühle ich mich immer ein bisschen... ausgelaugt. Als hätte ich selbst einen Marathon des verbalen Missbrauchs hinter mir.
Andere Albee-Werke: Ein kurzer Exkurs
Klar, Albee hat noch andere Stücke geschrieben. Die Zoogeschichte zum Beispiel. Oder Eine delikate Balance. Aber ehrlich gesagt, keines davon hat die gleiche Wucht wie Virginia Woolf. Es ist, als ob er sein ganzes Pulver in dieses eine Stück gesteckt hätte.
Und das ist okay. Jeder hat sein Meisterwerk. Aber vielleicht ist es auch der Grund, warum ich ihn persönlich nicht ganz so sehr verehre wie andere große Dramatiker.
Also, was ist die Moral von der Geschicht'?
Ich sage nicht, dass Edward Albee ein schlechter Autor war. Ganz im Gegenteil. Er war brillant. Er war provokant. Er war... unvergesslich. Aber für mich ist Wer hat Angst vor Virginia Woolf? wie eine extrem dunkle Schokoladentorte. Ein kleines Stück ist wunderbar. Aber zu viel davon und man bekommt einfach nur Bauchschmerzen.
Vielleicht bin ich einfach zu empfindlich. Vielleicht brauche ich einfach mehr Sonnenschein und weniger zwischenmenschliche Zerstörung in meinem Leben. Aber ich stehe dazu: Ich bin nicht Albees größter Fan. (Tut mir leid, Herr Albee, wo immer Sie auch sein mögen!).
Und vielleicht... vielleicht ist es das, was ihn so großartig macht. Die Tatsache, dass er eine so starke Reaktion hervorrufen kann. Selbst wenn diese Reaktion darin besteht, dass man sich nach einem langen Nickerchen und einem großen Eisbecher sehnt.
Was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der Wer hat Angst vor Virginia Woolf? zwar respektiert, aber trotzdem lieber eine Komödie sehen würde?
Lasst es mich wissen! Und keine Sorge, ich verspreche, euch nicht verbal zu missbrauchen, egal was ihr sagt. (Versprochen!).
