Baby 5 Monate Schreit Den Ganzen Tag
Fünf Monate alt. Eine magische Zeit, oder? Kleine Speckbeinchen, das erste Glucksen, vielleicht schon ein zaghaftes "Ba-ba". Nur... was, wenn die Realität eher einem Dauerkonzert gleicht, bei dem die Sopranistin mit Inbrunst den Schmerzensschrei interpretiert?
Der Tag, der niemals endet (weil er von Geschrei begleitet wird)
Ja, wir reden vom Schreien. Vom Schreien, das den Kaffee kalt werden lässt, die Wäscheberge unbezwingbar hoch türmen lässt und das eigene Nervenkostüm bis an die Zerreißprobe treibt. "Baby 5 Monate schreit den ganzen Tag". Dieser Satz, in Google gehackt, führt in eine Welt voller müder Augenringe und verzweifelter Eltern. Aber lasst uns ehrlich sein: Wer von uns hat sich nicht schon mal gefragt, ob man das Kind vielleicht austauschen könnte? (Kleiner Scherz, natürlich!)
Stellt euch vor: Es ist 6 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Oder besser gesagt: Das Baby. Ein schriller, durchdringender Ton, der sofort alle Lebensgeister weckt... und sie direkt wieder in den Schlaf zurückprügeln will. Der Tag beginnt. Mit Schreien.
Frühstück? Ein Balanceakt zwischen Baby beruhigen und selbst ein Brötchen verschlingen, bevor es kalt und hart wird. Spaziergang? Klingt idyllisch, aber verwandelt sich schnell in einen Marathon, bei dem man versucht, das schreiende Bündel Mensch zum Schweigen zu bringen, während man gleichzeitig peinlich berührt die Blicke der anderen Passanten ignoriert. "Oh, ist der/die aber lebhaft!", sagen sie. Lebhaft? Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts!
Die Schreitherapie (aka Alles, was wir schon versucht haben)
Wir haben sie alle durch: Fliegergriff, Bauchmassage, White Noise, Spieluhr, herumtragen im Tragetuch, Autofahrten, tanzen zu albernen Liedern, singen (obwohl wir wissen, dass wir grauenhaft klingen), Vorlesen (wobei das Baby meistens mehr an dem Buch knabbert als zuhört), und natürlich: den Schnuller. Der Schnuller, der entweder sofort wieder ausgespuckt wird oder kurzzeitig für Ruhe sorgt, nur um dann mit noch größerer Vehemenz gefordert zu werden.
Manchmal, in den wenigen stillen Momenten (die gefühlt kürzer sind als ein Wimpernschlag), fragt man sich: Was will dieses kleine Wesen eigentlich von mir? Bin ich eine schlechte Mutter/ein schlechter Vater? Habe ich etwas falsch gemacht? Ist das Schreien meine Strafe für... (hier bitte eine passende Jugendsünde einfügen).
Die kleinen Lichtblicke im Schrei-Marathon
Aber dann... dann gibt es diese Momente. Einen kleinen Lichtblick im Dunkel der Verzweiflung. Ein kurzes Lächeln, ein glucksendes Geräusch, ein Moment der Stille, in dem das Baby einen einfach nur anschaut, mit großen, unschuldigen Augen. In diesen Momenten vergisst man den ganzen Stress, die Müdigkeit, das Schreien. Man sieht nur noch dieses kleine Wesen, das man so sehr liebt.
Und ja, es klingt kitschig, aber es ist wahr. Die Liebe zu diesem kleinen Schreihals ist so groß, dass man sogar bereit ist, noch eine Runde "Der Keks kommt!" zu spielen (obwohl man das Lied schon im Schlaf rückwärts singen kann).
"Elternschaft ist nicht perfekt. Es ist herausfordernd, manchmal überwältigend, aber vor allem: es ist Liebe."
Denn trotz allem Geschrei, trotz aller Müdigkeit und Verzweiflung, ist es die Liebe, die uns antreibt. Die Liebe, die uns jeden Morgen aufs Neue aufstehen lässt, um uns dem nächsten Schrei-Marathon zu stellen. Die Liebe, die uns daran erinnert, dass diese Phase nicht ewig dauern wird. Irgendwann wird dieses kleine Wesen anfangen zu sprechen, zu laufen, zu spielen. Und dann werden wir uns vielleicht sogar wünschen, dass es noch einmal kurz schreit. (Vielleicht auch nicht.)
Die Kunst, das Schreien zu akzeptieren (und vielleicht sogar zu lieben?)
Die Wahrheit ist: Es gibt kein Patentrezept gegen das Schreien. Jedes Baby ist anders. Was bei dem einen funktioniert, funktioniert bei dem anderen vielleicht gar nicht. Aber was wir lernen können, ist, das Schreien zu akzeptieren. Nicht als persönliche Beleidigung, sondern als Kommunikationsmittel. Das Baby versucht uns etwas mitzuteilen. Vielleicht hat es Hunger, vielleicht ist es müde, vielleicht braucht es einfach nur Nähe.
Und auch wenn es schwerfällt: Versucht, ruhig zu bleiben. Atmet tief durch. Erinnert euch daran, dass ihr nicht allein seid. Es gibt unzählige Eltern, die gerade genau das Gleiche durchmachen. Und vielleicht, ganz vielleicht, könnt ihr sogar ein bisschen Humor in die Situation bringen. Stellt euch vor, ihr seid ein Dirigent und das Baby ist euer Orchester. Es mag manchmal etwas schräg klingen, aber es ist eure Musik. Und sie ist einzigartig.
Also, liebe Eltern, Kopf hoch! Die Schrei-Phase geht vorbei. Und irgendwann werdet ihr zurückblicken und darüber lachen. Oder zumindest ein bisschen schmunzeln. Denn die Erinnerungen an diese Zeit sind unvergesslich. Auch wenn sie manchmal von Geschrei begleitet werden. Und wenn gar nichts mehr geht, dann denkt an Papa, der vielleicht gerade in diesem Moment versucht, mit Ohropax im Ohr, die Spülmaschine auszuräumen, während Mama versucht, das schreiende Baby zu beruhigen. Ihr seid ein Team! Und gemeinsam schafft ihr das!
Und falls alles scheitert: Es gibt immer noch Schokolade. Viel Schokolade.
