Baby 5 Wochen Schläft Nicht
Hallo ihr Lieben, willkommen zurück auf meinem Blog! Heute wird es etwas persönlicher als sonst. Keine atemberaubenden Bergpanoramen oder pulsierende Metropolen, sondern das Abenteuer, das mich momentan am meisten fordert und gleichzeitig am glücklichsten macht: Mein Leben mit Baby! Genauer gesagt, mein Leben mit einem 5 Wochen alten Baby, das scheinbar Schlaf für völlig überbewertet hält. Wer also gerade selbst mitten in dieser aufregenden, aber eben auch oft kräftezehrenden Babyzeit steckt oder sich darauf vorbereitet, dem möchte ich meine Erfahrungen und vielleicht auch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben.
Ich erinnere mich noch genau an die ersten Wochen nach der Geburt. Alle sagten, Babys schlafen doch sowieso den ganzen Tag! Und ja, das stimmt auch irgendwie… zumindest in der Theorie. Unser kleiner Mann hatte zwar durchaus Phasen, in denen er friedlich in seinem Bettchen (oder auf meinem Arm) schlief, aber diese Phasen waren oft von sehr kurzer Dauer und vor allem sehr unregelmäßig. Und nachts? Nächte wurden zu einem Mythos, einer fernen Erinnerung an ungestörten Schlaf. Stattdessen: Stündliches Aufwachen, unstillbarer Hunger, Blähungen, die gefühlt die ganze Wohnung beschallten, und ein Baby, das einfach nicht zur Ruhe kommen wollte.
Die Ursachenforschung: Warum schläft mein Baby nicht?
Als Reisende bin ich es gewohnt, Dinge zu hinterfragen und nach den Ursachen zu suchen. Also habe ich mich auch hier auf die Suche begeben: Warum schläft mein kleiner Weltenbummler denn nicht so, wie es im Lehrbuch steht? Die Antworten waren vielfältig und oft nicht ganz eindeutig. Hier sind ein paar der häufigsten Gründe, die bei uns eine Rolle gespielt haben:
Hunger
Klar, ein 5 Wochen altes Baby hat einen riesigen Hunger! Stillen nach Bedarf ist das A und O, und das bedeutet eben oft, dass die Nächte zu gefühlt endlosen Stillmarathons werden. Ich habe versucht, mich nicht von den Uhrzeiten verrückt machen zu lassen und ihm einfach immer dann die Brust gegeben, wenn er danach verlangt hat. Es ist wichtig, auf die Signale des Babys zu achten! Manchmal ist es auch einfach nur das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit, das gestillt werden möchte.
Blähungen und Bauchschmerzen
Oh, die berüchtigten Blähungen! Ein Klassiker in den ersten Lebenswochen. Der kleine Darm muss sich erst noch an die neue Nahrung gewöhnen. Wir haben verschiedene Dinge ausprobiert, um ihm Erleichterung zu verschaffen: Bauchmassage im Uhrzeigersinn, Kümmelzäpfchen (nach Rücksprache mit dem Kinderarzt natürlich!), und ganz wichtig: Nach jedem Stillen oder Fläschchen ausgiebiges Bäuerchen machen lassen. Auch die Ernährung der Mutter kann eine Rolle spielen. Bestimmte Lebensmittel, wie zum Beispiel Kohl oder Zwiebeln, können bei manchen Babys Blähungen verstärken.
Übermüdung
Klingt komisch, ist aber so! Ein übermüdetes Baby findet oft noch schwerer in den Schlaf. Die Kleinen können ihre Müdigkeit noch nicht so gut regulieren und überdrehen dann regelrecht. Wir haben versucht, auf die ersten Müdigkeitsanzeichen zu achten (Gähnen, Augenreiben, Quengeln) und ihn dann möglichst schnell ins Bett zu bringen. Ein ruhiger Ort, gedämpftes Licht und sanftes Zureden können dabei helfen.
Reizüberflutung
Die Welt ist für ein Neugeborenes ein riesiger, bunter und lauter Ort. Zu viele Eindrücke können schnell überfordern und den Schlaf stören. Wir haben darauf geachtet, dass er tagsüber genügend Ruhephasen hat und nicht zu vielen Reizen ausgesetzt ist. Weniger Besuch, gedämpftes Licht, leise Geräusche – all das kann helfen, ihn zu beruhigen.
Der Moro-Reflex
Dieser Reflex, bei dem die Babys plötzlich die Arme hochreißen und zusammenzucken, ist ganz natürlich und verschwindet in der Regel nach einigen Monaten. Er kann aber auch den Schlaf stören, weil das Baby dadurch aufwacht. Pucken kann hier eine gute Lösung sein. Dabei wird das Baby eng in eine Decke gewickelt, was ihm ein Gefühl von Geborgenheit gibt und den Reflex unterdrückt. Aber Achtung: Pucken sollte nur richtig angewendet werden, um die Hüftentwicklung nicht zu beeinträchtigen. Am besten lässt man sich das von einer Hebamme oder einem Kinderarzt zeigen.
Unsere Strategien für mehr Schlaf (für Baby und Eltern)
Nachdem wir die möglichen Ursachen identifiziert hatten, haben wir verschiedene Strategien ausprobiert, um unserem kleinen Schlafmuffel (und uns!) zu etwas mehr Ruhe zu verhelfen. Natürlich funktioniert nicht alles bei jedem Baby, aber vielleicht ist ja auch für euch etwas dabei:
- Eine feste Routine: Babys lieben Routinen! Wir haben versucht, einen möglichst gleichmäßigen Tagesablauf zu gestalten: Füttern, Spielen, Schlafen – immer in etwa zur gleichen Zeit. Auch ein Abendritual kann helfen, das Baby auf die Nacht vorzubereiten: Baden, Massage, Schlaflied.
- White Noise: Das Rauschen eines Föhns oder Staubsaugers (natürlich nicht in direkter Nähe des Babys!) kann für viele Babys beruhigend wirken. Es erinnert sie an die Geräusche im Mutterleib. Es gibt auch spezielle White-Noise-Geräte oder Apps, die man nutzen kann.
- Tragetuch oder Babytrage: Nähe und Körperkontakt wirken Wunder! Im Tragetuch oder in der Babytrage fühlen sich die Kleinen geborgen und sicher, was oft zu einem entspannteren Schlaf führt. Außerdem hat man so die Hände frei und kann trotzdem etwas erledigen.
- Federwiege: Eine Federwiege schwingt das Baby sanft auf und ab, was es an die Bewegungen im Mutterleib erinnert. Viele Babys finden das sehr beruhigend und schlafen darin gut ein.
- Co-Sleeping: Das Baby im Elternbett schlafen zu lassen, ist ein umstrittenes Thema. Es gibt viele Vor- und Nachteile, und man sollte sich gut informieren, bevor man sich dafür entscheidet. Wir haben es phasenweise ausprobiert und festgestellt, dass es uns allen zu mehr Schlaf verholfen hat. Allerdings ist es sehr wichtig, die Sicherheitsvorkehrungen zu beachten (feste Matratze, keine Kissen oder Decken im Bett, rauchfreie Umgebung).
- Gelassenheit: Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt von allen. Je gestresster und unruhiger wir Eltern sind, desto mehr überträgt sich das auf das Baby. Versucht, euch zu entspannen und die Situation so anzunehmen, wie sie ist. Es ist nur eine Phase, und sie geht vorbei! Gönnt euch Pausen, fragt Freunde oder Familie um Hilfe und schlaft, wann immer es geht.
Es wird besser – versprochen!
Ich weiß, es ist leicht gesagt, wenn man selbst gerade mitten drin steckt, aber es wird wirklich besser! Die ersten Wochen sind anstrengend, das ist keine Frage. Aber Babys entwickeln sich rasend schnell, und irgendwann pendelt sich alles ein. Unser kleiner Mann schläft zwar immer noch nicht durch (was in diesem Alter auch völlig normal ist), aber die Nächte sind schon ruhiger geworden und die Schlafphasen länger. Und wenn er mich dann mit seinen großen Augen anlächelt, ist alle Müdigkeit vergessen. Es ist einfach das größte Abenteuer überhaupt!
Ich hoffe, meine Erfahrungen haben euch etwas Mut gemacht und vielleicht ein paar neue Ideen für den Umgang mit eurem eigenen kleinen Schlafmuffel geliefert. Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, welche Strategien bei euch am besten funktionieren! Und denkt daran: Ihr seid nicht allein! ❤️
