Baby 9 Wochen Trinkt Wenig Schläft Viel
Neun Wochen alt. Ein kleines Wesen, so frisch und neu in unserer Welt, dominiert plötzlich den kompletten Tagesablauf. Und was macht dieses kleine Wesen? Schläft. Viel. Und trinkt... nun ja, weniger als Mama und Papa sich wünschen würden.
Es ist, als hätte man ein Faultier adoptiert, das gelegentlich durch einen kleinen Schluck Milch unterbrochen wird. "Schläft das Baby überhaupt genug?", fragt man sich. "Trinkt es genug? Ist alles in Ordnung?" Die erste Sorge ist immer die Größte. Man googelt, man fragt Freunde, man durchforstet Baby-Foren. Das Internet, unser moderner Orakel, spuckt tausend verschiedene Meinungen aus. Manche beruhigen, andere lassen einem die Haare zu Berge stehen. Willkommen im Club der frischgebackenen Eltern! Das Chaos beginnt jetzt erst richtig.
Ein Schläfchen jagt das nächste
Dieses kleine Bündel Freude (und manchmal auch Schreie) scheint das Nickerchen erfunden zu haben. Kaum ist es wach, wird gegähnt. Kaum hat es ein bisschen getrunken, fallen die Augen zu. Es ist, als würde es einen Marathon im Dauerschlaf laufen. Und man fragt sich: Ist das normal? Schläft wirklich jedes Baby so viel? Und wenn ja, warum?
Die Antwort ist, wie so oft bei Babys, kompliziert. Jedes Kind ist anders. Manche sind kleine Energiebündel, die kaum zur Ruhe kommen, andere sind eben die geborenen Schläfer. Wichtig ist, auf die Signale des Babys zu achten. Ist es wach und aktiv, wenn es wach ist? Macht es einen gesunden Eindruck? Nimmt es zu?
Die Trink-Odyssee
Und dann ist da noch das Trinken. Oder eben das Weniger-Trinken. "Hat es genug?", ist die Frage, die sich Eltern gefühlt tausendmal am Tag stellen. Manchmal trinkt das Baby wie ein Weltmeister, dann wieder verweigert es die Brust oder die Flasche komplett. Es ist ein Auf und Ab, eine Achterbahn der Gefühle für alle Beteiligten.
Man versucht alles: Verschiedene Positionen, verschiedene Flaschen, verschiedene Temperaturen. Man singt, man tanzt, man macht Grimassen. Manchmal hilft es, manchmal nicht. Manchmal ist es einfach nur Glückssache.
Eine Freundin erzählte mir neulich, sie habe ihrem Baby beim Stillen einmal ein ganzes Puppentheater vorgeführt, um es zum Trinken zu animieren. Ob es geholfen hat? Angeblich ja. Aber vielleicht war es auch einfach nur Zufall.
Es ist wichtig, sich nicht verrückt zu machen. Solange das Baby zunimmt und einen gesunden Eindruck macht, ist alles gut. Manchmal haben Babys einfach nur einen schlechten Tag oder eine schlechte Woche. So wie wir Erwachsenen auch.
Die kleinen Freuden
Trotz aller Sorgen und Unsicherheiten gibt es auch viele schöne Momente. Das erste Lächeln, das erste Glucksen, das erste Mal, dass das Baby nach dem Finger greift. Diese kleinen Gesten machen all die Mühe und den Schlafmangel wieder wett.
Und dann ist da noch der Moment, wenn das Baby friedlich in den Armen einschläft. Dieses kleine, warme Bündel Glück, das einem so blind vertraut. In diesem Moment vergisst man all die Sorgen und ist einfach nur dankbar für dieses kleine Wunder.
Manchmal muss man sich einfach daran erinnern, dass Babys keine Maschinen sind. Sie haben ihre eigenen Rhythmen und Bedürfnisse. Und manchmal brauchen sie einfach nur viel Schlaf und wenig Trinken. Und das ist okay.
Vielleicht ist dieses Baby, das so viel schläft und so wenig trinkt, ja einfach nur ein kleiner Philosoph. Einer, der schon früh gelernt hat, dass das Leben nicht nur aus Essen und Trinken besteht. Sondern auch aus Träumen und Entspannung. Wer weiß?
Also, liebe Eltern: Macht euch nicht zu viele Sorgen. Genießt die Zeit mit eurem kleinen Schläfer. Und denkt daran: Auch Faultiere können sehr liebenswert sein. Vor allem, wenn sie eure Kinder sind. Und vielleicht, ganz vielleicht, wird dieses kleine Faultier ja irgendwann doch noch zum Marathonläufer. Im Wachsein.
Und wenn nicht? Auch nicht schlimm. Hauptsache, es ist gesund und glücklich. Und schläft gut. Sehr gut sogar.
P.S.: Wenn ihr euch trotzdem Sorgen macht, sprecht mit eurem Kinderarzt. Der kann euch am besten beraten und beruhigen. Und euch vielleicht auch ein paar Tipps geben, wie ihr euer Baby zum Trinken animieren könnt. Aber erwartet keine Wunder. Babys sind eben unberechenbar. Und das ist auch gut so.
