Baby Kommt Abends Nicht Zur Ruhe
Hallo ihr Lieben! Heute möchte ich etwas mit euch teilen, was mich während unserer letzten Familienreise nach Italien ziemlich beschäftigt hat. Es geht um etwas, was viele Eltern kennen: Ein Baby, das abends einfach nicht zur Ruhe kommt. Ich weiß, das klingt erstmal nicht nach Urlaubsparadies, aber lasst mich euch erzählen, wie wir damit umgegangen sind und vielleicht findet ihr ja ein paar hilfreiche Tipps für eure nächste Reise.
Stellt euch vor: Wir waren in der Toskana, umgeben von sanften Hügeln, Zypressen und Olivenbäumen. Tagsüber war alles perfekt. Unsere kleine Emilia, damals gerade 8 Monate alt, hat die Sonne genossen, im Pool geplanscht und die neuen Eindrücke aufgesaugt. Sie war ein Sonnenschein, lachte viel und schien sich pudelwohl zu fühlen. Aber sobald die Sonne unterging, verwandelte sich das kleine Engelchen in einen kleinen Wirbelwind, der einfach nicht zur Ruhe kommen wollte.
Die ersten Abende waren wirklich hart. Wir hatten gehofft, dass die frische Luft und die vielen neuen Erlebnisse sie müde machen würden, aber das Gegenteil war der Fall. Sie war übermüdet und dadurch noch quengeliger. Sie weinte viel, ließ sich kaum beruhigen und schlief nur kurz ein, um dann wieder hellwach zu sein. Mein Mann und ich waren fix und fertig. Wir wechselten uns ab, trugen sie herum, sangen ihr vor und versuchten alles, was wir aus unseren Ratgebern wussten. Aber nichts schien wirklich zu helfen.
Irgendwann saßen wir dann abends auf unserer kleinen Terrasse, umgeben von der toskanischen Stille, und fragten uns, was wir falsch machten. War es die neue Umgebung? Der veränderte Tagesablauf? Oder einfach nur ein schlechter Tag? Wir beschlossen, dass wir etwas ändern mussten. Wir konnten unseren Urlaub ja nicht nur mit nächtlichen Schreistunden verbringen!
Unsere Rettungsanker: Was wirklich geholfen hat
Nach ein paar schlaflosen Nächten haben wir verschiedene Strategien ausprobiert und einige davon haben tatsächlich geholfen. Hier sind unsere wichtigsten Erkenntnisse, die wir gerne mit euch teilen möchten:
1. Die Routine beibehalten
Auch wenn wir im Urlaub waren, versuchten wir, so gut es ging, an Emilias gewohnter Abendroutine festzuhalten. Das bedeutete: Baden, Abendessen, Vorlesen und dann ab ins Bett. Wir versuchten, die Zeiten so gut es ging einzuhalten, auch wenn es manchmal schwierig war, weil wir z.B. noch im Restaurant saßen. Aber die Routine gab Emilia Sicherheit und half ihr, sich zu entspannen.
2. Eine vertraute Umgebung schaffen
Gerade im Urlaub ist es wichtig, dem Baby eine vertraute Umgebung zu schaffen. Wir hatten Emilias Lieblingskuscheltier, ihre Schmusedecke und ein kleines Nachtlicht mitgenommen. Diese Dinge halfen ihr, sich in der fremden Umgebung wohler zu fühlen. Wir achteten auch darauf, dass das Zimmer, in dem sie schlief, abgedunkelt und ruhig war.
3. Entspannung für Mama und Papa
Dieser Punkt ist vielleicht der wichtigste. Wenn wir gestresst und angespannt waren, hat Emilia das sofort gemerkt. Deswegen versuchten wir, uns vor dem Schlafengehen zu entspannen. Mein Mann machte mir eine Rückenmassage, ich las ein Buch oder wir tranken zusammen eine Tasse Tee. Je entspannter wir waren, desto leichter fiel es Emilia, zur Ruhe zu kommen.
4. Körperkontakt
Emilia brauchte in dieser Zeit besonders viel Körperkontakt. Wir trugen sie viel herum, kuschelten mit ihr und sangen ihr leise Lieder vor. Das gab ihr das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Manchmal schlief sie sogar auf unserem Arm ein, was zwar nicht optimal war, aber in dem Moment die einzige Lösung schien.
5. Geduld und Verständnis
Das ist vielleicht der schwierigste Punkt, aber auch der wichtigste. Wir mussten uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass Emilia noch sehr klein war und die neue Situation einfach überfordernd für sie war. Wir versuchten, geduldig zu sein und ihr mit Liebe und Verständnis zu begegnen. Wir schimpften nicht, wenn sie weinte, sondern versuchten, sie zu trösten und ihr zu helfen, sich zu entspannen.
Nach ein paar Tagen, in denen wir diese Strategien konsequent umgesetzt hatten, wurde es tatsächlich besser. Emilia schlief zwar immer noch nicht durch, aber sie weinte weniger und ließ sich leichter beruhigen. Wir waren erleichtert und konnten unseren Urlaub in der Toskana endlich richtig genießen.
Weitere Tipps für entspannte Baby-Reisen
Neben unseren persönlichen Erfahrungen möchte ich euch noch ein paar allgemeine Tipps für entspannte Baby-Reisen geben:
- Reisezeitpunkt: Wählt den Reisezeitpunkt so, dass er gut in den Schlafrhythmus eures Babys passt. Vermeidet lange Reisen über Nacht, wenn euer Baby das nicht gewohnt ist.
- Unterkunft: Achtet bei der Wahl der Unterkunft darauf, dass sie babyfreundlich ist. Gibt es ein Babybett? Ist das Zimmer abgedunkelt? Gibt es eine Möglichkeit, Essen zuzubereiten?
- Packliste: Packt alles ein, was euer Baby zum Schlafen braucht: Kuscheltier, Schmusedecke, Schlafsack, Nachtlicht. Vergesst auch nicht Medikamente, falls euer Baby krank wird.
- Reiseapotheke: Nehmt eine Reiseapotheke mit, die alle wichtigen Medikamente für euer Baby enthält: Fieberzäpfchen, Schmerzmittel, Nasentropfen, Wundsalbe.
- Flexibilität: Seid flexibel und plant nicht zu viel. Lasst euch treiben und passt euch den Bedürfnissen eures Babys an.
- Hilfe annehmen: Scheut euch nicht, Hilfe anzunehmen. Bittet eure Familie, Freunde oder das Hotelpersonal um Unterstützung.
Ich hoffe, meine Erfahrungen und Tipps helfen euch dabei, euren nächsten Urlaub mit Baby entspannter zu gestalten. Es ist nicht immer einfach, aber mit etwas Geduld, Liebe und den richtigen Strategien könnt ihr auch mit Baby einen wunderschönen Urlaub verbringen. Lasst euch nicht entmutigen, wenn es mal nicht so läuft, wie ihr euch das vorgestellt habt. Jedes Baby ist anders und was bei dem einen funktioniert, muss nicht unbedingt bei dem anderen helfen. Probiert einfach verschiedene Dinge aus und findet heraus, was für euer Baby am besten ist.
Und denkt immer daran: Auch wenn es mal stressig wird, ist es nur eine Phase. Euer Baby wird irgendwann durchschlafen und ihr werdet euch an die Zeit zurückerinnern, in der ihr es die ganze Nacht im Arm gehalten habt.
In diesem Sinne: Packt eure Koffer, nehmt euer Baby an die Hand und ab geht's in den Urlaub! Ich wünsche euch eine wunderschöne und entspannte Reise!
