Bedienungsanleitung Panasonic Blu Ray Disc Recorder Dmr Bst721
Also, ganz ehrlich, wer von uns hat jemals eine Bedienungsanleitung wirklich gelesen? Ich meine, durchgeackert von vorne bis hinten, jede einzelne Zeile inhaliert wie ein spannendes Buch? Vermutlich niemand. Meistens liegt das Ding irgendwo rum, unter Bergen von Fernbedienungen, vergilbten Zeitschriften und dem einen Schlüssel, den man seit Monaten sucht. Aber die Bedienungsanleitung des Panasonic Blu-Ray Disc Recorders DMR-BST721… nun, die hat eine eigene kleine Geschichte verdient.
Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als wir unseren DMR-BST721 bekamen. Wir, das sind mein Mann, nennen wir ihn mal Karl-Heinz (weil er so heißt), und ich. Karl-Heinz ist ein Technik-Freak, der jedes neue Gadget sofort bis ins kleinste Detail ergründen muss. Ich hingegen bin eher der "Plug-and-Pray"-Typ. Alles anschließen, Knopf drücken und hoffen, dass irgendwas passiert. Und wenn nicht, dann rufe ich Karl-Heinz.
Der DMR-BST721 kam also an, wurde ausgepackt, und Karl-Heinz verschwand damit im Wohnzimmer. Ich hörte nur noch unverständliches Gemurmel über "HDMI-Anschlüsse", "Koaxialkabel" und "irgendwelche Codecs". Nach einer Weile kam er strahlend zurück und verkündete: "Alles angeschlossen! Jetzt können wir aufnehmen!"
Und da begann das eigentliche Abenteuer mit der Bedienungsanleitung. Denn aufnehmen ist ja das eine. Aber aufnehmen, wie man es wirklich will, mit all den speziellen Einstellungen, den cleveren Funktionen und den versteckten Extras… dafür brauchte man sie dann doch, die ominöse Bedienungsanleitung.
Karl-Heinz, der Held, stürzte sich also in die Tiefen des Handbuchs. Ich beobachtete ihn dabei, wie er immer wieder die Stirn runzelte, laut vor sich hin murmelte und dann plötzlich triumphierend aufschrie: "Aha! Jetzt hab ich's!" Um fünf Minuten später wieder frustriert seufzend festzustellen: "Irgendwie doch nicht."
Die Bedienungsanleitung wurde zu unserem abendlichen Begleiter. Karl-Heinz las vor, ich nickte verständnislos. Es ging um EPG (was immer das auch sein mag), um Timeshift (klingt nach Raumschiff Enterprise) und um DLNA (erinnert mich an einen schwedischen Möbelhersteller).
Ein besonders lustiges Kapitel war das über die Festplattenverwaltung. Da ging es um Partitionen, Formatiereungen und Backups. Karl-Heinz erklärte mir geduldig, was das alles bedeutet, aber ehrlich gesagt, habe ich nur Bahnhof verstanden. Ich fragte ihn dann, ob wir nicht einfach alles so lassen könnten, wie es ist. Er schaute mich entsetzt an und sagte: "Aber dann nutzen wir ja nicht das volle Potenzial des Geräts!"
Ich muss gestehen, ich hatte meine Zweifel, ob das "volle Potenzial" wirklich so wichtig war. Aber Karl-Heinz war nicht zu bremsen. Er verbrachte Stunden damit, die Festplatte zu optimieren, die Aufnahmen zu organisieren und die Menüs anzupassen. Am Ende war er so stolz auf sein Werk, dass er mir eine komplette Führung durch die Festplattenstruktur gab. Ich tat so, als ob ich alles verstehen würde, und lobte ihn für seine Mühe.
Und dann gab es noch die Sache mit der Fernbedienung. Die des DMR-BST721 ist ja ein kleines Wunderwerk der Technik. Unzählige Knöpfe, jeder mit einer eigenen Funktion. Karl-Heinz hatte sie natürlich sofort auswendig gelernt. Ich hingegen verweigerte mich. Ich benutzte nur die vier Knöpfe, die ich kannte: Ein/Aus, Lauter, Leiser und Programmwechsel.
Eines Abends wollte ich dann aber doch mal etwas aufnehmen. Ich drückte also wild auf der Fernbedienung herum, in der Hoffnung, dass irgendwas passiert. Natürlich passierte nichts. Stattdessen landete ich in irgendwelchen Menüs, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ich rief Karl-Heinz zu Hilfe, der sofort herbeieilte und mich fragte: "Was hast du denn jetzt schon wieder angestellt?"
Er nahm die Fernbedienung, drückte ein paar Knöpfe und sagte: "So, jetzt nimmt er auf." Ich war beeindruckt. Er hatte das Rätsel der Fernbedienung gelöst. Ich beschloss, dass es vielleicht doch nicht so dumm wäre, sich mal die Bedienungsanleitung genauer anzusehen. Aber nur vielleicht.
Und so wurde die Bedienungsanleitung des Panasonic Blu-Ray Disc Recorders DMR-BST721 zu einem Teil unseres Familienlebens. Sie war nicht nur ein Stück Papier mit technischen Informationen, sondern auch ein Symbol für Karl-Heinz' Technikbegeisterung, meine Technik-Aversion und unsere gemeinsame Fähigkeit, über unsere Unterschiede zu lachen.
Inzwischen haben wir den DMR-BST721 schon seit einigen Jahren. Er funktioniert immer noch einwandfrei, und Karl-Heinz hat die Bedienungsanleitung mittlerweile fast auswendig gelernt. Ich hingegen benutze immer noch nur die vier Knöpfe. Aber wenn ich mal was aufnehmen will, weiß ich ja, wen ich fragen muss. Und vielleicht, nur vielleicht, werde ich mir irgendwann mal die Zeit nehmen, die Bedienungsanleitung doch noch mal richtig zu lesen. Aber bis dahin genieße ich einfach die Filme, die Karl-Heinz für mich aufgenommen hat. Und das ist ja schließlich das Wichtigste, oder?
Das Unerwartete im Kleingedruckten
Manchmal findet man in solchen Anleitungen auch echte Kuriositäten. Erinnern Sie sich an die Warnhinweise? "Nicht in der Mikrowelle trocknen!" - Wer kommt denn auf solche Ideen? Aber genau das macht die Sache so menschlich und herzerwärmend. Jemand hat sich Gedanken gemacht, dass irgendwer, irgendwo auf der Welt, vielleicht auf die Idee kommen könnte, seinen Recorder in der Mikrowelle zu trocknen. Und das ist doch irgendwie beruhigend, oder?
Mehr als nur Technik
Letztendlich ist die Geschichte der Bedienungsanleitung des DMR-BST721 die Geschichte eines Gerätes, das mehr ist als nur Technik. Es ist ein Fenster zu einer anderen Welt, eine Welt der Möglichkeiten, der Herausforderungen und der kleinen, alltäglichen Freuden. Und manchmal, ganz selten, öffnet sich dieses Fenster auch durch das Lesen einer Bedienungsanleitung.
