Behaviourally Anchored Rating Scale
Stell dir vor, du bist bei einer Talentshow. Aber statt Gesang oder Tanz bewertest du... Arbeitsverhalten! Klingt erstmal trocken, oder? Aber warte ab, denn hier kommt der Clou: die Behaviourally Anchored Rating Scale, kurz BARS.
BARS ist wie ein super-genaues Lineal für Performance. Statt einfach nur "gut" oder "schlecht" zu sagen, schaut man sich ganz konkrete Beispiele an. Stell dir vor, du bewertest die Freundlichkeit einer Servicekraft. Anstatt nur zu sagen "Ist freundlich", schaust du dir an:
Was macht eine *wirklich* freundliche Servicekraft?
Vielleicht begrüßt sie jeden Kunden mit einem strahlenden Lächeln. Oder sie merkt sich sogar, was der Stammkunde letzte Woche bestellt hat. Solche Details sind Gold wert!
Und was, wenn's nicht so läuft?
Vielleicht ignoriert die Servicekraft die Kunden, die an der Theke warten. Oder sie verdreht die Augen, wenn jemand eine Frage hat. Autsch! Das sind natürlich Minuspunkte.
BARS nimmt also typische Verhaltensweisen, die man beobachtet, und ordnet sie auf einer Skala ein. Diese Skala reicht von "absolut top" bis "geht gar nicht". Das Geniale daran? Jeder Punkt auf der Skala ist mit einem konkreten Beispiel verankert – daher der Name "Behaviourally Anchored".
Warum ist BARS so besonders?
Ganz einfach: Weil es fair ist! Stell dir vor, du bist ein Mitarbeiter. Du wirst nicht einfach nur nach Gefühl bewertet. Stattdessen bekommst du ganz klar gesagt: "Wenn du das und das machst, bist du super. Aber wenn du dich so und so verhältst, musst du dich verbessern."
Das ist wie eine klare Spielanleitung. Jeder weiß, woran er ist und was von ihm erwartet wird. Keine vagen Andeutungen, keine bösen Überraschungen. Nur klare, deutliche Fakten.
Und was macht das für den Chef? Nun, er hat ein Werkzeug, um objektiver zu bewerten. Keine Bauchentscheidungen mehr! Sondern eine solide Grundlage für Feedback und Leistungsbeurteilungen.
Ein bisschen Drama darf nicht fehlen...
Natürlich ist auch BARS nicht perfekt. Es ist Arbeit, so eine Skala zu erstellen. Man muss sich zusammensetzen, brainstormen und diskutieren. Aber hey, welche gute Sache kommt schon ohne ein bisschen Aufwand daher?
Außerdem kann es natürlich immer noch zu unterschiedlichen Meinungen kommen. Was der eine als "freundlich" empfindet, findet der andere vielleicht nur "okay". Aber genau hier liegt der Reiz: BARS regt zur Diskussion an und zwingt einen, genauer hinzuschauen.
Stell dir vor, du sitzt in einer Runde von Kollegen und ihr diskutiert über das Verhalten einer Servicekraft. "Findest du, dass sie wirklich freundlich war, als sie den Kaffee verschüttet hat?" "Naja, sie hat sich aber sofort entschuldigt und einen neuen gebracht!" Solche Gespräche sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch unglaublich wertvoll.
Durch die Diskussionen entsteht ein besseres Verständnis für das, was "gute" Performance wirklich ausmacht. Und das ist am Ende das Ziel von BARS: Eine faire, transparente und nachvollziehbare Bewertung von Arbeitsverhalten.
BARS im echten Leben
BARS wird in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Ob im Kundenservice, im Verkauf oder in der Produktion – überall, wo es darum geht, Verhalten zu bewerten, kann BARS hilfreich sein.
Denk mal an ein Callcenter. Die Mitarbeiter werden anhand von Kriterien wie Freundlichkeit, Kompetenz und Problemlösungsfähigkeit bewertet. Mit BARS kann man genau definieren, was "freundlich" am Telefon bedeutet: Nimmt der Mitarbeiter sich Zeit für den Kunden? Hört er aufmerksam zu? Bietet er proaktiv Lösungen an?
Oder im Vertrieb: Wie geht ein Verkäufer auf die Bedürfnisse des Kunden ein? Berät er ehrlich und kompetent? Oder versucht er nur, das teuerste Produkt zu verkaufen? Auch hier kann BARS helfen, die Performance objektiv zu bewerten und Verbesserungspotenziale aufzudecken.
Die Behaviourally Anchored Rating Scale ist also mehr als nur eine Bewertungsmethode. Sie ist ein Werkzeug, um Kommunikation zu fördern, Erwartungen zu klären und eine faire Arbeitsumgebung zu schaffen.
Und ganz ehrlich: Ein bisschen mehr Fairness und Transparenz können wir doch alle gebrauchen, oder?
Wenn du also das nächste Mal über Leistungsbeurteilungen nachdenkst, denk an BARS. Es ist vielleicht nicht so aufregend wie eine Talentshow, aber es ist definitiv unterhaltsamer und nützlicher als die meisten anderen Bewertungsmethoden da draußen.
Vielleicht inspiriert dich dieser Artikel ja sogar, selbst eine BARS-Skala für dein Team zu entwickeln. Wer weiß, vielleicht entdeckst du dabei ganz neue Talente und Verbesserungspotenziale!
Also, ran an die Buletten und viel Spaß beim Bewerten! Und denk dran: Es geht nicht darum, Fehler zu finden, sondern darum, gemeinsam besser zu werden.
