Bei Wieviel Grad Kurze Hose
Ah, die Gretchenfrage des Sommers! Die eine Frage, die uns alle umtreibt, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen durch die Wolken blinzeln: Bei wie viel Grad darf ich endlich kurze Hosen tragen? Eine Frage, die so tief in unserer Kultur verwurzelt ist, dass sie fast schon philosophische Dimensionen erreicht.
Es gibt keine offizielle Behörde, die das Tragen kurzer Hosen regelt. Keine DIN-Norm für Beinbekleidung. Keine Verordnung des Bundesamts für Style-Fragen. (Wäre das nicht herrlich?) Aber natürlich gibt es trotzdem Richtlinien. Ungeschriebene Gesetze, die in unseren Köpfen herumschwirren, seit wir das erste Mal im Kindergarten mit Kniebundhosen herumgetobt sind.
Die goldene Regel, die ich von meiner Oma gelernt habe (und die Oma weiß ja bekanntlich alles besser!): "Solange du nicht Gänsehaut bekommst, ist alles im grünen Bereich!" Das ist natürlich eine sehr subjektive Angelegenheit. Mein Nachbar beispielsweise läuft schon bei gefühlten 15 Grad in Shorts herum, während ich noch in Daunenjacke und Wollmütze bibbere. Er behauptet, er sei "abgehärtet". Ich behaupte, er hat einfach nur ein bisschen den Bezug zur Realität verloren. Aber hey, jedem Tierchen sein Pläsierchen!
Die Psychologie der kurzen Hose
Die Entscheidung für die kurze Hose ist ja viel mehr als nur eine Frage der Temperatur. Es ist eine Lebenseinstellung! Ein Statement! Ein Ausdruck puren Optimismus! Es signalisiert: "Hallo Welt, ich bin bereit für Sonne, Eis und gute Laune!" Wer kurze Hosen trägt, strahlt eine gewisse Lässigkeit aus. Eine "Mir kann keiner was"-Attitüde. Es sei denn, man trägt sie in Kombination mit weißen Socken und Sandalen. Dann strahlt man leider eher "Ich habe alle modischen Ratschläge ignoriert"-Attitüde aus. Aber das ist eine andere Geschichte.
Es ist auch wichtig, den Anlass zu berücksichtigen. Bei einem Vorstellungsgespräch im Bankgewerbe würde ich vielleicht doch eher zur langen Hose tendieren (es sei denn, der Job ist Bademeister). Aber für den entspannten Grillabend mit Freunden, den Ausflug in den Park oder den Besuch im Eiscafé sind kurze Hosen einfach perfekt. Und ehrlich gesagt, wer geht schon freiwillig in eine Bank, wenn die Sonne scheint?
Die verschiedenen Typen von Kurz-Hosen-Trägern
Es gibt verschiedene Arten von Kurz-Hosen-Enthusiasten:
- Der Pragmatiker: Ihm ist warm. Punkt. Die Temperatur ist über 20 Grad. Die Shorts werden rausgeholt. Keine Diskussion.
- Der Trendsetter: Er trägt kurze Hosen, weil es gerade angesagt ist. Egal, ob ihm kalt ist oder nicht. Hauptsache, er ist "in".
- Der Nostalgiker: Er erinnert sich an die unbeschwerten Sommer seiner Kindheit und möchte dieses Gefühl wieder aufleben lassen. Jedes Mal, wenn er in kurze Hosen schlüpft, fühlt er sich wieder wie 10 Jahre alt.
- Der Draufgänger: Ihm ist alles egal. Er trägt kurze Hosen im Winter, zum Skifahren und sogar zur Beerdigung seiner Tante Erna. (Ok, vielleicht nicht zur Beerdigung. Aber fast.)
Egal, zu welcher Kategorie du gehörst: Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst! Und dass du dich nicht von anderen Leuten beeinflussen lässt. Wenn dir danach ist, bei 18 Grad kurze Hosen zu tragen, dann tu es! (Aber beschwer dich nicht, wenn ich dich mitleidig anschaue, während ich in meiner Daunenjacke sitze! 😉)
Ich persönlich habe die 22-Grad-Regel für mich festgelegt. Wenn das Thermometer die 22 knackt, dann gibt es kein Halten mehr! Die kurzen Hosen werden aus dem Schrank geholt, die Beine eingecremt (ja, auch Männer cremen ihre Beine ein!), und dann geht es ab nach draußen, um die Sonne zu genießen!
Aber mal ehrlich, im Grunde ist es doch so: Die beste Temperatur für kurze Hosen ist die, bei der man sich gut fühlt. Also, raus mit euch und genießt den Sommer! Und vergesst nicht, genügend Sonnencreme aufzutragen. Denn Sonnenbrand ist wirklich uncool. Sogar, wenn man die coolste kurze Hose der Welt trägt!
Und wer weiß, vielleicht erfinden wir ja irgendwann mal eine Kurz-Hosen-App, die uns genau sagt, wann der perfekte Zeitpunkt gekommen ist. Mit personalisierter Gänsehaut-Warnung und Stil-Berater. Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel auf unser Bauchgefühl verlassen. Und auf die Weisheit unserer Omas. Denn die hatten ja bekanntlich immer Recht!
