Bericht Schreiben 6. Klasse Gymnasium Beispiele
Hallöchen, ihr lieben Weltenbummler! Sagt mal, erinnert ihr euch noch an eure Schulzeit? Genauer gesagt, an die 6. Klasse? Ich weiß, klingt erstmal nach Hausaufgaben und Vokabeln pauken. Aber genau da hat bei mir ein kleiner Samen gekeimt, der mich bis heute auf meinen Reisen begleitet: das Bericht schreiben. Ja, ihr habt richtig gelesen! Klingt erstmal trocken, aber glaubt mir, das Schreiben von Berichten hat mir geholfen, meine Reiseerlebnisse viel intensiver zu verarbeiten und festzuhalten. Und ich möchte euch heute zeigen, wie auch ihr davon profitieren könnt!
Ich erinnere mich noch genau an die Deutschstunde. Frau Müller, unsere Lehrerin, erklärte uns die Grundlagen: Was ist ein Bericht? Wie ist er aufgebaut? Und vor allem: Was gehört rein? Am Anfang dachte ich, das ist ja toootal langweilig. Aber dann bekamen wir eine Aufgabe: Wir sollten einen Bericht über einen Schulausflug schreiben. Und plötzlich wurde es spannend!
Unser Ausflug ging in den Zoo. Ein Klassiker, ich weiß. Aber was ich damals gelernt habe, war, genau hinzusehen. Nicht nur die Tiere oberflächlich zu betrachten, sondern auf Details zu achten: Wie bewegt sich der Tiger? Was frisst der Affe? Wie riecht es im Elefantenhaus? Diese kleinen Beobachtungen, diese Sinneseindrücke, sollten wir in unserem Bericht festhalten.
Und genau das ist auch heute noch das Geheimnis eines guten Reiseberichts: Beobachten, fühlen, riechen, schmecken! Vergesst die allgemeinen Phrasen à la "Es war sehr schön". Zeigt euren Lesern, warum es schön war. Nehmt sie mit auf eure Reise, lasst sie teilhaben an euren Erlebnissen!
Wie sah so ein Bericht in der 6. Klasse denn aus?
Ganz einfach: Wir haben gelernt, uns an einen klaren Aufbau zu halten. Und das ist auch heute noch eine gute Orientierung:
1. Einleitung
Hier haben wir kurz erklärt, worum es geht: Was war der Anlass des Berichts? Wann und wo fand das Ereignis statt? Wer war beteiligt? Zum Beispiel: "Am 15. Mai 2003 unternahm die Klasse 6a des Gymnasium Musterstadt einen Ausflug in den städtischen Zoo."
2. Hauptteil
Das ist der wichtigste Teil! Hier kommt alles rein, was passiert ist. Aber nicht einfach nur eine Auflistung von Ereignissen, sondern eine lebendige Schilderung. Was haben wir erlebt? Was haben wir gesehen? Was hat uns besonders beeindruckt? Und das Ganze natürlich in der richtigen Reihenfolge! Zum Beispiel: "Nach unserer Ankunft im Zoo versammelten wir uns zunächst vor dem Affenhaus. Dort beobachteten wir, wie die Affen akrobatische Kunststücke vorführten und sich gegenseitig neckten. Besonders lustig fanden wir, als ein Affe einem Besucher eine Bananenschale klaute."
Wichtig war auch, nicht nur Fakten runterzubeten, sondern auch eigene Eindrücke und Gefühle zu schildern. Hat uns etwas besonders gut gefallen? Hat uns etwas Angst gemacht? Waren wir traurig oder glücklich? Zum Beispiel: "Ich fand es faszinierend, den Tiger so majestätisch durch sein Gehege streifen zu sehen. Seine Augen strahlten eine unglaubliche Kraft aus, die mir Respekt einflößte."
Und das ist auch der Punkt, der einen guten Reisebericht ausmacht: Die persönliche Note! Jeder kann Fakten recherchieren, aber deine Erlebnisse, deine Gefühle, das ist das, was deinen Bericht einzigartig macht.
3. Schluss
Im Schlussteil haben wir eine kurze Zusammenfassung geschrieben und unsere persönliche Meinung geäußert. Hat uns der Ausflug gefallen? Was haben wir gelernt? Würden wir ihn weiterempfehlen? Zum Beispiel: "Der Ausflug in den Zoo war ein voller Erfolg. Wir haben nicht nur viele interessante Tiere gesehen, sondern auch gelernt, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen. Ich würde jedem einen Besuch im Zoo empfehlen!"
Beispiele aus der Praxis – Wie ich die Berichtstechnik auf Reisen nutze
Klingt alles ganz einfach, oder? Aber wie wende ich das jetzt konkret auf meinen Reisen an? Hier ein paar Beispiele:
* Der Markt in Marrakesch: Anstatt einfach nur zu schreiben: "Der Markt war sehr bunt und laut", versuche ich, die Atmosphäre einzufangen. Wie riecht es nach Gewürzen und Leder? Welche Farben dominieren? Welche Geräusche höre ich? Was passiert um mich herum? Ich beschreibe die Händler, die ihre Waren anpreisen, die Touristen, die feilschen, die Gaukler, die ihr Publikum unterhalten. Ich erzähle von dem Tee, den ich getrunken habe, von dem Datteln, die ich probiert habe. Und schon wird aus einem einfachen Satz ein lebendiges Bild. * Die Wanderung in den Anden: Ich schreibe nicht nur, wie anstrengend die Wanderung war, sondern auch, wie atemberaubend die Landschaft war. Ich beschreibe die schneebedeckten Gipfel, die tiefblauen Seen, die karge Vegetation. Ich erzähle von der dünnen Luft, die mir die Kehle zuschnürt, von der Sonne, die auf meiner Haut brennt, von dem Wind, der mir ins Gesicht peitscht. Und ich beschreibe das Gefühl, als ich endlich den Gipfel erreicht habe: Die Erschöpfung, aber auch die unendliche Genugtuung. * Das Essen in Neapel: Ich schreibe nicht nur, dass die Pizza lecker war, sondern auch, wie sie geschmeckt hat. Ich beschreibe den knusprigen Teig, die saftige Tomatensauce, den schmelzenden Mozzarella, das frische Basilikum. Ich erzähle von dem freundlichen Kellner, von dem lauten Lachen der Einheimischen, von der warmen Abendluft. Und ich beschreibe das Gefühl, als ich die erste Pizza meines Lebens in Neapel gegessen habe: Die pure Glückseligkeit.Und das ist es, was das Schreiben von Berichten so wertvoll macht: Es zwingt dich, intensiver wahrzunehmen, genauer hinzusehen, bewusster zu erleben. Und es hilft dir, deine Erinnerungen lebendig zu halten, auch noch Jahre später.
Tipps und Tricks für angehende Reiseschreiber
Ihr habt Lust bekommen, es selbst auszuprobieren? Super! Hier noch ein paar Tipps, die euch den Einstieg erleichtern:
* Macht euch Notizen! Egal, ob auf dem Smartphone, im Notizbuch oder auf einem Zettel: Schreibt alles auf, was euch auffällt. Keine Sorge, ihr müsst nicht gleich einen fertigen Bericht schreiben. Sammelt einfach erstmal Eindrücke und Informationen. * Nehmt Fotos und Videos auf! Bilder sagen mehr als tausend Worte. Aber Achtung: Verlasst euch nicht nur auf eure Bilder. Nutzt sie als Inspiration, um eure Erinnerungen aufzufrischen und eure Berichte zu bereichern. * Schreibt so, wie ihr sprecht! Vergesst komplizierte Satzkonstruktionen und gestelzte Formulierungen. Schreibt einfach so, wie ihr euren Freunden von euren Erlebnissen erzählen würdet. * Habt keine Angst vor Fehlern! Niemand ist perfekt. Wichtig ist, dass ihr Spaß am Schreiben habt und eure Erlebnisse teilt. * Lest andere Reiseberichte! Lasst euch inspirieren, aber kopiert nicht. Findet euren eigenen Stil und eure eigene Stimme. * Übung macht den Meister! Je mehr ihr schreibt, desto besser werdet ihr. Fangt klein an und steigert euch langsam. * Findet ein Thema, das euch begeistert! Egal, ob es sich um Essen, Kultur, Natur oder Abenteuer handelt: Schreibt über das, was euch am Herzen liegt. Das wird man eurem Bericht anmerken.Also, worauf wartet ihr noch? Packt eure Koffer, macht euch auf den Weg und schreibt eure eigenen Reiseberichte! Die Welt wartet darauf, von euren Erlebnissen zu erfahren. Und wer weiß, vielleicht steckt in euch ja auch ein kleiner Reiseblogger, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden! Ich wünsche euch viel Spaß dabei!
Und vergesst nicht: Der beste Reisebericht ist der, der ehrlich, authentisch und persönlich ist. Also, lasst eure Persönlichkeit durchscheinen und zeigt der Welt, was ihr erlebt habt!
Denn das Leben ist eine Reise, und jeder Moment ist es wert, festgehalten zu werden.
