Bericht Schreiben Klasse 7 Pdf
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist wieder da, diesmal mit einem ganz besonderen Bericht. Ja, ich weiß, ich bin sonst eher in exotischen Ländern oder pulsierenden Metropolen unterwegs. Aber dieses Mal habe ich etwas völlig anderes gemacht. Ich habe mich nämlich auf die Spuren meiner eigenen Schulzeit begeben – genauer gesagt, auf die Spuren des Deutschunterrichts in der 7. Klasse! Klingt komisch? Vielleicht ein bisschen. Aber lasst mich euch erzählen, warum das so viel spannender war, als ihr denkt, und was ich dabei für meine eigenen Reisen gelernt habe.
Es fing alles mit einer harmlosen Frage an. Meine Nichte, Lisa, geht jetzt in die 7. Klasse und hatte Schwierigkeiten mit dem Schreiben von Berichten. Ihr kennt das sicher: Irgendetwas ist passiert, man soll es präzise und objektiv schildern, aber irgendwie klingt es am Ende doch nur langweilig und trocken. Ich erinnerte mich dunkel, dass auch ich in der 7. Klasse mit Berichten gekämpft hatte, und beschloss, Lisa unter die Arme zu greifen. Allerdings wollte ich das nicht einfach nur theoretisch machen. Ich wollte es wiedererleben, quasi eine Zeitreise in meine eigene Vergangenheit!
Also habe ich mir Lisas Deutschbuch geschnappt (jaja, ich weiß, klingt nerdig!) und das Kapitel über Berichte durchgearbeitet. Dabei ist mir aufgefallen, wie wichtig die Grundlagen eigentlich sind: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Diese W-Fragen sind nicht nur für Schulberichte relevant, sondern auch für Reiseberichte! Denn auch wenn ich als Reisebloggerin natürlich versuche, meine persönlichen Eindrücke und Emotionen einzubringen, ist es doch wichtig, dass die Fakten stimmen und die Leser eine klare Vorstellung davon bekommen, was ich erlebt habe.
Die Herausforderung: Ein Bericht über…irgendwas!
Nachdem ich die Theorie aufgefrischt hatte, brauchte ich natürlich ein "Ereignis", über das ich berichten konnte. Und hier kam die größte Herausforderung: Ich wollte kein typisches Schulpraktikum oder eine Sportveranstaltung beschreiben. Ich wollte etwas, das mich wirklich interessiert, etwas, das mit meinen Reisen zu tun hat. Nach langem Überlegen kam mir die Idee: Ich würde einen Bericht über meinen letzten Wochenendausflug in den Harz schreiben. Allerdings nicht als Reisebericht, sondern als "objektiver Beobachter", der das Geschehen so neutral wie möglich schildert.
Der Harz, liebe Leute, ist ja bekannt für seine wunderschönen Wanderwege, die mystischen Wälder und natürlich den Brocken, den höchsten Berg Norddeutschlands. Ich hatte ein herrliches Wochenende dort verbracht, mit langen Wanderungen, leckerem Essen und ganz viel frischer Luft. Aber wie sollte ich das jetzt in einen "neutralen Bericht" verwandeln?
Schritt für Schritt zum perfekten Bericht
Zuerst habe ich mir eine Gliederung gemacht. Das ist, wie ich gelernt habe, das A und O beim Schreiben eines Berichts. Ich habe mir die wichtigsten Ereignisse des Wochenendes notiert: Die Anreise, die Wanderungen, das Essen im Restaurant, der Besuch des Brockens, die Rückreise. Dann habe ich zu jedem Punkt Stichworte gesammelt: Was genau ist passiert? Wer war beteiligt? Wann und wo hat es stattgefunden?
Als nächstes habe ich angefangen zu schreiben. Und hier wurde es knifflig. Ich durfte keine wertenden Adjektive verwenden, keine persönlichen Meinungen äußern, keine ausschmückenden Beschreibungen einfügen. Stattdessen musste ich mich auf die reinen Fakten konzentrieren. Zum Beispiel: "Am Samstagmorgen um 9:00 Uhr begann die Wanderung vom Parkplatz Torfhaus zum Brocken. Die Wandergruppe bestand aus zwei Personen. Die Temperatur betrug 12 Grad Celsius." Klingt langweilig, oder? Aber genau das war ja die Aufgabe!
Ich habe mich wirklich bemüht, so objektiv wie möglich zu sein. Anstatt zu schreiben: "Der Blick vom Brocken war atemberaubend!", habe ich geschrieben: "Vom Brocken aus hatte man einen weiten Blick über den Harz. Die Sichtweite betrug ca. 50 Kilometer." Statt: "Das Essen im Restaurant war köstlich!", hieß es: "Im Restaurant wurde ein Schnitzel mit Pommes Frites serviert. Die Portion war ausreichend groß."
Das Schwierigste war, meine eigenen Emotionen auszublenden. Als Reisebloggerin bin ich es ja gewohnt, meine Begeisterung und meine Eindrücke mit meinen Lesern zu teilen. Aber hier war das völlig tabu. Es war eine interessante Erfahrung, sich so stark zurückzunehmen und nur die Fakten sprechen zu lassen.
Nachdem ich den Bericht fertiggestellt hatte, habe ich ihn mehrmals überarbeitet. Ich habe auf korrekte Grammatik und Rechtschreibung geachtet, und ich habe versucht, den Text noch weiter zu straffen und zu präzisieren. Am Ende hatte ich einen Bericht, der zwar sachlich und objektiv war, aber auch ein bisschen…leblos.
Was ich gelernt habe (und was ihr für eure Reisen lernen könnt!)
Was habe ich aus dieser "Zeitreise" in die 7. Klasse gelernt? Erstens: Die Grundlagen des Berichtschreibens sind wirklich wichtig. Die W-Fragen sind ein guter Leitfaden, um ein Ereignis systematisch zu erfassen und zu beschreiben. Zweitens: Objektivität ist eine Tugend, aber sie sollte nicht auf Kosten der Lebendigkeit gehen. Ein guter Bericht sollte zwar sachlich sein, aber er sollte auch die Leser fesseln und ihnen ein klares Bild von dem Geschehen vermitteln.
Und was bedeutet das für eure Reisen? Ganz einfach: Wenn ihr eure Erlebnisse festhaltet, sei es in einem Reisetagebuch, in einem Blog oder einfach nur in euren Erinnerungen, solltet ihr euch an die W-Fragen halten. Notiert euch die wichtigsten Fakten: Wer war dabei? Was ist passiert? Wann und wo hat es stattgefunden? Aber vergesst dabei nicht, eure persönlichen Eindrücke und Emotionen einzubringen. Denn das ist es, was eure Reiseberichte einzigartig macht!
Ein Tipp: Macht euch während der Reise Notizen. Notiert euch nicht nur die Fakten, sondern auch eure Gedanken, Gefühle und Beobachtungen. Was hat euch besonders beeindruckt? Was hat euch überrascht? Was hat euch zum Lachen gebracht? Diese Details sind es, die eure Reiseberichte lebendig und authentisch machen.
Und noch ein Tipp: Lest Reiseberichte von anderen Reisenden. Lasst euch inspirieren von ihren Schreibstilen, ihren Perspektiven und ihren Erfahrungen. Aber versucht nicht, sie zu kopieren. Findet euren eigenen Stil und eure eigene Stimme. Denn jeder Mensch reist anders, und jeder Mensch erlebt die Welt auf seine eigene Weise.
Zum Schluss noch ein paar Worte an meine Nichte Lisa: Gib nicht auf! Das Schreiben von Berichten ist am Anfang vielleicht schwierig, aber mit etwas Übung und Geduld wirst du es schaffen. Und denk daran: Auch wenn Berichte manchmal trocken und langweilig sein können, können sie auch sehr spannend und informativ sein. Vor allem, wenn es um deine eigenen Reisen geht!
Und an euch, meine lieben Leser: Ich hoffe, dieser etwas ungewöhnliche Bericht hat euch gefallen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen, eure eigenen Reiseerlebnisse in einem Bericht festzuhalten. Ich bin gespannt auf eure Geschichten!
Bis zum nächsten Mal und happy travels!
