Bernd Höcke Heute Show Bundestag
Hand aufs Herz: Wer schaltet bei Bernd Höcke eigentlich noch ab? Ich meine, so richtig?
Klar, Empörung ist wichtig. Und wer die Reden von Höcke analysiert, findet genug, was einem die Nackenhaare aufstellt. Aber Hand aufs Herz, liebe Freunde: Ist es nicht manchmal ein bisschen... vorhersehbar?
Der ewige Kreislauf: Höcke sagt was, alle sind empört
Stell dir vor: Höcke hält eine Rede. Sagen wir, irgendwas über "Umvolkung" oder die "Altparteien". Die Medien stürzen sich drauf. Talkshows laden Experten ein, die mit ernster Miene erklären, warum das alles so gefährlich ist. Twitter explodiert. Und am Ende? Hat sich wirklich was geändert?
Ich behaupte mal: Viele haben schon innerlich "Bingo!" gerufen, bevor er überhaupt den Mund aufgemacht hat. Weil man genau weiß, was kommt. Das ist wie beim Lieblings-Trash-Film: Man kennt die Handlung auswendig, guckt ihn aber trotzdem.
Und die Heute Show?
Jetzt kommt der Clou: Die Heute Show! Die machen sich natürlich lustig über Höcke. Ist ja auch deren Job. Und ehrlich gesagt, oft ist es grandios. Aber manchmal frage ich mich: Ist das nicht auch ein bisschen... zu einfach?
Ich meine, Höcke liefert doch Steilvorlagen am laufenden Band! Das ist wie Enten füttern im Park. Die kommen von alleine angerannt und schnappen nach dem Brot. Klar, die Heute Show macht geniale Pointen daraus. Aber ist das nicht ein bisschen... zu vorhersehbar geworden? Wird der Reflex nicht langsam stumpf?
Vielleicht ist das meine unpopular opinion, aber ich finde, Höcke hat fast schon so einen Stammplatz in der Heute Show wie Christian Lindner. Und das ist, bei allem Respekt vor Lindner, nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal.
Der Bundestag als Bühne?
Und der Bundestag? Manchmal habe ich das Gefühl, Höcke genießt es, dort aufzutreten. Er weiß genau, dass jede seiner Aussagen für Aufruhr sorgen wird. Und Aufruhr bedeutet Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit bedeutet Relevanz.
Es ist fast so, als ob er sich denkt: "Je mehr ihr mich hasst, desto stärker werde ich!" Und vielleicht hat er damit gar nicht so unrecht. Denn jede Empörungswelle spült ihn wieder ins Gespräch.
Versteht mich nicht falsch: Ich bin absolut gegen das, was Höcke sagt und vertritt. Aber ich glaube, wir müssen uns fragen, ob wir mit unserer Empörungsroutine ihm nicht vielleicht sogar in die Hände spielen. Ob wir ihm nicht die Bühne bieten, die er so dringend braucht.
Vielleicht wäre es manchmal effektiver, ihn einfach... zu ignorieren? Oder ihn zumindest nicht jede Woche aufs Neue zum Staatsfeind Nummer Eins zu erklären?
Ich weiß, das ist ein gewagter Gedanke. Aber vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, ob wir nicht in einer Endlosschleife gefangen sind. In der Bernd Höcke sagt was, alle sind empört, und die Heute Show macht einen gag draus. Und am Ende ändert sich... nichts.
Oder wie Olaf Scholz sagen würde: "Das ist doch alles alternativlos!" (Achtung, Ironie!)
Vielleicht sollten wir uns überlegen, wie wir mit solchen Figuren umgehen, ohne ihnen ständig die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie so gierig aufsaugen. Vielleicht brauchen wir neue Strategien. Neue Wege, um dem braunen Sumpf das Wasser abzugraben.
Und vielleicht, ganz vielleicht, sollte die Heute Show mal einen Abend lang Höcke ignorieren. Einfach, um zu sehen, was passiert. (Ich wette, er würde sich trotzdem irgendwie ins Gespräch bringen.)
Was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der ähnlich denkt?
Ich freue mich auf eure Kommentare! (Und bitte keine Morddrohungen. Danke.)
Und denkt dran: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auch über Bernd Höcke. Oder eben nicht.
