Berufliches Vorbild B2 Beispiel
Berufliches Vorbild? Klingt erstmal nach steifer Krawatte und Powerpoint-Präsentation, oder? Aber lasst uns mal ehrlich sein: Manchmal ist das inspirierendste Vorbild jemand, der uns total überrascht. Und manchmal ist es auch einfach nur saukomisch, wie man sich so jemanden zum Vorbild nimmt.
Die Oma und die Excel-Tabelle
Nehmen wir mal meine Oma, Erna. Erna hat ihr Leben lang im Tante-Emma-Laden um die Ecke gearbeitet. Keine Uni, keine fancy Karriere. Aber Erna konnte mit einer Excel-Tabelle jonglieren, da konnten sich manche BWLer noch 'ne Scheibe abschneiden! Und das, obwohl sie sich das alles selbst beigebracht hat, weil "der Computer im Büro immer so komisch geblinkt hat."
Ihr Geheimnis? Erna hat sich nie entmutigen lassen. Wenn sie was nicht wusste, hat sie einfach so lange rumprobiert, bis es geklappt hat. Und wenn sie dann doch mal Hilfe brauchte, hat sie den jungen Praktikanten so lange mit Kuchen bestochen, bis er ihr alles erklärt hat. Kuchen als Karriere-Booster! Wer hätte das gedacht?
Ich habe von Erna gelernt, dass Beharrlichkeit und ein Schuss Humor manchmal mehr wert sind als jeder Masterabschluss. Außerdem: Unterschätze niemals die Macht eines guten Streuselkuchens!
Der Hausmeister mit dem Händchen für Innovation
Dann war da noch Herr Müller, der Hausmeister an meiner alten Schule. Herr Müller war eigentlich für kaputte Wasserhähne und verstopfte Toiletten zuständig. Aber er hatte ein Faible für Technik. Und er hatte immer die besten Ideen!
Er hat zum Beispiel aus alten Fahrrädern und Waschmaschinenmotoren ein System gebaut, mit dem man den Schulhof bewässern konnte. Natürlich hat das Ding am Anfang mehr Wasser verschwendet als gespart, aber Herr Müller hat einfach weitergebastelt, bis es perfekt war. Und am Ende war der Schulhof der grünste der ganzen Stadt!
Herr Müller hat mir gezeigt, dass Innovation nicht unbedingt aus dem Silicon Valley kommen muss. Manchmal steckt sie auch in einem alten Werkzeugkeller. Und dass es sich lohnt, einfach mal loszulegen, auch wenn man nicht genau weiß, wo die Reise hingeht.
Die Lektion: Einfach mal machen!
Diese beiden Beispiele zeigen, dass berufliche Vorbilder nicht immer die typischen Karrieremenschen sein müssen. Manchmal sind es die ganz normalen Leute, die uns mit ihrer Art, die Dinge anzugehen, inspirieren. Die uns zeigen, dass man mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und einer Prise Wahnsinn alles erreichen kann.
Also, wer ist dein überraschendes berufliches Vorbild? Die Floristin, die immer die schönsten Blumensträuße bindet? Der Busfahrer, der jeden Morgen gute Laune verbreitet? Oder vielleicht sogar der Pizzabäcker, der die perfekte Pizza Margherita zaubert?
Das inspirierende Chaos des Pizzabäckers
Apropos Pizzabäcker: Ich erinnere mich an Giovanni, den Pizzabäcker in dem kleinen Restaurant, in dem ich früher gekellnert habe. Giovanni war ein absolutes Chaos. Mehl überall, Soße an der Schürze, ständig hat er irgendwas fallen lassen. Aber seine Pizzen waren legendär! Er hat immer gesagt: "Eine gute Pizza braucht Liebe – und ein bisschen Glück!"
Giovanni hat mir gezeigt, dass Perfektion nicht alles ist. Manchmal ist es gerade das Unperfekte, das etwas besonders macht. Und dass man sich auch mal erlauben darf, Fehler zu machen. Hauptsache, am Ende schmeckt's!
"Das Leben ist wie eine Pizza: Hauptsache, man hat Spaß beim Belegen!" - Giovanni, der weise Pizzabäcker
Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr wie Giovanni sein: Einfach mal draufloslegen, auch wenn's chaotisch wird. Mit Liebe und Leidenschaft dabei sein. Und sich nicht zu sehr darüber ärgern, wenn mal was daneben geht. Denn am Ende zählt nur, dass wir unseren eigenen Weg finden – und dass wir dabei Spaß haben.
Also, ran an die Tasten, ran an den Teig, ran an was auch immer dich inspiriert! Und vergiss nicht: Dein überraschendstes berufliches Vorbild könnte genau derjenige sein, von dem du es am wenigsten erwartest.
Und wer weiß, vielleicht wirst du ja eines Tages selbst zum Vorbild für jemand anderen. Mit deiner ganz eigenen, einzigartigen und vielleicht auch ein bisschen verrückten Art, die Dinge anzugehen.
