Bewegungsgeschichten Für Senioren Zum Mitmachen Für Aktivierungsrunden
Herzlich willkommen! Sind Sie auf der Suche nach einer Möglichkeit, Aktivierungsrunden für Senioren aufzulockern und gleichzeitig Bewegung in den Alltag zu bringen? Dann sind Sie hier genau richtig. Bewegungsgeschichten sind eine wunderbare Methode, um ältere Menschen auf spielerische Weise zu aktivieren, ihre kognitiven Fähigkeiten zu fördern und gleichzeitig Freude zu bereiten. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Grundlagen von Bewegungsgeschichten vor, geben Ihnen praktische Tipps zur Gestaltung und zeigen Ihnen einige Beispiele, die Sie direkt umsetzen können.
Was sind Bewegungsgeschichten?
Bewegungsgeschichten sind kurze, fantasievolle Erzählungen, die Bewegungselemente integrieren. Anstatt einfach nur Anweisungen zu geben, werden die Senioren in eine Geschichte hineingezogen und führen die Bewegungen im Kontext der Handlung aus. Das macht die Aktivität nicht nur effektiver, sondern auch deutlich unterhaltsamer. Der Fokus liegt nicht auf Perfektion, sondern auf der Freude an der Bewegung und der gemeinsamen Aktivität. Bewegungsgeschichten können sowohl im Sitzen als auch im Stehen durchgeführt werden, je nach den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Teilnehmer.
Die Vorteile von Bewegungsgeschichten
Die Vorteile von Bewegungsgeschichten für Senioren sind vielfältig:
- Förderung der körperlichen Aktivität: Sanfte Bewegungen verbessern die Durchblutung, stärken die Muskeln und erhalten die Beweglichkeit.
- Anregung der kognitiven Fähigkeiten: Das Zuhören, Vorstellen und Umsetzen der Geschichte trainiert Gedächtnis, Konzentration und Kreativität.
- Verbesserung der sozialen Interaktion: Gemeinsames Lachen, Bewegen und Erleben stärkt den Zusammenhalt und reduziert das Gefühl der Isolation.
- Steigerung des Wohlbefindens: Bewegung setzt Endorphine frei, die stimmungsaufhellend wirken und Stress abbauen.
- Anpassbarkeit: Bewegungsgeschichten lassen sich leicht an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Teilnehmer anpassen.
Wie gestalte ich eine Bewegungsgeschichte?
Das Erstellen einer eigenen Bewegungsgeschichte ist einfacher als Sie vielleicht denken. Hier sind einige Schritte, die Ihnen dabei helfen:
- Zielgruppe definieren: Berücksichtigen Sie die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer. Sind sie mobil oder sitzen sie hauptsächlich? Gibt es bestimmte Einschränkungen?
- Thema wählen: Wählen Sie ein Thema, das die Senioren anspricht und positive Erinnerungen weckt. Das können beispielsweise Naturerlebnisse, Reisen, Märchen oder alltägliche Situationen sein.
- Handlung entwickeln: Überlegen Sie sich eine einfache Handlung mit einem klaren Anfang, einer Entwicklung und einem Ende. Vermeiden Sie komplizierte Wendungen und halten Sie die Geschichte kurz und übersichtlich.
- Bewegungen integrieren: Bauen Sie passende Bewegungen in die Handlung ein. Achten Sie darauf, dass die Bewegungen für alle Teilnehmer durchführbar sind und keine Überforderung entsteht. Beispiele für Bewegungen sind Armkreisen, Schulterheben, Beine anheben, aufstehen und hinsetzen, nicken und Kopfschütteln.
- Sprache anpassen: Verwenden Sie eine einfache, verständliche Sprache und vermeiden Sie Fremdwörter. Sprechen Sie langsam und deutlich und geben Sie klare Anweisungen.
- Requisiten einsetzen (optional): Requisiten wie Tücher, Bälle, Musik oder Bilder können die Geschichte lebendiger machen und die Fantasie anregen.
- Testlauf: Probieren Sie die Geschichte vorab mit einer kleinen Gruppe aus, um Feedback zu erhalten und eventuelle Anpassungen vorzunehmen.
Beispiele für Bewegungsgeschichten
Hier sind einige Beispiele für Bewegungsgeschichten, die Sie als Inspiration nutzen können:
Beispiel 1: Der Spaziergang im Wald
(Alle sitzen auf Stühlen)
Erzähler: "Guten Morgen, liebe Senioren! Stellen wir uns vor, wir machen heute einen schönen Spaziergang im Wald. Die Sonne scheint, und die Vögel zwitschern. Wir atmen tief ein (tief einatmen und ausatmen) und spüren die frische Waldluft in unserer Lunge. Wir stehen langsam auf (langsam aufstehen) und gehen los. Wir gehen ganz langsam, Schritt für Schritt (langsam im Kreis gehen oder auf der Stelle treten). Oh, seht mal, da liegt ein großer Ast auf dem Weg! Wir müssen ihn vorsichtig übersteigen (hohe Knie heben beim Gehen). Geschafft! Jetzt sehen wir einen kleinen Bach. Wir beugen uns nach vorne und spritzen uns etwas Wasser ins Gesicht (sich nach vorne beugen und mit den Händen das Gesicht betupfen). Das ist erfrischend! Wir gehen weiter und sehen einen hohen Baum. Wir strecken unsere Arme nach oben und versuchen, die Blätter zu berühren (Arme nach oben strecken und sich dehnen). Wir gehen weiter und hören einen Kuckuck rufen. 'Kuckuck, Kuckuck!' Wir zählen, wie oft er ruft (aufmerksam zuhören und die Anzahl der Rufe zählen). Jetzt sind wir müde und setzen uns auf eine Bank unter einem schattigen Baum (langsam hinsetzen). Wir ruhen uns aus und genießen die Ruhe im Wald (Augen schließen und entspannen). Nach einer Weile machen wir uns wieder auf den Rückweg. Wir stehen langsam auf (langsam aufstehen) und gehen zurück zum Ausgangspunkt (langsam im Kreis gehen oder auf der Stelle treten). Wir sind wieder da! Wir haben einen wunderschönen Spaziergang im Wald gemacht."
Beispiel 2: Die Gartenarbeit
(Alle sitzen auf Stühlen)
Erzähler: "Heute wollen wir im Garten arbeiten. Wir nehmen unsere Gartenschaufel (so tun, als ob man eine Schaufel hält) und beginnen, die Erde umzugraben (mit den Armen kreisende Bewegungen machen). Oh, das ist anstrengend! Wir müssen uns etwas anstrengen (Gesicht verziehen und stöhnen). Jetzt ist die Erde locker. Wir nehmen die Samen (so tun, als ob man Samen in der Hand hat) und säen sie in die Erde (mit der Hand säende Bewegungen machen). Wir gießen die Samen mit Wasser (so tun, als ob man eine Gießkanne hält und gießt). Wir beobachten, wie die Pflanzen wachsen (mit den Händen nach oben wachsende Bewegungen machen). Sie werden immer größer und größer (mit den Armen nach oben strecken). Jetzt blühen die Blumen in allen Farben (Arme ausbreiten und sich drehen). Wir pflücken einen schönen Blumenstrauß (so tun, als ob man Blumen pflückt) und stellen ihn auf den Tisch (so tun, als ob man einen Blumenstrauß auf den Tisch stellt). Wir sind stolz auf unsere Arbeit im Garten."
Beispiel 3: Die Reise mit dem Schiff
(Alle sitzen auf Stühlen)
Erzähler: "Ahoi, liebe Matrosen! Wir begeben uns heute auf eine spannende Schiffsreise! Wir hissen die Segel! (Arme nach oben ziehen, als ob man ein Seil zieht). Der Wind bläst uns ins Gesicht (Hände vors Gesicht halten und pusten). Das Schiff schaukelt leicht (leicht hin und her wiegen). Wir schauen in die Ferne und sehen Möwen (Hand über die Augen halten und in die Ferne schauen). Sie kreisen über uns (Arme kreisen lassen). Plötzlich entdecken wir Delfine, die neben dem Schiff herschwimmen (mit den Armen wellenförmige Bewegungen machen). Sie springen hoch und machen lustige Kunststücke (mit den Armen Sprünge imitieren). Ein Sturm zieht auf! Das Schiff schaukelt heftig (sich stark hin und her wiegen und festhalten). Wir halten uns gut fest! Der Sturm ist vorbei. Die Sonne scheint wieder. Wir sehen eine Insel am Horizont (Hand über die Augen halten und in die Ferne schauen). Wir legen an und gehen an Land (im Sitzen auf der Stelle treten). Wir erkunden die Insel und entdecken exotische Pflanzen und Tiere (sich neugierig umschauen). Nach einer Weile kehren wir zum Schiff zurück und setzen unsere Reise fort (wieder leicht hin und her wiegen). Wir haben eine unvergessliche Schiffsreise erlebt!"
Tipps für die Durchführung
Hier sind noch einige zusätzliche Tipps, die Ihnen bei der Durchführung von Bewegungsgeschichten helfen können:
- Atmosphäre schaffen: Sorgen Sie für eine angenehme und entspannte Atmosphäre. Spielen Sie beruhigende Musik oder zünden Sie eine Duftkerze an.
- Flexibel bleiben: Passen Sie die Geschichte und die Bewegungen an die Tagesform der Teilnehmer an. Wenn jemand nicht mitmachen kann oder möchte, ist das kein Problem.
- Motivation fördern: Loben Sie die Teilnehmer für ihre Bemühungen und betonen Sie den Spaß an der Bewegung.
- Wiederholungen: Wiederholen Sie die Geschichten regelmäßig, um den Lerneffekt zu verstärken.
- Eigene Kreativität einbringen: Scheuen Sie sich nicht, eigene Ideen einzubringen und die Geschichten individuell anzupassen.
Mit ein wenig Kreativität und Einfühlungsvermögen können Sie Bewegungsgeschichten zu einem wertvollen Bestandteil der Aktivierungsrunden für Senioren machen. Sie fördern nicht nur die körperliche und geistige Gesundheit, sondern sorgen auch für Freude und Abwechslung im Alltag. Probieren Sie es aus und erleben Sie die positiven Auswirkungen!
Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen geholfen, die Welt der Bewegungsgeschichten für Senioren besser kennenzulernen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Aktivieren!
