Bewerbung Flugbegleiter
Okay, Leute, mal ehrlich. Die Bewerbung Flugbegleiter… ist sie nicht ein bisschen… over the top? Ich meine, wir reden hier von Tabletts mit Mini-Schnapsflaschen balancieren, nicht von Gehirnchirurgie! (Kein Diss gegen Flugbegleiter, versteht mich nicht falsch!)
Der perfekte Lebenslauf – oder doch eher ein Märchen?
Dieser Lebenslauf. Muss der wirklich so glänzen? Ich habe das Gefühl, ich muss mein ganzes Leben umkrempeln, nur damit ich überhaupt eine Chance habe. War ich schon mal Freiwilliger in einem Elefantenwaisenhaus in Thailand? Nein! Habe ich fünf Sprachen fließend drauf? Äh… Deutsch und ein bisschen Schulenglisch. Reicht das?
Und diese geforderten Soft Skills! Teamfähigkeit! Belastbarkeit! Konfliktfähigkeit! Ich bin ein Mensch! Ich bin manchmal grumpy, ich brauche meinen Kaffee und manchmal will ich einfach nur meine Ruhe. Ist das nicht menschlich?
Ich behaupte mal, die meisten Lebensläufe für die Bewerbung Flugbegleiter sind leicht geschönte Versionen der Wahrheit. Oder komplett erfundene, wer weiß das schon? Aber hey, wer bin ich, das zu beurteilen? Hauptsache, man bekommt den Job, oder?
Das Anschreiben: Eine Liebeserklärung ans Fliegen (und ans Unternehmen)
Das Anschreiben! Oje. Hier wird’s richtig schräg. Ich muss dem Unternehmen erzählen, wie sehr ich *schon immer* von der Fliegerei geträumt habe. Wie ich *immer* Flugbegleiter werden wollte. Sorry, aber als Kind wollte ich Feuerwehrmann werden und später mal Astronaut. Flugbegleiter war eher so Option C. Aber das darf ich ja nicht schreiben, oder?
“Schon als kleines Kind faszinierten mich die glänzenden Flugzeuge am Himmel…”
Klingt doch gut, oder? Stimmt halt nur nicht so ganz. Aber hey, was tut man nicht alles für den Traumjob?! (Oder zumindest einen Job mit kostenlosen Flügen?)
Das perfekte Outfit für's Vorstellungsgespräch: Bloß nicht auffallen!
Und dann das Outfit für das Vorstellungsgespräch! Bloß nicht zu auffällig! Dezent, professionell, aber trotzdem irgendwie… individuell? Also, beige ist sicher eine sichere Bank, oder? Aber ist beige nicht auch ein bisschen… langweilig? Vielleicht ein Hauch von Rot? Aber nicht zu viel! Sonst denken die noch, ich bin eine Rebellin! Ich bin doch nur eine ganz normale Person, die gerne Tabletts mit Mini-Schnapsflaschen balancieren möchte!
Und die Haare! Hochgesteckt! Auf keinen Fall offen! Sonst wirke ich unordentlich! Schmuck? Dezent! Nicht zu viel Bling-Bling! Sonst lenke ich vom Wesentlichen ab! Vom Wesentlichen? Was ist denn eigentlich das Wesentliche? Dass ich lächeln kann und "Haben Sie noch einen Wunsch?" sagen kann?
Die Fragen im Vorstellungsgespräch: Der Psycho-Test in Uniform
Die Fragen! “Warum wollen Sie Flugbegleiter werden?” (Siehe oben, die Sache mit dem Kindheitstraum…) “Wie gehen Sie mit schwierigen Passagieren um?” (Mit viel Geduld und einem tiefen inneren Seufzer?) “Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie im Team gearbeitet haben.” (Als ich versucht habe, meine WG-Mitbewohner davon zu überzeugen, dass es meine Spülmaschine ist, die sauber macht?)
Ich habe das Gefühl, die wollen mich komplett durchleuchten. Nach dem Gespräch wissen die mehr über mich als meine eigene Mutter! Und am Ende bekomme ich vielleicht eine Absage, weil ich beim simulierten Notfall die Sauerstoffmaske falsch aufgesetzt habe. Oder weil ich beim Rollenspiel mit dem schwierigen Passagier kurz davor war, die Nerven zu verlieren.
Ehrlich gesagt, ich bewundere jeden, der diese ganze Prozedur durchzieht und dann tatsächlich Flugbegleiter wird. Ihr seid die wahren Helden des Himmels! (Und ihr habt wahrscheinlich alle in eurem Lebenslauf gelogen. Aber das bleibt unter uns, ja?)
Also, liebe angehende Flugbegleiter: Bleibt stark! Bleibt authentisch! (Oder zumindest so authentisch, wie es die Bewerbung Flugbegleiter zulässt.) Und vergesst nicht, immer schön zu lächeln! Auch wenn ihr innerlich am Rande des Wahnsinns seid. Denn das ist ja schließlich der Job, oder?
Und ganz ehrlich? Vielleicht bewerbe ich mich doch noch. Wer weiß, vielleicht schlummert in mir ja doch ein kleiner Mini-Schnapsflaschen-Balancier-Held!
