Bewerbung Um Ein Schülerpraktikum
Okay, Hand aufs Herz, wer von uns hat sich nicht schon mal gefragt, was eigentlich so hinter den Kulissen abläuft? Ich meine, wirklich hinter den Kulissen? Klar, man sieht den Bäcker seine Brötchen formen, den Mechaniker am Auto schrauben, aber was passiert da genau? Genau dafür gibt’s ja das Schülerpraktikum. Die Eintrittskarte in die Welt der Erwachsenen (zumindest für zwei, drei Wochen).
Die Bewerbung: Ein Minenfeld der Möglichkeiten
Und dann kommt sie, die berühmt-berüchtigte Bewerbung! Ein formelles Schreiben, das so überladen mit Erwartungen ist, dass man fast schon eine Therapie danach braucht. Oder eben Schokolade. Viel Schokolade. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Bewerbung. Ich wollte unbedingt zum Radio. Radio! Das war mein Traum. Stimmen im Äther, Musik rund um die Uhr und ich mittendrin. Also habe ich mich hingesetzt und das ultimative Bewerbungsschreiben verfasst. Es war… naja, sagen wir mal… ambitioniert. Ich habe sämtliche Synonyme für „motiviert“ und „engagiert“ in diesem Ding untergebracht. Sogar das Wort "enthusiastisch" kam vor. Mehrfach.
Das Ergebnis? Eine freundliche Absage. Aber hey, immerhin eine Antwort! Und ich habe gelernt: Weniger ist manchmal mehr. Vor allem, wenn man noch keine Ahnung hat, was man eigentlich tut. Das ist wie beim Kochen: zu viele Gewürze verderben die Suppe. Und zu viele Adjektive verderben die Bewerbung. Merke: Authentizität ist Trumpf!
Das Foto: Mehr als nur ein Abbild
Nicht zu vergessen das Foto! Das Bewerbungsfoto. Der Moment, in dem man versucht, in einem einzigen Bild die perfekte Mischung aus Professionalität, Freundlichkeit und "Ich-bin-super-easy-going"-Vibes einzufangen. Ich kenne Leute, die waren dafür beim Profi. Und ich? Ich habe es mit der Handykamera und dem Küchentisch versucht. Das Ergebnis war… nun ja… sagen wir mal, ich sah aus, als hätte ich gerade einen Marathon in Gummistiefeln hinter mir. Aber hey, immerhin war es authentisch (siehe oben!).
Heutzutage gibt es ja zum Glück auch Bewerbungsvideos! Da kann man sich wenigstens bewegen und die Nervosität überspielen. Obwohl, vielleicht ist das auch keine so gute Idee. Ich stelle mir gerade vor, wie ich in einem Bewerbungsvideo versehentlich über meinen eigenen Teppich stolpere und im Hintergrund das Staubsaugergeräusch ertönt. Autsch.
Der Lebenslauf: Eine Chronik des Noch-Nicht-So-Viel
Und dann der Lebenslauf. Die Chronik all dessen, was man in seinem jungen Leben schon erreicht hat. Oder eben nicht. Ehrenamt in der Schülerzeitung? Check. Teilnahme am Mathe-Wettbewerb? Check. Nachhilfe für den kleinen Bruder? Check. Klingt alles super, oder? Aber mal ehrlich, wer von uns hat im Lebenslauf nicht auch ein bisschen geschummelt? Ich meine, "Experte in PowerPoint"? Naja, sagen wir mal, ich konnte eine Präsentation öffnen und schließen. Das muss reichen, oder?
"Die Bewerbung ist wie ein Tanz: Manchmal tritt man dem Partner auf die Füße, aber am Ende zählt, dass man Spaß hatte." - Unbekannter Praktikumssuchender
Das Vorstellungsgespräch: Die Kür
Wenn man dann tatsächlich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, beginnt die Kür. Die Nerven flattern, die Hände schwitzen, und man versucht krampfhaft, einen roten Faden in seinen Antworten zu finden. Die Frage nach den Stärken und Schwächen! Der Klassiker. Meine Stärke? Ähm… ich kann gut Schokolade essen? Meine Schwäche? Ähm… ich esse zu viel Schokolade? Irgendwie logisch, oder?
Ich erinnere mich an ein Vorstellungsgespräch, bei dem ich so nervös war, dass ich dem Personaler versehentlich gesiezt habe, obwohl er mir vorher das "Du" angeboten hatte. Peinlich? Ja. Aber was soll’s? Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und der Personaler hat tatsächlich gelacht. Vielleicht hat er meine Ehrlichkeit auch einfach bewundert.
Und dann die Frage nach den Erwartungen an das Praktikum. Die Chance, mit leuchtenden Augen von der Zukunft zu träumen. Von der Karriere, von den Möglichkeiten, von der Welt, die einem offensteht. Und ganz ehrlich: Auch wenn das Praktikum am Ende vielleicht nicht ganz so glamourös ist wie erwartet (Kaffee kochen, Akten sortieren, E-Mails beantworten), so ist es doch eine wertvolle Erfahrung. Man lernt, wie der Hase läuft, man knüpft Kontakte, und man entdeckt vielleicht sogar ungeahnte Talente. Oder zumindest, was man nicht machen will.
Die unerwarteten Momente: Wenn das Praktikum zum Abenteuer wird
Und manchmal passieren während des Praktikums Dinge, die man sich vorher nicht hätte vorstellen können. Ich kenne jemanden, der hat während seines Praktikums in einer Werbeagentur eine Idee für einen Werbeslogan gehabt, der dann tatsächlich umgesetzt wurde. Und ich kenne jemanden, der hat während seines Praktikums in einem Krankenhaus eine lebenslange Freundschaft mit einem Patienten geschlossen. Praktika sind mehr als nur Arbeitserfahrung. Sie sind eine Reise, ein Abenteuer, eine Chance, über sich hinauszuwachsen.
Also, liebe Schüler und Schülerinnen, traut euch! Bewerbt euch! Lasst euch nicht von den vermeintlichen Hürden abschrecken. Seid authentisch, seid kreativ, und habt Spaß dabei! Denn am Ende ist die Bewerbung um ein Schülerpraktikum nicht nur ein formeller Akt, sondern auch eine Chance, sich selbst besser kennenzulernen und die Welt zu entdecken. Und wer weiß, vielleicht ist es ja der erste Schritt zu eurem Traumjob. Oder zumindest zu einer lustigen Anekdote, die ihr euren Enkeln erzählen könnt.
Und denkt dran: Auch wenn es nicht klappt, ist das kein Weltuntergang. Es gibt noch viele andere Praktika, viele andere Chancen, und viele andere Schokoladenriegel, die darauf warten, gegessen zu werden. Viel Glück bei eurer Bewerbung!
