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Beziehung Mit Behinderung Und Nichtbehinderten Menschen


Beziehung Mit Behinderung Und Nichtbehinderten Menschen

Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Anna hier! Heute wird es ein wenig persönlicher als sonst, denn ich möchte mit euch über ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt: Beziehungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was das mit Reisen zu tun hat? Nun, für mich ist Reisen mehr als nur Sehenswürdigkeiten abhaken. Es geht darum, offen zu sein, neue Perspektiven zu gewinnen und die Welt in all ihrer Vielfalt zu erleben. Und dazu gehören eben auch zwischenmenschliche Beziehungen, die uns prägen und unseren Horizont erweitern.

Ich selbst bin ohne Behinderung und seit einigen Jahren mit meinem wundervollen Partner, Max, zusammen, der eine körperliche Beeinträchtigung hat. Unsere Beziehung hat mir so viel über Inklusion, Empathie und die wahre Bedeutung von Liebe beigebracht, dass ich es einfach mit euch teilen möchte. Vielleicht dient es ja dem einen oder anderen als Inspiration, Barrieren abzubauen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: die Verbindung zwischen zwei Menschen.

Wie alles begann: Eine ganz normale Begegnung

Max und ich haben uns auf einer Konferenz kennengelernt. Er war dort als Redner eingeladen, um über inklusive Technologie zu sprechen. Ich war sofort von seiner Intelligenz, seinem Humor und seiner unglaublichen Ausstrahlung fasziniert. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang schon ein wenig unsicher war. Ich hatte einfach keine Erfahrung mit Menschen mit Behinderung und wusste nicht so recht, wie ich mich verhalten sollte. Sollte ich ihm helfen, wenn er etwas brauchte? Sollte ich das Thema Behinderung ansprechen oder es lieber vermeiden?

Gott sei Dank war Max sehr offen und entspannt. Er hat meine Unsicherheit sofort bemerkt und mir mit seiner humorvollen Art jegliche Scheu genommen. Wir haben uns lange unterhalten, nicht nur über inklusive Technologie, sondern auch über unsere Interessen, unsere Träume und unsere Ängste. Und dabei habe ich festgestellt, dass wir so viel gemeinsam haben und dass seine Behinderung eigentlich gar keine Rolle spielt. Sie ist ein Teil von ihm, ja, aber sie definiert ihn nicht.

Die Herausforderungen: Mehr als nur Barrierefreiheit

Natürlich gibt es in unserer Beziehung auch Herausforderungen. Aber sind die Herausforderungen in Beziehungen nicht etwas völlig Normales? Viele davon haben mit den alltäglichen Barrieren zu tun, denen Max aufgrund seiner Behinderung begegnet. Das fängt bei der Barrierefreiheit von Gebäuden an und hört bei der Diskriminierung im Alltag noch lange nicht auf.

Ein Beispiel: Wir lieben es, neue Restaurants auszuprobieren. Aber oft müssen wir vorher recherchieren, ob das Restaurant überhaupt barrierefrei ist. Und selbst wenn es das ist, kann es sein, dass die Toilette nicht zugänglich ist oder dass die Tische zu eng stehen. Solche Dinge sind natürlich frustrierend, aber wir haben gelernt, damit umzugehen. Wir planen unsere Ausflüge sorgfältig und sprechen Probleme offen an.

Eine andere Herausforderung ist die ständige Aufmerksamkeit, die wir als Paar bekommen. Oft werden Max Fragen zu seiner Behinderung gestellt, die eigentlich sehr persönlich sind. Oder die Leute gehen automatisch davon aus, dass ich ihn pflege und er ohne mich nicht zurechtkommen würde. Das ist natürlich Quatsch. Max ist ein selbstständiger und unabhängiger Mensch, der sein Leben selbst in die Hand nimmt.

Die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Aber all diese Herausforderungen werden durch die vielen schönen Momente, die wir gemeinsam erleben, mehr als wettgemacht. Es sind die kleinen Dinge, die unsere Beziehung so besonders machen. Die Art, wie Max mich zum Lachen bringt, selbst wenn ich schlecht gelaunt bin. Die Art, wie er mich unterstützt, meine Träume zu verwirklichen. Die Art, wie wir uns gegenseitig ergänzen und voneinander lernen.

Ich habe gelernt, geduldiger und empathischer zu sein. Ich habe gelernt, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Und ich habe gelernt, dass Liebe keine Grenzen kennt. Sie kennt keine Behinderungen, keine Hautfarben und keine Geschlechter. Sie kennt nur die Verbindung zwischen zwei Herzen.

Reisen mit Behinderung: Meine Tipps und Erfahrungen

Da ich ja nun mal eine Reisebloggerin bin, möchte ich euch natürlich auch ein paar Tipps für das Reisen mit Behinderung geben. Denn Reisen soll für alle möglich sein, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung.

  • Plant eure Reise sorgfältig: Recherchiert im Voraus, ob eure Unterkunft, die Restaurants und Sehenswürdigkeiten, die ihr besuchen möchtet, barrierefrei sind. Fragt im Zweifelsfall nach.
  • Sprecht eure Bedürfnisse offen an: Scheut euch nicht, um Hilfe zu bitten, wenn ihr sie braucht. Die meisten Menschen sind hilfsbereit und unterstützen euch gerne.
  • Lasst euch nicht entmutigen: Es wird immer wieder Hindernisse geben, aber lasst euch davon nicht die Freude am Reisen nehmen. Konzentriert euch auf die positiven Erfahrungen und genießt eure Zeit.
  • Informiert euch über inklusive Reiseangebote: Es gibt immer mehr Reiseveranstalter, die sich auf Reisen für Menschen mit Behinderung spezialisiert haben. Sie können euch bei der Planung und Organisation eurer Reise helfen.
"Reisen ist die beste Medizin gegen Vorurteile." – Mark Twain

Ich habe mit Max schon viele tolle Reisen unternommen. Wir waren in Rom, in Barcelona, in Berlin und in vielen anderen Städten. Und jede Reise war ein unvergessliches Erlebnis. Wir haben gelernt, flexibel zu sein und uns an neue Situationen anzupassen. Wir haben gelernt, die kleinen Dinge zu schätzen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Eine inklusive Welt: Mehr als nur Rampen und Aufzüge

Ich wünsche mir eine Welt, in der Inklusion selbstverständlich ist. Eine Welt, in der Menschen mit Behinderung nicht als "anders" betrachtet werden, sondern als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft. Eine Welt, in der Barrierefreiheit nicht nur bedeutet, Rampen und Aufzüge zu bauen, sondern auch Vorurteile abzubauen und ein offenes und respektvolles Miteinander zu fördern.

Ich glaube, dass wir alle etwas dazu beitragen können, diese Welt zu schaffen. Indem wir uns informieren, indem wir uns austauschen, indem wir uns engagieren und indem wir einfach offen und neugierig aufeinander zugehen.

Und vielleicht inspiriert meine Geschichte ja den einen oder anderen, sich auf eine Beziehung mit einem Menschen mit Behinderung einzulassen. Denn ich kann euch versichern: Es ist eine wundervolle und bereichernde Erfahrung, die euch die Welt mit anderen Augen sehen lässt.

Ich hoffe, mein kleiner Einblick in mein Leben hat euch gefallen. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren stellen. Ich freue mich darauf, von euch zu hören!

Eure Anna

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