Bier Auf Wein Das Lass Sein Bedeutung
Habt ihr das auch schon mal gehört? Jemand schaut euch tief in die Augen, nachdem ihr ein zweites Glas Rotwein bestellt habt, und sagt geheimnisvoll: "Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich dir!" Was steckt eigentlich hinter diesem Spruch, der sich hartnäckiger hält als ein Kater nach einer durchzechten Nacht?
Ein weinseliger Aberglaube?
Klar, es klingt nach einem uralten Gesetz, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Stell dir vor: Urgroßvater sitzt am Stammtisch, der Schnurrbart voller Bierschaum, und warnt den Enkel vor den Gefahren des falschen Getränke-Mixens. "Hör auf Opa!", würde der Enkel wahrscheinlich denken, "der hat schon alles gesehen!". Aber ist da wirklich was dran?
Vielleicht ist es einfach nur eine nette Anekdote, die sich gut erzählt. So eine Art "Nicht mit vollem Mund sprechen"-Regel für Erwachsene. Eine gesellschaftliche Konvention, die uns daran erinnern soll, dass wir uns vielleicht doch ein bisschen zusammenreißen sollten.
Oder steckt doch mehr dahinter? Vielleicht eine Art frühe, ungenaue Beobachtung, wie unser Körper auf unterschiedliche Alkoholmengen und -arten reagiert. Immerhin, ein Mischkonsum kann wirklich fies sein. Wer schon mal mit einem Mix aus Tequila, Bier und Wein Bekanntschaft gemacht hat, weiß, wovon ich rede. Autsch!
Die Wissenschaft hinter dem Spruch
Bevor wir jetzt aber in Panik ausbrechen und jeden Wein-Bier-Trinker verteufeln, lasst uns kurz einen Blick auf die (nicht ganz so spannende) wissenschaftliche Seite werfen. Es gibt nämlich keine eindeutigen Beweise dafür, dass die Reihenfolge der Getränke entscheidend ist. Vielmehr geht es darum, wie viel Alkohol wir insgesamt zu uns nehmen und wie schnell wir das tun.
Bier enthält oft mehr Kohlensäure als Wein. Die Kohlensäure kann die Alkoholaufnahme im Körper beschleunigen. Das heißt aber nicht, dass Wein nach Bier automatisch besser ist. Es bedeutet nur, dass du vielleicht etwas schneller betrunken bist, wenn du mit Bier anfängst. Und wer will das schon?
Der individuelle Faktor
Aber Achtung! Hier kommt der Clou: Jeder Mensch ist anders! Was für den einen ein entspannter Abend ist, kann für den anderen schon zum Totalausfall werden. Faktoren wie Körpergewicht, Geschlecht, Essgewohnheiten und sogar die Tagesform spielen eine große Rolle dabei, wie wir Alkohol vertragen.
Und da sind wir auch schon beim springenden Punkt: Höre auf deinen Körper! Wenn du merkst, dass dir die Mischung aus Bier und Wein nicht gut bekommt, dann lass es lieber sein. Egal, was Opa am Stammtisch gesagt hat. Es ist schließlich dein Körper und dein Wohlbefinden, das zählt.
Mehr als nur ein Trinkspruch
Eigentlich ist "Bier auf Wein, das lass sein..." doch viel mehr als nur ein simpler Trinkspruch. Es ist ein Stück Kultur, ein kleines Rätsel, das uns zum Nachdenken anregt. Es ist ein Gesprächsöffner, der uns verbindet und uns daran erinnert, dass wir alle mal mehr oder weniger dumme Fehler gemacht haben (Alkohol inklusive!).
Und mal ehrlich, wer hat nicht schon mal gegen die "Regel" verstoßen? Vielleicht sogar ganz bewusst, um herauszufinden, ob da wirklich was dran ist. Und was ist passiert? Vielleicht nichts. Vielleicht aber auch ein Abend, den man so schnell nicht vergisst (im wahrsten Sinne des Wortes!).
Vielleicht sollten wir den Spruch also nicht allzu ernst nehmen. Betrachte ihn lieber als eine freundliche Erinnerung daran, verantwortungsvoll mit Alkohol umzugehen und auf unseren Körper zu hören. Und wenn du trotzdem mal Lust auf ein Bier nach dem Wein hast, dann tu es! Aber in Maßen, versteht sich. Und vielleicht mit einem Augenzwinkern, im Gedenken an all die Urgroßväter, die mit besorgter Miene am Stammtisch saßen.
Fazit: Prost!
Also, lasst uns anstoßen! Auf die Weisheit der Alten, auf die Wissenschaft und vor allem auf das gesunde Maß. Ob mit Bier, mit Wein oder mit beidem – Hauptsache, es schmeckt und wir haben eine gute Zeit. Und wer weiß, vielleicht erfinden wir ja eines Tages unseren eigenen Trinkspruch. Wie wäre es mit: "Wasser nach Schnaps, das mach Paps! Schnaps nach Wasser, ist doch krasser!"? Aber Vorsicht, das ist nur ein Scherz...oder?
In diesem Sinne: Prost und zum Wohl!
