Bin Ich Mit 61 Jahren Noch Vermittelbar
Bin ich mit 61 noch vermittelbar? Puh, schwierige Frage! Mal ehrlich, wenn ich die Stellenanzeigen so durchscrolle… Da steht dann was von „jungem, dynamischen Team“ und „agilen Arbeitsmethoden“. Okay, jung bin ich definitiv nicht mehr. Dynamisch? Naja, ich stehe morgens auf. Das ist doch schon was, oder?
Agil… Das klingt nach Yoga. Und Yoga mache ich eher, um nicht agil zu sein. Sondern entspannt. Aber hey, ich bin flexibel! Ich kann meinen Rücken beugen (manchmal nur mit Schmerztabletten, aber trotzdem!).
Ich habe so meine ganz eigene Meinung dazu. Ist es nicht irgendwie komisch, dass wir alle immer jünger aussehen wollen? Botox hier, Filler da… Aber was ist mit der Erfahrung? Die kriegt man nicht in der Drogerie!
Die Sache mit der Erfahrung
Ich bin 61. Das heißt, ich habe schon ein paar Dinge erlebt. Ich habe Aufschwünge gesehen und Krisen überstanden. Ich habe Chefs kommen und gehen sehen. Ich habe Kaffeemaschinen repariert und Drucker zur Weißglut getrieben. Ich habe Excel-Tabellen erstellt, die selbst Microsoft zum Staunen gebracht hätten (oder zumindest verwirrt).
Und ich habe gelernt. Verdammt viel gelernt! Ich weiß, was funktioniert und was nicht. Ich weiß, wann man besser schweigt und wann man den Mund aufmacht. Und ich weiß, wo es den besten Kaffee im Büro gibt. Das ist doch Gold wert, oder?
Die Generation Praktikum und ich
Ich sehe oft junge Leute, die mit unglaublichem Elan ins Berufsleben starten. Großartig! Aber manchmal… Manchmal fehlt es eben doch an Erfahrung. An der Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, ohne gleich Google zu befragen. An der Gelassenheit, wenn mal wieder alles schief läuft.
Und da komme ich ins Spiel! Ich bin der Fels in der Brandung. Der Ruhepol im Chaos. Derjenige, der sagt: „Keine Panik, das hatten wir schon mal. Und wir haben es überlebt!“
"Alter schützt vor Torheit nicht," sagt ein altes Sprichwort. Stimmt. Aber es hilft, dümmeren Fehlern aus dem Weg zu gehen.
Okay, vielleicht bin ich nicht mehr so schnell im Tippen wie die jungen Hüpfer. Und vielleicht brauche ich etwas länger, um mich in neue Software einzuarbeiten. Aber dafür bringe ich etwas mit, das man nicht lernen kann: Perspektive.
Meine "Unpopuläre Meinung"
Hier kommt sie: Ich glaube, dass ältere Arbeitnehmer oft unterschätzt werden. Dass wir in einer Gesellschaft leben, die Jugend idealisiert und Erfahrung abwertet. Das ist doch totaler Quatsch!
Wir brauchen einen Mix! Jung und Alt. Erfahrung und Innovation. Die Energie der Jugend und die Weisheit des Alters. Das ist doch das Erfolgsrezept, oder nicht?
Ich bin mir sicher, dass es da draußen Unternehmen gibt, die das genauso sehen. Die einen erfahrenen Mitarbeiter wie mich zu schätzen wissen. Die wissen, dass ich nicht nur ein Kostenfaktor bin, sondern eine Investition.
Und wenn nicht? Dann mache ich eben mein eigenes Ding. Starte ein Start-up für Senioren. Oder werde Rentner-Influencer. Oder… Oder ich sitze einfach im Garten und genieße die Sonne. Auch nicht schlecht!
Aber eines ist sicher: Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich bin 61 und ich habe noch lange nicht genug! Die Arbeitswelt kann sich warm anziehen!
Also, um die Frage zu beantworten: Bin ich mit 61 noch vermittelbar? Ich sage: Verdammt ja! Und ich bringe eine Menge mit, was die jungen Wilden eben noch nicht haben. Und wenn nicht, dann nicht. Aber versucht hab ich's!
