Bitte Halten Sie Mich Auf Dem Laufenden
Okay, Leute, mal ehrlich. Es gibt da so einen Satz. Einen Satz, der mich innerlich ein bisschen, naja, sagen wir mal, kitzelt. Und zwar: "Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden."
Kennt ihr das? Jemand bittet euch darum. Höflich, klar. Aber trotzdem...irgendwas daran fühlt sich an wie eine kleine, passive-aggressive Bombe. Tick, tack, tick.
Der Laufende-Halten-Druck
Ich meine, natürlich, Transparenz ist super. Kommunikation ist wichtig. Blablabla. Aber ist es nicht manchmal so, dass "Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden" eigentlich bedeutet: "Ich will nicht selbst nachforschen, aber wehe, ich verpasse etwas!"
Und dann fängt das an. Der Stress. Man überlegt: Wann muss ich informieren? Was genau muss ich sagen? Wie detailliert muss ich sein? Oh Gott, habe ich schon zu viel gesagt? Habe ich zu wenig gesagt? Was, wenn ich etwas vergesse?!
Es ist wie eine zusätzliche Aufgabe, die man sich nicht gewünscht hat. Und das alles, weil jemand zu faul war, selbst nachzuschauen. (Ja, ich habe es gesagt!) Vielleicht ist das meine unpopuläre Meinung, aber ich stehe dazu.
Alternativen, bitte!
Gibt es denn keine besseren Alternativen? Ich finde schon! Wie wäre es mit einem freundlichen: "Wo finde ich Informationen dazu?" Oder ein ehrliches: "Ich bin gerade etwas beschäftigt, könntest du mir vielleicht kurz zusammenfassen, was wichtig ist?"
Das klingt doch viel entspannter, oder? Kein Druck, kein Stress. Nur klare, offene Kommunikation.
Ich habe neulich sogar versucht, den Satz komplett zu vermeiden. Stattdessen habe ich auf eine Anfrage, mich auf dem Laufenden zu halten, geantwortet: "Ich werde mein Bestes tun, sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen an den üblichen Stellen verfügbar sind."
Das Ergebnis? Überraschend gut! Keine weiteren Nachfragen. Kein Druck. Nur pure, unbeschwerte Arbeitsatmosphäre. (Okay, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es war definitiv entspannter.)
Die Kunst der Selbstverwaltung
Vielleicht liegt das Problem auch einfach darin, dass wir in einer Welt leben, in der erwartet wird, dass man ALLES weiß. Sofort. Und am besten noch bevor es überhaupt passiert ist. Aber hey, wir sind doch keine Hellseher!
Es ist okay, nicht alles zu wissen. Es ist okay, nachzufragen. Und es ist definitiv okay, sich nicht von jedem "Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden" unter Druck setzen zu lassen.
Ich glaube, ein bisschen mehr Selbstverwaltung und Eigeninitiative würden uns allen guttun. Statt passiv darauf zu warten, dass uns jemand die Informationen auf dem Silbertablett serviert, könnten wir auch einfach selbst aktiv werden.
Und mal ehrlich: Ist es nicht auch viel befriedigender, selbst etwas herauszufinden? Das Gefühl, erfolgreich recherchiert und die Lösung gefunden zu haben? Unbezahlbar!
Also, liebe Leute, lasst uns die Macht zurückerobern! Lasst uns die "Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden"-Anfragen mit einem freundlichen Lächeln, einem Link zur relevanten Dokumentation und einem inneren Schulterzucken begegnen.
Vielleicht, nur vielleicht, können wir so gemeinsam eine etwas entspanntere und selbstbestimmtere Arbeitswelt schaffen. Und wer weiß, vielleicht werde ich dann sogar ein Fan dieses kleinen Satzes. (Aber ich bezweifle es.)
Was haltet ihr davon? Bin ich komplett verrückt, oder geht es euch auch manchmal so? Sagt es mir! (Aber bitte nicht, indem ihr mich bittet, euch auf dem Laufenden zu halten! 😉) Teilt eure Meinung mit. Vielleicht überzeugen Sie ja sogar mich!
In diesem Sinne, lasst uns alle ein bisschen weniger "Bitte halten Sie mich auf dem Laufenden" und ein bisschen mehr "Ich recherchiere das selbst!" leben.
Euer etwas ironischer, aber dennoch gut meinender Freund,
Euer Max Mustermann.
